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Laufberichte

Nicht nur im Norden ganz vorne

 

Zugegeben: Ich kann manchmal schon richtig neidisch werden. Das ist z. B. dann der Fall, wenn ich größere Gruppen zusammen zu Laufveranstaltungen fahren sehe, um Sport und Geselligkeit gemeinsam zu genießen. Wie toll fand ich anläßlich der Erstausgabe unseres StaffelMarathons in Waldbreitbach die überraschende Entscheidung des Lauftreffs aus Rheda-Wiedenbrück, ihr 25jähriges Jubiläum bei uns sportlich zu feiern! Spätestens seitdem geistert diese Geschichte in meinem Hinterkopf herum.

Nach der erfolgreichen Wiederbelebung unseres Lauftreffs und zwei schönen Laufkurs-Abschlußläufen „Rund um die Conlog-Arena“ in Koblenz mit jeweils fast 30 Teilnehmern wagte ich bei der letzten Weihnachtsfeier den Vorstoß: Ob wir denn nicht mal, eventuell, bei einer schönen Veranstaltung, vielleicht sogar mit Übernachtung und überhaupt? Die Resonanz war erfreulicherweise durch die Bank spontan zustimmend und so nahm die Sache ihren Lauf. Warum dann aber ausgerechnet Richtung Norden ins Oldenburger Münsterland nach Löningen im Tal der Hase, etwas über 300 km von zuhause entfernt?

Lesen bildet bekanntlich, und wer regelmäßig auf M4Y unterwegs ist und die einschlägigen Berichte verfolgt, hat die Chance, so manches Juwel zu entdecken, das ansonsten unentdeckt bliebe. Der Remmers-Hasetal-Marathon hat nämlich 2016 im Ergebnis für Norddeutschland hinter Hannover, Hamburg und Bremen einen sensationellen 4. Platz belegt. Was ist also konkret dran an Löningen?

Da tritt mit dem heimischen VfL (2.300 Mitglieder!) ein Verein als Veranstalter auf, der über 600 (!) Helfer aufbietet und bereits auf den ersten Blick erkennen läßt, daß er an alles, aber auch wirklich alles gedacht hat und hier für die Bedürfnisse unseres Lauftreffs ideale Bedingungen herrschen: Für alle Läufe (Marathon, Staffelmarathon, Halbmarathon, 10 km, 5 km) eine sehr schöne und absolut flache Laufstrecke, die auf einem Teilstück durch die Innenstadt von Löningen und zum größten Teil durch die abwechslungsreiche Landschaft des Hasetals führt. Man läuft ausschließlich auf asphaltierten sowie befestigten Straßen und Wegen und die Strecke durchquert dabei das große Waldgebiet der Werwer Fuhren ebenso wie die vielfältigen Geestflächen auf beiden Seiten der Hase. Etwa die Hälfte des 21,1 km-Rundkurses, der nach den gültigen Richtlinien des DLV vermessen ist, besteht aus dem bekannten Hasetal-Radwanderweg. Die 10 km-Strecke (ebenfalls DLV vermessen) führt großenteils über die Marathonstrecke. Und alle drei km will man uns verpflegen.

Untergekommen ist unsere 25 Köpfe zählende Gruppe nach einem gemeinsamen Frühstück bei einem Waldbreitbacher Bäcker in einem bezahlbaren Hotel in der Stadtmitte, ganz in der Nähe zum Geschehen in Start- und Zielnähe. Und fast das Beste: Nach dem sportlichen Teil steigt die „Marathon-Night-Party“ mit Live-Mucke durch die Band „Skyfire“ fast unmittelbar am Hotel, sodaß sowohl für die Flüssigkeits- als auch Kalorienzufuhr, aber auch für die Stimmung, bestmöglich gesorgt sein wird. Was will man mehr?

 

 
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Leichte Verwirrung zunächst erst einmal auf dem Weg zum Startbüro: An einem Schildermast zeigt, ohne jede weitere Erklärung, ein Pfeil nach links, einer nach rechts. Wir entscheiden uns für rechts und finden dann die Startnummernausgabe, auch aufgrund eines zusätzlichen Schildes, für dessen Aufstellung unser separat angereister Andre gesorgt hat. Das aber nur für einen Umtausch, denn unsere Startunterlagen inkl. des stylischen Funktionsshirts, das für jeden im Startgeld enthalten ist, waren uns freundlicherweise schon in die Unterkunft geliefert worden. Einen ganz herzlichen Dank für diesen tollen Service! So haben wir noch viel Zeit zum Vorbereiten, Klönen und Rumgammeln.

