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Laufberichte

Spezialitäten aus dem Allgäu (Ultra-Trail)

23.08.09

Ist er heute auf einer kulinarischen Reise? Das könnte man beim Lesen der Überschrift meinen. Mitnichten. Doch Lukullisches gibt es vom Allgäu Panorama Marathon schon zu berichten. Zum ersten Mal in Sonthofen ein Trail, „das ist was für Dich“, so hat der Erfinder des langen Kantens Axel Reusch mein Interesse schon im Vorjahr geweckt.

Ich reise am Samstag an und komme gerade rechtzeitig zur Nudelparty, die für alle Läufer kostenlos ist. Gutscheine gibt es in den Startunterlagen nicht. Der Koch schaut den hungrigen Mensch an und serviert eine Ladung Pasta. Wer nicht als lauftreibend ausschaut, der wird nach seiner Strecke und seiner Startzeit befragt und erhält dann seine Portion. Wer da keine Antwort hat, der muss dann halt ein paar EURO hinlegen.

Aufgrund der großen Anmeldezahlen ist die Ausgabe der Unterlagen und die kleine Laufmesse in die Markthalle Sonthofen verlegt worden. Hier ist dann genügend Platz für die rund 900 Interessierten.

Vortag/Abendspaziergang in Sonthofen

 
© marathon4you.de 7 Bilder

Meine Startnummer erhalte ich in wenigen Augenblicken. Als Ausrüstung für den Ultra werden eine Pfeife und eine Alu-Rettungsdecke ausgegeben, dazu erhalten alle ein Funktionsshirt und diverse Schmiermittel für die Beine. Für den Trail wird das Mitführen eines Handys vorgeschrieben, dazu sollte jeder Getränke und ggf. ein paar Gels und Riegel mitführen. Denn die Versorgung wird als semi-aided beschrieben. Es gibt also ein paar Hauptversorgungsstellen mit vollem Programm und dazwischen etwa alle sieben Kilometer Wasser-/Iso-Stellen. Und in den zahlreichen langen Anstiegen können sieben Kilometer verdammt lang sein, wenn man nichts zu trinken bekommt.

Am Abend mache ich noch einen Spaziergang mit Daniel und einem weiteren Trailer. Es geht hinauf zur Sonthofer Burg und dann in eine Wirtschaft in der Stadtmitte, wo wir uns bei einem Bierchen das notwendige Schlafmittel auf Hopfenbasis holen.

An nächsten Morgen ist auf dem Parkplatz beim Wonnemar ein Verschlafen schier unmöglich. Aufgrund der frühen Startzeit, um 06:00 Uhr, mochte ich mich nirgends einquartieren. Wer kann es denn einem Quartiergeber zumuten, für eine Nacht um vier Uhr ein Frühstück zuzubereiten? Ich nicht.

Am Morgen trödle ich noch herum, bevor ich mich um 05:50 Uhr auf dem Weg zum 800 Meter entfernten Allgäu Outlet mache. Dort ist dann der Start. Und ich komme gerade noch rechtzeitig, höre, wie die letzten Sekunden heruntergezählt werden und dann einen Schuss.

Erste Kilometer

 
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Es ist jetzt noch fast Nacht, das Morgengrauen hat schon eingesetzt, hoffentlich beginnt der Tag nicht mit einem Morgengrausen. Fürs Fotografieren fehlt noch deutlich das Licht. Für einige wenige Blitzaufnahmen wird’s schon reichen. Aufgrund meiner Trödelei bin ich am Ende der Läuferschlange, auch mal eine andere Erfahrung. Dafür heißt es jetzt „morgens um sechs, im Frühtau, ab in die Berge, marsch, marsch.“ Stimmt auf die Sekunde.

Ein paar Meter geht es auf den abgesperrten Straßen dahin, die Zuschauer können wir fast an einer Hand abzählen. Die sind in aller Herrgottsfrüh aufgestanden. Dann wird die Iller auf einem Steg überquert. Ja, dahinten geht es ohne Stress ab. Man ratscht, erkundigt sich nach Neuem, was man im Herbst noch machen will oder sagt ganz einfach „Guten Morgen“, wie der Klaus Neumann.

Nach etwa zwei Kilometer endet die Einrollphase, es geht ins Gelände nach links. An der Kurve bleibe ich stehen und habe dann gleich den Thomas Schmidtkonz vor meiner Linse. Die nächsten Kilometer sind noch alle belaufbar. Die Asphaltpiste endet dann, es folgt ein kurzer grasiger Feldweg. An einigen Punkten bleiben immer wieder Läufer stehen und fotografieren. Temperaturmäßig wird es so 12 Grad haben, kurzes T-Shirt und kurze Laufhose sind grad richtig. Warme Sachen braucht man nicht mitnehmen, denn in große Höhen dringen wir nicht vor. Und wer will, kann sich an eine Stelle Wechselklamotten hinbringen lassen.

