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„Der Hobby-Läufer wird zur Cash-Kuh des DLV“

20.09.14
Quelle: Red. M4Y

Der DLV plant ab 2016 eine Verbandsabgabe in Höhe von 1 Euro pro Finisher. Den Veranstaltern empfiehlt man einen entsprechenden Aufschlag auf die Startgebühren. Begründet wird die Maßnahme damit, künftig mehr den Breiten- und Schulsport fördern zu wollen.

Dazu gibt es auf Marathon4you einen Kommentar, einen Gegenvorschlag der German Road Races und eine Umfrage.

Zum Kommentar

Zur Mitteilung der GRR

Zur Umfrage

Für die Marathon4you-Leserinnen und Leser scheint die geplante Maßnahme der Aufreger des Jahres zu sein. Innerhalb weniger Tage haben sich bereits fast 1000 User beteiligt. Rund 5 % halten die Gebühr für angemessen oder für noch zu niedrig, 33 % finden die Gebühr ok, sie sollte aber zweckgebunden verwendet werden. Fast 60 % finden die Gebühr zu hoch. Einige Hundert Leserinnen und Leser haben den „Finisher-Euro“ kommentiert. Hier eine kleine Auswahl:

Eine absolute Unverfrorenheit. Wir haben unendlich ehrenamtliche Helfer an unserer Landschaftsstrecke stehen, selbst Feuerwehr und Polizei machen die Absicherung noch nebenher bzw. machen Überstunden, die sie nicht abfeiern können und der DLV kassiert. Unfassbar!

Wenn es wirklich zur Förderung des Laufsports genutzt wird ist das OK. Ich befürchte aber, dass wieder einmal (wie fast immer in solchen Fällen) nur Haushaltslöcher geflickt werden sollen und dann ist die geplante Erhöhung eine große Sauerei.

Was soll das. Hat der DLV sich jemals um die Straßenläufer gekümmert? Die Arbeit machen seit Jahrzehnten die Lauftreffleiter vor Ort - ehrenamtlich. Auffällige Talente hat der DLV stets umsonst bekommen! Seit über 20 Jahren haben wir mehr als 1000 Leuten das Laufen beigebracht, nahezu 100 laufen davon Marathon.  Für mich ist beim DLV-Räderwerk irgendwo eine Schraube .........

Der DLV macht sich das ganz schön einfach auf dem Rücken von meist Ehrenamtlichen, die sowieso aufpassen müssen, dass die Veranstaltung ohne zuzuzahlen über die Bühne geht. Ich finde es nicht gut!!!

der DLV interessiert sich für Breitensport, Volksläufe und Marathons nicht die Bohne, sondern will nur abkassieren, um seine chronisch defizitären Bahnveranstaltungen zu subventionieren. Diesen Verband kann man getrost in die Tonne hauen.

Irgendwie kurios: Der Breitensport soll zahlen um gefördert zu werden!? Heißt das, dass im Gegenzug meine Laufschuhe preiswerter werden? Wahrscheinlich nicht. Wer läuft, der läuft - und Spaß am Laufen kann man sich mit mehr Geld für die Förderung auch nicht kaufen.

Funktionärsunwesen wird weiter verstärkt.

Vor ca.5 Jahren wurde schon mal erhöht. Die Volksläufer werden abgezockt, da nichts zurückkommt. Der DLV holt sich das Geld um fehlende Sponsorengelder auszugleichen. Eine Unverschämtheit.

Der Laufveranstalter sollte die Gebühr eigenverantwortlich zur Sportförderung (regional) weitergeben dürfen.

Was habe ich als Freizeitläufer von diesem Geld? Was hat der Veranstalter davon? Kraft welchen Gesetzes werde ich gezwungen, einen Verband zu unterstützen, mit dem ich nichts zu tun haben möchte? Ist es Aufgabe der Freizeitläufer, den Leistungssport mitzufinanzieren?