Am Nachmittag wird es dann ernst, sofern man das Ganze überhaupt als ernsthafte Angelegenheit bezeichnen möchte. Denn eigentlich sind wir als Teilnehmer ja ausschließlich zum Spaß hier und überlassen den Ernst den Organisatoren. Beim ersten Start nach den Schülerläufen ist um 16:15 Uhr unsere 10 km-Fraktion dabei, eine halbe Stunde später starten die 5 km-Läufer. Um 17 Uhr steigen die Staffel-, Halb- und Marathonläufer gemeinsam ein. Das Sommerabend-Lauffest kann beginnen!

 

 
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Die Masse unseres Lauftreffs tritt über die 10 bzw. 5 km an, so können wir zunächst Verbliebene erst einmal als Fans mit unserem nagelneuen Banner aktiv werden. Doch bald ist es auch für uns soweit: Mit mir als Zwei-Runden-Läufer starten über die Halbmarathondistanz Tobi, der zwar keine Prognose abgeben möchte, aber ganz bestimmt unter 1:45 Std. bleiben wird, Harald als Ersttäter mit Ziel 2:15 Std. und Andre. Letzterer sieht diesen Lauf als letzte notwendige Bestätigung, erstmals ins gezielte Marathontraining für Köln einsteigen zu können und sollen; vom Königsforst-Halbmarathon im März hat er eine 1:41:55 Std. stehen. Da es ihm nur auf einen gleichmäßigen Lauf knapp unter zwei Stunden ankommt, wollen wir zusammenbleiben. Zu uns beiden gesellt sich noch Co-Autor Markus, der heute Fotografier- sowie Schreibpause hat und sich somit voll der Vorbereitung auf seinen 100. Marathon bzw. Ultra in Münster hingeben kann.

Einen musikalischen Motivationsschub entlang der gesamten Strecke hat man uns versprochen, und der geht mit der Bersenbrücker Sambaband „Samba Landaya“ am Start auf der Südtangente am K+K-Markt auch direkt los. Und weil die Mädels durchaus lecker sind, strahlt direkt die Sonne zwischen Wolkenlücken hervor. Der Temperatursturz von vorgestrigen 37 Grad am Rhein auf hier und jetzt 17 ist schon heftig, da tun ein paar Wärmestrahlen richtig gut. Zahlreiche Zuschauer begleiten uns optisch sowie akustisch auf den ersten Metern und über eine Ausfallstraße mit netten, regionstypischen Einfamilienhäusern erreichen wir nach gerade einmal 1,2 km die erste von zahlreichen Verpflegungsstellen, von einer Percussionband unterstützt . Auf der zweiten Runde wollte ich sie eigentlich gezählt haben, habe das aber dann doch aus den Augen verloren. Egal, deren Dichte ist definitiv beispiellos.

 

 
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Wir tauchen in ein kleines Waldstück ein, auf dessen Sand-/Kiesboden wir gut vorankommen. Auch hat sich die anfängliche Dichte der Läufer bei am Start vermutlich an die tausend Marathon-, Halbmarathon und Staffelmarathonläufer gegeben, es ist genug Platz vorhanden. Nach gut drei km und Umrundung eines großen Feldes befinden wir uns auf dem Werwer Weg – wobei sich die Löninger offensichtlich nicht entscheiden können, ob es der Werwer (mit ww) oder der Werver Weg (mit wv) ist, beide Bezeichnungen wechseln, auch auf der Internetseite, mehrfach. Dem Spaß und der Stimmung im Ortsteil Werwe (ich entscheide mich fürs Doppel-w) nach dreieinhalb km Richtung Südwesten tut das aber keinerlei Abbruch und der engagierten Streckenmoderation schon überhaupt nicht. Nach knappen 4 km steht die DLRG Löningen und rettet uns nicht aus dem, sondern mit Wasser & Co.  

