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Peinliche Pannen

08.05.05
Quelle: Klaus Duwe

Marek Dryja aus Polen gewinnt..

 
...bei idealen Witterungsbedingungen den Gutenberg-Marathon in Mainz in 2:16:51 vor dem Favoriten Andrej Naumov (2:20:00). Der Zieleinlauf des Polen war getrübt von einer gravierenden Fehlleistung der Mainzer Organisatoren. Die Führungsfahrzeuge bleiben kurz vor dem Ziel in der Menschenmenge stecken und Marek Dryja musste sich selbst einen Weg bahnen. Dann verfehlte er auch noch den Zieleinlauf und verlor so wertvolle Sekunden. Seine Zeit wurde anschließend auch korrigiert und so bekam er neben dem Siegerscheck auch noch die Zeitprämie für „unter 2:17“. Den Streckenrekord verfehlte er, obwohl es lange so aussah, als könne er auch eine 2:14er Zeit laufen.
 
Dennoch präsentierte sich der Sieger lächelnd den Kameras und gestand: „Ich bin überglücklich". Bester Deutscher war Tobias van Gehmen (ASC Darmstadt), der nach 2:28:32 das Ziel erreichte.
 
Siegerin bei den Frauen wurde die in letzter Minute verpflichtete Yelena Tikhonova Aus Russland in 2:38:03 vor der eigentlichen Favoritin Walentina Delijon (Moldawien) in 2:39:43. Der Kräfteverschleiß war wohl doch zu groß. Schließlich gewann sie vor gerade einmal vier Wochen den Marathon in Bonn. Dritte wurde Maria Teodorascu aus Rumänien (2:43:35). Christine Defland aus Hofheim kam als beste Deutsche ins Ziel (2:46:07).
 
Den Halbmarathon gewann André Green, der als „Hase“ für Marek Dryja engagiert war und hervorragende Arbeit leistete und die Sollzeit exakt einhielt: 1:07:20 Stunden.

 

Hier die offizielle Pressemitteilung der Stadt Mainz:

 
Zum Marathon scheint pünktlich die Sonne: 9698 Starterinnen und Starter am Rhein - Zudem: 450 Skater, 55 Handbiker, 3200 Schüler beim Ekiden-Lauf
 
Marek Dryja läuft einsam davon - Andrej Naumov kann nicht folgen - Miklos erneut Dritter Jaroslaw Cichocki gibt verletzt auf + Enttäuscht: Vitaly Melzaev erneut Vierter + Darmstädter Tobias van Ghemen verdient sich Prämie des schnellste Deutschen in 2.28:32h
 
Er siegte nicht überraschend, aber dass Marek Dryja (Polen, 2.16:51 h) ab Kilometer 22 so einsam seines Weges ziehen würde und Andrej Naumov (Ukraine, 2.20:00 h) letztlich drei Minuten hinter sich ließ, verwundert schon ein wenig. Naumov konnte am Anstieg zur Theodor-Heuss-Brücke dem Antritt von Dryja nicht mehr folgen und musste diesen ziehen lassen. Einige Kilometer vor dem Ziel musste Dryja dann dem Tempo Tribut zollen, das „Unternehmen Streckenrekord -
eigentlich vom Konkurrenten Naumov als Zielvorgabe angekündigt - war nicht mehr zu erreichen. Elljah Mutnadiro aus Zimbabwe bleibt daher Inhaber des Streckenrekordes in 2.16:22 h aus 2002. Artur Ianos Miklos (Rumänien, Dritter, 2.20:36 h) hatte früh sein eigenes Rennen laufen müssen und schloss letztlich noch bis auf 36 Sekunden auf Naumov auf, der immer stärker abbaute. Vitaly Melzaev (Ukraine) war erneut unglücklicher Vierter (2.22:04h) - dies auch, da er bei Kilometer 30 eine unliebsame Begegnung mit einem Zuschauer hatte, der die Straße kreuzte - Melzaev stürzte und war im Ziel kaum zu trösten.
 
Sehr stark präsentierte sich Tobias van Ghemen als Sechster, der in 2.28:32 h finishte, direkt hinter dem Türken Idrin Fecri (Fünfter, 2.27:35h.) Fecri hatte den falschen Zieleinlauf gewählt und verlor in der Endzeit satte 30 Sekunden. Der für den ASC Darmstadt startende van Ghemen sicherte sich die Extraprämie von 250 Euro als schnellster Deutscher. Dietmar Bier (Trier, 7.) verbesserte seine Bestzeit um satte vier Minuten und kam in 2.29.30 h ein. Der Mainzer Mario Müller wurde Zwölfter in 2.39:11 h.
 