Die Gebühr muss auf die Streckenlänge bezogen werden. Es kann nicht sein, dass für einen 5km-Lauf die gleiche Gebühr anfällt wie für einen Marathon. Für einen Marathon ist 1 EUR OK. Eine Staffel soll nicht mehr zahlen als ein Einzelläufer.

Die Gebühr ist zu hoch, weil sie alle Läufe gleich betrifft. Bei einem Stadtmarathon ist das sicherlich ok, aber beim kleinen Volkslauf ist das sicherlich nicht ok. Des Weiteren will der DLV ja von allen Veranstaltungen Geld haben, auch wenn sie nicht über den DLV organisiert sind. Auch die z.Z. beliebten Matschläufe sollen zahlen. Die Events die nichts zahlen sind "wilde Läufe". Und wenn man als Vereinsläufer bei einem "wilden Lauf" teilnimmt, soll man für Meisterschaftsläufe vom DLV gesperrt werden. Toller DLV!

Der DLV sowie bei uns dazu der BLV sind nur Schmarotzer.  Sie stellen Ansprüche wenn irgendwelche Meisterschaften von einem Verein durchgeführt werden, kommen mit Ihren Frauen und lassen sich aushalten, incl. Übernachtung, aber alles vorschreiben, keine Ahnung und unterstützen überhaupt niemanden. Dies musste einmal so klar gesagt werden

Vor 16 Jahren habe ich von 0 an und ohne Erfahrung einen Lauf aufgebaut, bei dem heute fast 1.000 Teilnehmer an den Start gehen. Von Verbandsseite wurden wir damals als "wilder Lauf" eingestuft und unsere Ausschreibungen bei anderen Veranstaltungen bewusst in die Mülltonne geworfen. Mit Engagement und viel Herzblut haben wir unsere Idee jedoch weiter verfolgt und haben unseren Lauf etabliert. Heute wissen wir mehr und zahlen auch gerne die Verbandsabgabe, allein schon aus versicherungstechnischen Gründen.  Doch außer dieser Absicherung kann ich von Verbandsseite für unseren Lauf keine weitere nennenswerte Unterstützung erkennen. Es wird willkürlich vorgegangen, die Leute die erfolgreiches leisten, werden in der Regel bestraft. "Uns gehören die Volksläufe", hier unterscheidet sich der DLV in keiner Weise vom DFB, der auch meint Ihm gehört der Fußball, und meint er könne im Amateurfußball tun und lassen was er wolle. Gegen private Internetportale wird hier auch schamlos die Monopolstellung des Verbandes praktiziert.   Gegen eine zweckgebundene Abgabe, von der die Laufveranstalter und Macher erfolgreicher Läufe auch mit partizipieren, ist nichts einzuwenden. Doch daran fehlt mir der Glaube, dass dies beim DLV auch so gesehen wird.

Ich denke, dass der DLV hier ein wenig mehr Aufklärung und Transparenz geben sollte. Das hätte die Unruhen und den Ärger unter den Läufern, die ja wohl mehr oder weniger alle gerne bereit sind, für einen guten Zweck etc. zu laufen/spenden, vermeiden können!

Wir als Veranstalter eines kleinen Cross-Volkslaufes, werden aufgrund dieser Maßnahme unsere Veranstaltung 2015 wahrscheinlich das letzte Mal durchführen. Wir können nicht erkennen wie der DLV geraden bei kleinen Vereinen irgendeine Art von Förderung oder Unterstützung gewährt. Wir müssen unsere Trainer selbst finden und bezahlen. Wir müssen für jedes Mitglied Beiträge (an den NLV) bezahlen. Wir müssen bei Meisterschaften Stargelder bezahlen. Wir bekommen nichts erstattet und haben bisher auch immer 0,30 € pro Starter unseres Laufes an den NLV NDS bezahlt. Irgendwann läuft das Fass über und die Ehrenamtliche Arbeit wird eingestellt.  So bekommt man keinen Nachwuchs und immer weniger Mitglieder.  Wahrscheinlich werden die Gebühren und Beiträge dann nochmal angehoben.