Nach guten 5 km durchqueren wir Evenkamp, das ebenfalls zu Löningen gehört und einige zu den insgesamt gut 13.000 Einwohnern beisteuert. Hier spornt uns neben etlichen Fans an der Strecke die örtliche Musikkapelle an und der Sportverein versorgt uns, unterstützt von zwei rührigen Moderatoren, mit Flüssigem. Exakt nach 7 km überqueren wir die namengebende Hase, ein Flüsschen, von der Größe mit unserer heimischen Wied vergleichbar. Sie entspringt im Teutoburger Wald und mündet nach 170 km bei Meppen in den Dortmund-Ems-Kanal. Der Name hat allerdings nichts mit dem Mümmelmann zu tun, wie ich lerne, sondern leitet sich von einem alten Wort für „grau“ als Farbe des Wassers ab. Einen km weiter queren wir den Stadtteil Ehren, in dem die KAB, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, hingebungsvoll für Stimmung und Flüssigkeitsnachschub sorgt.

 

 
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Seit Ehren, wo uns am südlichsten Punkt des Rundkurses durch die Reitsportfreunde eingeheizt wird, bewegen wir uns wieder zurück aus Südwesten in Richtung Löningen. Knapp drei km sind es jetzt auf dem Radweg entlang einer Straße, und damit es nicht zu langweilig wird, hat man alle 100 m einen Spruch inkl. jeweiliger Entfernungsangabe nach Löningen platziert. So vergehen diese drei km dann doch recht flott und in Angelbeck – fast überflüssig zu erwähnen inkl. Moderation und Verpflegung – ist unser Ausgangspunkt im sog. Haseknie nach 13 km fast wieder erreicht. Hier feiern die Anwohner mit dem SC Winkum eine muntere Marathonparty. Das hat mir übrigens schon immer gefallen, ob z.B. in Mannheim, beim Mittelrhein-Marathon und bei vielen weiteren Laufveranstaltungen: Du läufst gutgelaunt und entspannt an zahlreichen Einwohnern vorbei, die es sich vor ihren Häusern gemütlich machen, und sich selbst und die Läufer feiern.

Im sog. überhäsigen Viertel, im Süden Löningens, jenseits der Hase, befinden wir uns jetzt, und exakt an dieser Stelle hat der erste Staffelläufer ausgehoppelt und übergibt hoffentlich nicht sich, aber den Staffelstab. An der Straße „Auf der Hüe" feuern die VfL-Handballer mit Moderator Jörn Willen an. „once more“ heißt die Band, die an dieser Stelle die musikalische Begleitung übernommen hat, aber der Name ist – zumindest für mich – nicht Programm: Für „nochmal“ müßte man zumindest überhaupt erstmal gespielt haben, bei meinen beiden Vorbeiläufen ist leider Ruhe angesagt. A propos meinen: Meine Begleiter vom Anfang haben sich recht schnell nach vorne verdünnisiert, durch mein ständiges Fotografieren laufe ich einfach zu unstet. Bevor wir in die Stadtmitte zurückkehren dürfen, ist noch eine weitere Ehrenrunde südostwärts von Löningen zu drehen. Die führt uns an Angelbeck vorbei und ist auf sieben km identisch mit dem 10 km-Kurs.

Wieder geht es über weites, landwirtschaftlich genutztes Gelände. Die Gegend ist so flach, daß ich unwillkürlich an den uralten Ostfriesenwitz erinnert werde: Da siehst Du mittwochs schon, wer sonntags zu Besuch kommt. In Röpke kämpft die "Frauenunion Löningen" heute nicht für Angie, sondern erfolgreich gegen unser Verhungern und Verdursten und an der Schelmkapper Brücke macht die SG Böen mit den Streckenmoderatoren Jürgen und Dieter schweren Alarm. Hier überqueren wir wieder die Hase und begleiten diese auf dem Radweg bis ins Löninger Stadtgebiet.

Zwei Mitläufer fallen mir besonders positiv auf. Wer meine musikalische Präferenz kennt weiß, warum. Mit der 666 auf dem Rücken sind zwei Jünger der „Eastfrisian Metal Association“ unterwegs. „Six six six, the number of beast!“ gebe ich im Überholen zum Besten. Das reißt den erkennbar angeschlagenen Kollegen aus dem Delirium: „Ja, bitte mehr davon!“ „I’m not a number, I’m a free man!“ zitiere ich aus „The number of the beast“ von Iron Maiden und schon habe ich als alter Pfadfinder wieder einen Menschen glücklich gemacht.

