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Boston – was jetzt?

16.04.13
Quelle: Red. M4Y

Du stehst im Starterfeld mit tausenden anderen Läuferinnen und Läufern und freust Dich auf ein großes Lauffest. Mal ehrlich: Hast Du in einem solchen Moment nicht auch schon mal gedacht: „Was wäre, wenn jetzt …“ In Boston ist es passiert.

Mindestens drei Tote und über hundert Verletzte fordert ein feiger, grauenhafter Terroranschlag. Widerlich, unmenschlich, unbegreiflich und sinnlos - der Terror hat den Marathon erreicht. Keiner der jetzt unmittelbar folgenden großen Citymarathons wird sein, wie er war. Trauer und Angst werden mitlaufen.

Auch wenn niemand dem Terror nachgeben möchte: Konsequenzen werden die Ereignisse in Boston haben. Die Veranstalter des London Marathon haben bereits angekündigt, ihr Sicherheitskonzept zu überarbeiten. Wir haben bei den Organisatoren der großen deutschen Citymarathons angefragt, was ihre Reaktionen sind. Die Liste mit den Statements wird permanent ergänzt.

Hier geht es zu unserer Umfrage
Was is
t Deine Konsequenz aus den Ereignissen in Boston?

 

Frank Thaleiser Haspa Marathon Hamburg

 

"Natürlich wird der Hamburg Marathon unter dem Eindruck der schrecklichen Ereignissen in den USA eine andere Veranstaltung sein. Aber wir wollen zeigen, dass wir all‘ die Werte, für die Laufen steht, nicht durch das Werk von gewalttätigen Irren zerstören lassen. Der Hamburg-Marathon soll zeigen, dass Laufen weiterhin für Friedlichkeit und Völkerverständigung steht."

 

Pressemitteilung Guts-MuthsRennsteiglauf

 

Mit Bestürzung und Trauer haben die verantwortlichen Organisatoren des GutsMuths-Rennsteiglaufes auf die Nachrichten von den Bombenanschlägen beim traditionsreichen Boston-Marathon reagiert. „Es ist unfassbar, was gestern in Boston geschehen ist. Gerade im Sport, wo die Nationen der Welt im fairen Wettstreit um den Sieg kämpfen und die internationale Völkerverständigung im Mittelpunkt steht, hat Gewalt und Extremismus nichts zu suchen.“, sagt Jürgen Lange, Präsident des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins. „Es stimmt mich traurig, dass von extremistisch motivierten Tätern oder Gruppierungen offensichtlich Großveranstaltungen genutzt werden, um mittels Gewalt auf sich und eigene Ziele aufmerksam machen, eigene Weltanschauungen durchsetzen und Menschen einschüchtern zu wollen. Unser aller Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen der Opfer.“

Marcus Clauder, Geschäftsführer der Rennsteiglauf Sportmanagement und Touristik GmbH, weist in diesem Zusammenhang auf das Sicherheits- und Katastrophenschutzkonzept des Rennsteiglaufes hin. „Eine hundertprozentige Sicherheit wird es niemals geben, solange Menschen mit dem Gedanken spielen, anderen Menschen Schaden zuzufügen. Wir versuchen, wie die meisten anderen Organisatoren großer Veranstaltungen auch, mit unseren Vorkehrungen das Risiko von gefährlichen Situationen zu minimieren, um im Schadensfall schnell und sicher reagieren zu können.“

 

Pressemitteilung METRO GROUP Düsseldorf Marathon

 

„Wir bedauern die Vorfälle beim gestrigen Boston Marathon sehr. Und all unsere Anteilnahme gehört den Opfern und ihren Familien,“ äußert sich Jan Henning Winschermann, der Organisator des METRO GROUP Marathon Düsseldorf zu den gestrigen Vorfällen in Boston, der sich gerade auf dem Weg zum London Marathon befindet.

Der Bombenanschlag hat weltweit für Bestürzung gesorgt und natürlich werfen sich damit auch Fragen zur Sicherheit in Deutschland auf.

Die Veranstalter in Düsseldorf haben umgehend reagiert und sich mit den örtlichen Sicherheitsbehörden in Verbindung gesetzt. Seitens der Feuerwehr und den zuständigen Sicherheitsbehörden wird für den kommenden METRO GROUP Marathon am 28. April Entwarnung gegeben. Das Düsseldorfer Sicherheitskonzept greift. Die Feuerwehr Düsseldorf verfügt über zahlreiche hochwertige und aktuelle Einsatzpläne zu verschiedenen Ereignissen.

Wie auch in den Vorjahren werden Führungskräfte der Feuerwehr den Marathon begleiten und ständig in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden und dem Veranstalter stehen. Planungen darüber hinaus sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch die Feuerwehr nicht notwendig.

In Düsseldorf werden am 28. April 2013 etwa 14.000 Läufer aus aller Welt erwartet. Feuerwehr, Sicherheitsbehörden und Veranstalter werden alles daran setzen, den Läufern sowie den Zuschauern optimale und sichere Bedingungen zu bieten.

 

Johannes Langer, Salzburg-Marathon

 

Ein sehr, sehr trauriger Tag für den Sport und besonders für den Laufsport. Nach dem Schock der ersten Bilder denken wir als Veranstalter des Salzburg Marathon an die Opfer, Verletzten, Angehörigen und an unsere Kollegen vom Boston Marathon. Was auch immer Verbrecher zu dieser schrecklichen wie sinnlosen Tat getrieben haben mag, in erster Linie ging es ihnen um weltweite Aufmerksamkeit und nicht um den Marathon per se. Ein ähnliche Wirkung hätte jede andere Versammlung mit globaler Ausstrahlung.