Das eigentliche Problem ist doch nicht der eine Euro mehr oder weniger, sondern die Gefahr, dass die zusätzlichen Einnahmen mal wieder sinnlos verschwendet anstatt sinnvoll und zweckgebunden investiert zu werden...

Warum sollte ein Veranstalter, der eine private Laufveranstaltung für ein paar zig Leutchen auf Selbstkostenbasis organisiert, etwas an den DLV abführen? Was hat man mit denen zu tun? Auf welcher Rechtsgrundlage soll das geschehen? Laufe ich mit fünf Freunden durch den Wald, soll das demnächst auch Geld kosten? Wo ist die Grenze? Gibt es demnächst beim Kauf von Schuhen auch eine Laufschuhabgabe an den DLV? Ich habe mal interessehalber beim DLV angefragt was es bringt, was ich machen muss und was es kostet, wenn ich meinen Lauf als "genehmigten Volkslauf" anmelden möchte. Keine Reaktion.

Damit wird sicherlich nur die bestehende Organisation finanziert. Wen oder was fördern die denn?!

Um klamme Kassen zu füllen, ist der Deutsche mittlerweile sehr erfinderisch. Der Euro bringt den Einzelnen nicht um aber die Masse macht‘s. Werden wir echte Fortschritte im Sport sehen oder schöpfen erst mal wieder nur die Funktionäre ab und füllen sich die Taschen. Was haben im Übrigen die freiwilligen Helfer davon? Natürlich nix, die machen es ja freiwillig aber denen gehört auch mal gedankt und nicht nur mit einem Händedruck.

Die Gebühr ist eine Frechheit!

Ich spende lieber über Spendenmatten an caritative Organisationen...

Es ist völlig inakzeptabel, dass Verbände- nicht nur der DLV- bei privat organisierten Veranstaltungen mitverdienen. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung.

Aus jetziger Sicht werden wir den Verband dann verlassen.

Wie und wo will der DLV den Laufsport fördern? Auf dem  flachen Land, im Breitensport, wo das nötig wäre und wo ich ein Förderung einsehe, habe ich noch nie was vom DLV gesehen. Da leisten die kleinen Vereine großartige Arbeit und die haben nur Aufwand und Ärger mit der Abgabe.

Das Ganze ist ein dreistes Abkassieren, viele Ehrenamtliche setzten ihre Freizeit ein , um Veranstaltungen von kleiner bis mittlerer Größe zu organisieren. An dieser Arbeit wollen sich nun der DLV und die Landesverbände bereichern.  Es gibt quasi keine Gegenleistung für die Erhöhung der Gebühr.  Schamlos.....

Es wird Zeit, Laufveranstaltungen ohne eine unnötige DLV-Zwangs-Abgabe durchzuführen

Wenn die Erhöhung tatsächlich von 0-30 auf 100 ct erfolgt, ist das schon deutlich; da möchte ich doch konkrete Maßnahmen sehen, mit denen der DLV uns Läuferinnen und Läufer dann unterstützen will.

Boykottaufruf für 2016!!!  Diese Gebühr ist ein Hohn und der Sargnagel für viele ehrenamtlich organisierte kleine lokale Events.  Förderung des Laufsports sieht definitiv anders aus. Am sinnvollsten wäre ein einjähriges Totalboykott für das Jahr 2016 - mit entsprechendem Medienecho. Lassen wir also in 2016 einfach mal den Hermannslauf usw. ausfallen. Trainieren in Gruppen wird dann als nächstes folgen und dann folgt der Pflicht-GPS-Chip wo die Verbände dann auch die Trainingskilometer abrechnen können.

Der DLV hat ein Problem: Die Leichtathletik verliert die breite Basis bei den Aktiven, bei den Zuschauern und damit auch in den Medien. Laufsport und Leichtathletik triften zudem immer weiter auseinander.

Also erstmal wieder einen Schulterschluss von Laufsport und Leichtathletik herstellen und dann kann man auch über Geld reden.

 


 

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