Sonnenaufgang

 
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Immer weiter geht es aufwärts, manchmal auf Graswegen, die aufgrund des Nebels ein wenig glitschig sind. Dann folgt ein kurzer Stich in einem Waldstück, auch auf Wurzeln müssen wir aufpassen. Wir  verlassen den Wald und sehen – blauen Himmel über uns und linkerhand den wallenden Nebel über dem Tal. Dahinter lugt der Grünten hervor, der Wächter des Allgäu. Und dann nach wenigen Augenblicken ein paar Meter weiter sehe ich die Sonne hinter den Bergen im Osten emporsteigen. Ein herrlicher Moment, ich möchte verweilen.

Ich komme kurz ins Reden mit Dieter Ehrenberger und Oliver Kowalski. Beide sind sehr optimistisch eingestimmt auf das Abenteuer. Wechselnd weniger oder mehr steil geht es zur Weltcuphütte. Die Sonne schickt schon ihr mildes Licht und wärmt ein wenig.

Dann wieder ein Bekannter. Jürgen Teichert, der Mann, der jeden Lauf nur einmal macht. Heute ist er in Begleitung mit Waldemar Moritz. Quasselnderweise lasse ich beide weiterziehen, denn ich will meine Scharte von Davos ausmerzen, wo meine Kamera schlapp gemacht hat. Heute sollen es viele Bilder werden.

Dann kommt bereits die erste Wasserstelle. Es gibt hier sogar noch Isogetränke. Einen Becher hinter die Binde, dann mache ich mich auf den weiteren Weg.

Laufend über die Hörnergruppe

 
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Ein Pärchen fällt mir auf. Die Nicole Benning und der Jochen Höschele. Das Timing oder vielleicht der Zufall, just an der Stelle, wo ich beide im letzten Jahr geknipst habe, wollen sie abermals auf den Chip und fragen artig. Auf mein „bitte recht freundlich“ grinsen sie wie ein Honigkuchenpferd.

Es folgt ein ruppiger Teil über Wurzeln, Steinen und Stufen um das Sigiswanger Horn herum. Einen guten Kilometer müssen wir aufpassen, mitunter ist auch der Weg schmal.

Es folgt ein Auf und Ab mit wenig Höhengewinn. Doch dann vor dem Weiherkopf kommt ein übler Anstieg, den wir im Gänsemarsch hinter uns bringen. Oben ist dann der erste der drei Hauptanstiege geschafft. Ein schöner Ausblick in die Allgäuer Berge. Im Tal hält sich immer noch der Nebel.

Die folgende Passage zum Sattel bei der Hörnerbahn sollte vorsichtig bergab gelaufen werden, nicht dass uns der Riesel die Füße wegzieht und die Backenbremse benützt werden muss.

Es folgt ein kommoder Asphaltweg, Tendenz fallend an der Alpe Hinteregg vorbei zum Berghaus Schwaben. Dort wartet ein kurzer Gegenanstieg. Der folgende Trail zum Bolgenstall ist leicht wellig, aber einfach zu belaufen. Dort, etwa bei Kilometer 17, haben 2008 zwei Allgäuer Burschen mit Bier und Schnupftabak das ganze beobachtet. Heute liegen sie wohl noch in ihrer Kiste. Und just da ist die Trennung. Die Marathonis biegen später links ab, für uns geht es geradeaus ins Neuland.

Beiderseite des Riedbergpasses

 
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Mittlerweile zieht sich doch das Läuferfeld auseinander. Jürgen Teichert springt auf eine Kuhtränke zu und säuft das Quellwasser, das aus einem Rohr herausläuft. Das sind interessante Motive, die ich liebe.

Unterhalb des Riedberger Horns wechseln wir dann in ein anderes Weidegebiet. Das Wechselgatter, wo immer nur einer durch kann, ist blöd gebaut. Wer nicht aufpasst, der bleibt mit der Seite oder der Hüfte an dem Eisenteil hängen und kann sich so leicht prellen. Nach einem kurzen Bergabstich geht es ein kurzes Stück gefällig bergab, dann sind wir an der Grasgehrenhütte (Kilometer 19).