 

 
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Auf dem Hasedeich „Am Berg“ steigt eine stimmungsvolle Marathonparty, quer über den Weg sind Finishershirts der vergangenen Jahre gespannt. Aber o weh! Zur Verpflegung gibt’s Helene Fischer aufs Ohr, da hilft nur beherzte Flucht nach vorne. Langweilig wird es auch auf den letzten anderthalb km nicht: Am Radweg hat man verschieden dekorierte Fahrräder, eines interessanter als das andere, an Pfählen aufgehängt, ein netter Blickfang. Der letzte km beginnt an einer attraktiven Holzbrücke, dann ist das Stadtgebiet erreicht und durch die Haupteinkaufsstraße geht es zur Streckenteilung: „Marathon geradeaus!“ ruft die gute Streckenpostin (gibt’s das überhaupt? Der Streckenposten, die Streckenpostin?). Ich sehe zwar nicht das Ziel, in der „Krombacherkurve“ jedoch den bekannten Streckenmoderatoren Bernd-Willi Deiters. Der ist nicht nur als fachkundiger Moderator eine Größe: Die Marathonbestzeit des mittlerweile Siebzigjährigen liegt bei beeindruckenden 2:18:28 Std.

Knapp zwei Std. sind vergangen und zwei unserer Halbmarathonläufer bereits zuhause: Tobi ist bei seinem ersten Halben unter Wettkampfbedingungen hochzufrieden mit 1:41 Std. im Ziel und auch Andre freut sich nach 1:53 Std., daß er das Projekt Köln-Marathon beruhigt angehen kann. Auch Harald wird seinen ersten Halbmarathon in 2:07 Std. mit Bravour und schneller als gedacht erfolgreich beenden. In einer knappen Stunde wird hier auch Manfred Kloweit-Herrmann, Aushängeschild des SC Melle 03, in 2:54 Std. sein Tag- bzw. Abendwerk geschafft haben. Der Endsiebziger und ehemalige Ultraläufer mit 18 Hundertern und 94 Marathons auf der Habenseite ist seit vier Jahren alters- und vernunftbedingt „nur noch“ auf der Halbmarathonstrecke unterwegs und schafft die auch heute wieder in respektablen 2:53 Std. Frauen und Männer wie er sind wirkliche Vorbilder für uns (noch etwas) Jüngere und machen, wie bei mir, Mut die Parole auszugeben, mit 75 noch einen Marathon in der offiziellen Wertung schaffen zu wollen.

Auf mich wartet derweil eine schöne Überraschung: Während die einlaufenden Halben im Ziel von den knackigen, puschelnden Cheerleader "Flames" empfangen werden, jubelt mir der nicht minder knackige, frisch geduschte Waldbreitbach Lauftreff zu. Das motiviert doch für die zweite Runde, auf der Markus bereits seit einiger Zeit unterwegs ist und die ich jetzt beginne. Naturgemäß verspricht die deutlich einsamer zu werden, denn das Verhältnis zwischen Marathon- und Halbmarathonläufern liegt bei ziemlich genau 1:7 und damit im gewohnten Bereich.

Die Kamera habe ich in Anbetracht der trüber werdenden Lichtverhältnisse und mangels neuer Motive abgegeben und kann mich daher aufs Laufen konzentrieren. Und das fällt mir, ehrlich gesagt, alleine schon schwer genug. Die Voraussetzungen, ein schnelles Resultat zu erzielen, liegen hier wohl wie an kaum einem anderen Ort vor: Flach – ich habe nur 30 Höhenmeter pro Runde gemessen -, wenig Wind, optimale Temperaturen und sensationell viele Verpflegungspunkte. Dennoch fällt mir der weitere Verlauf alles andere als andere als leicht, ich muß ganz schön drücken und habe ständig den Blick an der Uhr. Fange ich an zu träumen, falle ich immer wieder ganz schnell unter den für die sub 4 Std. erforderlichen 5:40 min./km.

Wesentlich einsamer ist es inzwischen geworden. Die Verpflegungsstände sind zwar alle besetzt, aber viele Fans haben sich zurückgezogen, wer will es ihnen verdenken. Nur ungern berichte ich über das Folgende, aber die Zahl derer, die sich eine zweite Runde gönnen, ist gegenüber dem Vorjahr bedauerlicherweise stark zurückgegangen: Ganze 94 Namen weist die Ergebnisliste auf, im Vorjahr waren es noch 144 gewesen. Und auch der Halbmarathon hat deutlich Federn gelassen: 697 gegenüber 847 lautet hier die Bilanz. Als Veranstalter würde ich mich fragen, was ich falsch gemacht habe. Klare Antwort meinerseits: Nichts, Ihr Löninger, absolut nichts. Zumindest nichts, was uns aufgefallen wäre. Lag’s an den gerade begonnenen Sommerferien?