Marathons bleiben aber trotz dieser dramatischen Ereignisse weiterhin ein Sinnbild für ein friedliches und fröhliches Miteinander von Menschen aller Kontinente, Ethnien, Religionen, Orientierungen sowie jeden Alters und Geschlechts. Unter diesen Prämissen steht der zehnte Salzburg Marathon am 5. Mai 2013.

Augenblicklich arbeiten die relevanten Kräfte daran, das Sicherheitskonzept auf mögliche Lücken zu überprüfen und zu verstärken. Somit sollten die Lauffestspiele in der Mozartstadt im gewohnten Ambiente und friedlicher Atmosphäre abgewickelt werden. Den Opfern des Boston Marathon werden wir vor dem Start und bei einer ökumenischen Messe am Samstag den 4. Mai um 19 Uhr in der Franziskanerkirche gedenken.

 

Erich Francois, ING nightmarathon luxemburg


Nicht erst seit dem furchtbaren Attentat in Boston machen wir uns mit der Luxemburger Polizei und allen Verantwortlichen die Gedanken über die Sicherheit beim ING Night Marathon Luxembourg. Obwohl die Luxemburger Polizei auch nach der letzten Risikoanalyse, die sie heute Nacht gemacht hat, kein Risiko für Luxemburg als Austragungsort eines Marathons sieht, ist die Polizei seit der ersten Edition mit einem verstärkten Sicherheitsaufgebot vor Ort gewesen. Luxemburg gilt wegen seiner sehr neutralen internationalen Politik und vor allen Dingen wegen seiner ‚Größe‘ nicht als präferiertes Ziel terroristischer Anschläge.
Wie werden trotzdem zusammen mit den Sicherheitsverantwortlichen der Stadt und des Landes Luxemburg die weitere Entwicklung im Auge behalten.

 

Reto Schorno, SwissCityMarathon Lucerne


Wir haben gestern abend die Geschehnisse aufmerksam mitverfolgt und sind zutiefst betroffen über die Grausamkeit dieses perfiden Anschlags auf einen eigentlich friedensstiftenden Sportanlass. Wir sind in unseren Gedanken bei den Opfern, den Teilnehmenden, Zuschauenden, Helfenden, den Behörden und nicht zu vergessen bei dem Organisationskomitee!

Der SwissCityMarathon verfügt über ein zusammen mit den Behörden ausgearbeitetes Sicherheitskonzept, das alle wichtigen Ereignisse und daraus folgenden Aktionen umfasst und die Verantwortlichkeiten klar regelt.

Im Unterschied zum London Marathon haben wir noch ein halbes Jahr Zeit bis zur Veranstaltung. Wir werden die Geschehnisse und Ergebnisse der Untersuchungen weiter verfolgen und in aller Ruhe auswerten und rechtzeitig über allfällige Anpassungen und Vorkehrungen entscheiden.

 

Michael Brinkmann, Volksbank Münster Marathon


Natürlich sind wir alle hier ebenfalls sehr betroffen und im Schock erstarrt. Habe mir gerade noch einmal die Bilder angesehen. Unvorstellbar. Der Volksbank-Münster-Marathon hat mit der Stadt Münster bereits seit Jahren ein umfangreiches Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Wenngleich die Ereignisse von Boston fassungslos sind, sie lassen sich meines Erachtens nicht auf die Veranstaltungen in Deutschland adaptieren. Der Terror hat z.B. trotz der Warnungen, was die Kuppel des Reichstages in Berlin betrifft vor gut einem Jahr in Deutschland noch nicht erfasst. Der Anschlag galt - wenn ich es richtig einschätze - auch nicht den Läufern, sondern das Erreichen einer Menschenmenge, um möglichst viele betroffen zu machen. Das kann jede Massenveranstaltung sein.

Natürlich stehen Haupt- und Großstädte ganz anders im Visier, als Städte in der Provinz. So schätze ich es bisher ein. Kurz vor dem Marathon (ca. 3-4 Monate vorher) telefoniere ich mit Behörden des Staatsschutzes, um eine Einschätzung der Sicherheitslage zu erhalten, um ggf. Nachbesserungen und weitere Präventionsmaßnahmen anzustoßen.

Wir sollten jetzt in jedem Fall Ruhe bewahren, trotzdem aufmerksam sein. Das Sicherheitskonzept ist umfangreich und bedarf aufgrund der Ereignisse in Boston meines Erachtens keiner Ergänzungen. Die Botschaft an die Teilnehmer sollte sein: Nicht Läufer sollten getroffen werden, sondern Menschen in einer Menschenmasse. Beim Boston-Marathon starten über 20.000 Athleten und 500.000 Zuschauer stehen an der Strecke. In Münster starten 8.000 Athleten, davon ca. 4000 an einem Stück, der Rest steigt zwischendrin im Staffelmarathon ein - die Zuschaueranzahl liegt zwischen 80 und 100.000 und verteilt sich entsprechend auf der Strecke.

Es ist zu früh zu analysieren, inwieweit Terroranschläge die Großveranstaltungen verändern müssen. Zunächst einmal sollten die Behörden herausfinden, aus welcher Richtung die Anschläge kamen. Ist das interner Terror von Amerikanern oder weltweiter Terror durch Terroristen? Was war die Motivation der Täter für diesen Anschlag. Galt das Amerika, galt das Boston oder galt der Staatengemeinschaft, die um den Frieden in der Welt bemüht ist und den internationalen Terror einheitlich bekämpft?

Wir trauern um die Toten und Verletzten beim Marathon in Boston und sind sicher, dass der Marathonlauf weiterhin den ungeteilten Zuspruch von Läufern und Zuschauern erhalten wird.

 


 
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