Rätselraten: Elena Fadeeva „steigt aus“ - Yelena Tikhonova siegt überraschend vor Walentina Delijon - Christine Defland als starke Vierte

 

Maria Teodorescu zeigt Steherqualitäten und läuft einsam zu Rang drei / Tanja Hooß kommt als Achte ein

Am Tag vor dem Marathon gab sich die Ukrainerin bei der Vorstellung der Spitzenläufer/innen in der Rheingoldhalle noch entspannt und zuversichtlich - beim Marathon machte Elena Fadeeva, Siegerin der Jahre 2002 und 2003, jedoch nach der Halbdistanz Schluss. Davon profitierte überraschend die Russin Yelena Tikhonova, die erst wenige Tage zuvor nach verpflichtet worden war - sie lief in „durchwachsenen“ 2.38:03h souverän über die Linie. Erst eine Minute später folgte Walentina Delijon (Moldawien, 2.39:43 h), der man Rang eins eher zugetraut hatte. Waren beide zur Halbzeit noch einträchtig miteinander gelaufen, so zog Tikhonova der Moldawierin Delijon mit einigen Tempoverschärfungen früh den Zahn.

 
Maria Teodorescu (Rumänien, Dritte, 2.43:35 h) lief einige Minuten dahinter ein recht einsames Rennen, nachdem die beiden Türkinnen Yesim Yeter Gulal (Fünfte in 2.48:56 h) sowie Gülsen Asikoglu (Sechste in 2.48:56 h) das Halbzeittempo nicht halten konnten und Teodorescu ziehen lassen mussten.
 
Sehr stark präsentierte sich Christine Defland aus Hofheim - die SWR-Journalistin lief mit Rang vier fast auf das Podium und verbesserte ihre Bestzeit um unfassbare vier Minuten, lief zudem noch entspannt und lachend ein. Sie war beste deutsche Teilnehmerin in 2.46:05 h und nahm noch einen Scheck über 250 Euro mit heim.
 
Daniela Grivac musste wohl ihrer noch geringen Erfahrung Tribut zollen, war etwas zu schnell angegangen und konnte dem Spitzenfeld nicht mehr folgen: Die Moldawierin wurde Siebte in 2.49:28 h. Tanja Hooß (LTF Marpingen) belegte mit 2.57:46 h als Achte erneut einen respektablen Platz.
 
Wunderbare Stimmung - und „Glück gehabt“: Nach starkem Regen in der Nacht ein sonnig- optimaler Lauftag mit rund 80.000 Zuschauern am Kurs
 
Mit 80.000 Zuschauern an der Strecke belegte der Mainz-Marathon auch im sechsten Anlauf seine Anziehungskraft. Dauerapplaus von mehreren tausend Zuschauern allein im Start- /Zielbereich und mit einer stimmungsvollen Kulisse auch in den Ortsteilen bei zuschauer- freundlichem (für die Läuferinnen und Läufer dagegen optimalem) Wetter um die 17 Grad - warb der Gutenberg-Marathon 2005 auch bei der sechsten Auflage mit in 9698 Startern (davon 2797 Frauen) durch eine wunderbare Atmosphäre, die auch 2005 vom SWR über vier Stunden ausgestrahlt wurde.
 
Besonderen Spaß hatten 2005 unglaubliche 650 Schulstaffeln, die mit je 5 Schülerinnen und Schülern antraten - und nicht selten im Zielbereich noch fulminante Endspurts hinlegten und dafür frenetischen Applaus einheimsten. Mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler waren in Mainz dabei...
 

Immer ein Erlebnis: „Dominator“ Hans Mayerhofer auch 2005 vorn – Cefas Bouman und Torsten Purschke auf den Plätzen / Andrea Eskau bei den Frauen vorn

Wie kaum anders zu erwarten, zeigte sich Hans Mayerhofer auch 2005 in Mainz als unbezähmbar - dennoch ging es im Spitzenfeld knapp zu. Der Österreicher Mayerhofer, amtierender Paralympics-Sieger, kam in 49:13 Minuten ins Ziel, gefolgt von Cefas Bouman (Niederlande, 49:14 min.) und Thorsten Purschke (51:37 h). Bei den Damen siegte nach der Absage der Topfavoritin Monique van der Vorst Andrea Eskau in 54:50 min.
 

Skater: Matthias Schwierz entthront Kai Menze knapp - Auch Evelyn Kalbe muss Titel abgeben: Nina Spilger siegt

Es ist imposant, den Schlußspurt der Skater vor Augen zu haben – enorm kraftvoll lösen sich die Windschattenfahrten auf der zielgeraden im Nichts auf… Dann geht es nur noch um die eigene Platzierung - in wahnwitziger Geschwindigkeit fliegen die Skater dem Ziel entgegen. Matthias Schwierz (Villingen-Schwenningen) „flog“ am schnellsten und siegte in diesem Jahr hauchdünn in 51:04 Minuten vor Titelverteidiger Kai Menze (Mainz, 51:05 min). Den engen Einlauf komplettierte ein Trio, das zeitgleich gemeinsam auf Rang drei (51:06 min.) eingestuft wurde: Oliver Engel, Pascal Ramali und Michel Puderbach teilten sich die Prämie.
 
Bei den Frauen zeigte sich Nina Spilger (Powerslide Groß-Gerau) in 53:44 Minuten einen Deut schneller als Titelverteidigerin Evelyn Kalbe (53:46 min., Team Rollerblade) - wenige Sekunden dahinter rangierte Erika Koch (Verducci, Dritte) in 53:48 min.
 

Informationen: Gutenberg-Marathon Mainz
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