Ständig mit dem Blick auf die Uhr hole ich Markus kurz vor der 33 km-Marke ein, der seinem verletzungsbedingten Trainingsrückstand etwas Tribut zollen muß. Mit einer Colaflasche in der Hand bleibe ich an keinem Verpflegungsstand mehr stehen und kämpfe um jede Sekunde, sauknapp ist es. Und so bleibt es bis zum Ziel: Unter dem ohrenbetäubenden Jubel meines vollzählig brav an beiden Seiten des Zieleinlaufkanals versammelten Lauftreffs bleibt die Uhr bei brutto (und nur diese Zeit zählt hier) 3:59:46 Std. stehen. Punktlandung! Darüber etwas eindimensional nehme ich leider gar nicht den Streckenmoderatoren Andreas Menz wahr, bitte entschuldige, Andreas! Besonders hart trifft mich allerdings, daß die feurigen Cheerleader "Flames" bereits ausgefeuert haben. Aber was sind die schon gegen meine Mädels und Jungs?

Es gibt Freibier und eine schöne Medaille, was will man mehr? Eine ausgiebige Dusche und danach eine ordentliche Fete! Die genießen wir, wieder besser duftend und unverletzt, und feiern mit vielen anderen Aktiven, Angehörigen und Helfern eine beschwingte Marathon-Night-Party. Der musikalische Top-Act, die fünfköpfige Band „Skyfire" mit ihrer Live-Show ist Spitzenklasse und sorgt für eine ausgelassene Stimmung. Um 23 Uhr findet die Siegerehrung des Marathons statt. U.a. wird Elias Sansar für seinen dritten Sieg in Folge geehrt, der regionale Laufheld ist u.a. auch Seriensieger beim tollen Hermannslauf, den jeder mindestens einmal mitgemacht haben sollte. An den vielen Zelten und Ständen kann man es sich gutgehen lassen und um 23:30 Uhr überrascht man uns noch mit einem schönen Feuerwerk. Leute, haltet Euch diesen Sponsoren warm!

Hochzufrieden sind wir, als wir am Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück wieder heimfahren. Alle strahlen, unabhängig davon, ob sie nun 5, 10, 21 oder 42 km weit und in welchen Zeiten sie gelaufen sind. Das ist es, das zählt. Und daher steht diese Veranstaltung völlig zu Recht in der Beliebtheitsskala von M4Y ganz oben, eine noch bessere Adresse für nicht nur eine Lauftreffreise kann ich mir nicht vorstellen. Ich wünsche den Veranstaltern, daß der diesjährige Teilnehmerrückgang eine einmalige Erscheinung gewesen ist und sie im nächsten Jahr wieder auf tausend Ein- und Zweirundenläufer kommen. Selbst diese Zahl ist für die Güte des Hasetal-Marathons eigentlich zu wenig.

 

Streckenbeschreibung:
Flache 21,1 km-Runde mit 30 Höhenmetern.

Startgebühr:
30 bis 42 €, je nach Anmeldezeitpunkt.

Weitere Veranstaltungen:
Staffelmarathon, Halbmarathon, 10 km, 5 km, Schülerläufe, Inklusionslauf „Special Olympics“.

Logistik:
Mindestens 8 Verpflegungsstände auf der zweimal zu durchlaufenden 21,1 km-Runde mit Wasser, Iso, Cola, Obst und mehr. Kostenfreie Massage im Ziel. Kostenlose Dusch- und Schwimmöglichkeit im Wellenfreibad. Dort auch kostenlose (!) Stellplätze für Wohnwagen und –mobile sowie Zeltplätze. Kostenlose Übernachtungsmöglichkeit in der Sporthalle.

Auszeichnung:
Medaille, Urkunde, Funktionsshirt. Für die Staffelmarathonisten gibt es zehn prallgefüllte Bollerwagen zu gewinnen. Solch einen hätte ich als Belohnung für die Teilnahme meiner fünfundzwanzigköpfigen Schar auch genommen.

Zuschauer:
Im Start- und im Zielbereich wirklich viele und auch an mehreren Hotspots unterwegs, vor allem in den Bereichen der Verpflegungsstellen und Moderatoren

 

 

 

 

 

 

 
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Informationen: Remmers Hasetal-Marathon
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