Hier ist die erste Hauptverpflegungsstelle. Butterbrote, Salz, Bananen, Riegel sind zu haben. Dann eine Allgäuer Spezialität, ein Zwetschgendatschi, wo ich gleich zwei, drei Stücke verzehre. Dann steht noch ein Weizenglas mit einem „Noagerl“ herum. Udo Stief verlangt dann Bier, worauf die Helferin nachschenkt. Und ich lasse mich mit dem Weizentrunk auch noch bedienen. Mit vollem Ranzen mache ich mich dann weiter. Mir kommt ein Bäuerchen aus.

Immer wellig, mal stärker, mal weniger steil geht es voran. An der Alpe Dinjörgen lassen sich die Kälber von uns beim Fressen nicht stören. Später geht es auf einer Asphaltbahn relativ eben weiter. Ich komme mit Lothar Simon und Sabine Martin ins Quatschen. Wir genießen den Sonntagmorgen bei Sonnenschein. Später geht es rechts ab und leicht ansteigend.

Der Berthold Eichkorn zeigt auf seine Schnapsnummer. Die 99 ist’s. Da musste er aber aufpassen, denn die kann man verkehrt herum auch anbringen. Dann rödelt der Zeitnehmer, wenn der es nicht bemerkt, dass der Sponsor einen Kopfstand macht. Heute wäre das nicht tragisch, denn die Zeit wird anhand eines Transponders ermittelt.

Kurz hinter Kilometer 30, der befestigte Fahrweg endet, freut es den richtigen Trailer, denn Grasweg folgt. Später würde es auch Kinder freuen, denn Richtung Rohrmoos laufen wir dann über Bohlen, die das Versinken im Sumpf vermeiden sollen. Aber da schon einige Läufer voraus sind, ist der Boden entsprechend aufgeweicht. Unser Schuhputz leidet gehörig. Besonders bei jenen, die auf den rutschigen Brettern den Halt verlieren. Und dann hat der Schuh eine Einheitsfarbe – braun! Wer noch mit seinem hinteren Körperteil den Boden berührt, der muss dann Spott aushalten können.

Im Kleinwalsertal

 
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Dann folgt eine Schranke und links zeigt ein Schild, dass wir in Österreich angekommen sind. Herzlich willkommen, so werden wir begrüßt.

Beim Gasthof Hörnlepass gibt es wieder Vollpension. Es wird zugegriffen. Ach ja, die zwei, drei Minuten für eine gescheite Nahrungsaufnahme sollte man sich schon gönnen. Denn im Vorbeilaufen sich was greifen, das ist sicherlich zu wenig. Gleich nebenan liegen die Rucksäcke mit der Wechselbekleidung.

Später wechseln wir auf einer Hauptstraße die Talseite im Kleinwalsertal und kommen nach Westegg. Es folgt der zweite Hauptanstieg zum Söllereck. Zuerst ein Anstieg auf Asphalt noch im Dorf, dann kommen ein paar unbequeme Treppen.

Bei einer Alpe sehe ich einen schönen Holzbrunnen, wo einer sich Wasser über die Birne schüttet. Alte Bauernhäuser sind zu sehen. Interessiert zeigt sich auch das Allgäuer Braunvieh, als ich mal wieder zum Fotoschuss stehen bleibe. „Die Zeit muss sein“, höre ich von einem Wanderer, als ich an einer Bergkapelle stehen bleibe. Je näher wir dem Söllereck kommen, desto mehr Touristen sind unterwegs.

Richtung Söllereck/Oberstdorf

 
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Später geht es durch ein Hochmoor auf einem Holzpfad, wo mich Claus Brock von den Zollerburgläufern um ein Bild bittet. Über das Hühnermoos und die Hochleite geht es zum idyllisch im Wald gelegenen Freibergsee. In diesem Bereich ist ein schwieriger Abschnitt, es geht hinunter über Wurzeln und Stufen.

Dann verlassen wir den Wald und sind in der Talebene angekommen. Nach Norden blickend ist Oberstdorf zu sehen. Durch die frisch gemähten Wiesen geht es auf St. Loretto zu. Das sakrale Gebäude ist schon eine Zeitlang zu sehen gewesen. Gerne würde ich einen Blick hineinwerfen.

Vom Skistadion Oberstdorf auf den Sonnenkopf

 
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Jetzt laufen wir am Eissportzentrum sowie an der Talstation der Nebelhornbahn vorbei. Dann führt uns der Weg hoch zur Erdinger Arena, der Skisprunganlage in Oberstdorf, wo in den Tagen nach Weihnachten die Vierschanzentournee eröffnet wird.

Für die Ultraläufer ist es so geregelt, dass in der Arena eine Versorgungsstation eingerichtet wurde. Auch können Läufer hier ihren Wettkampf nach 49 Kilometer regulär beenden. In der Arena sehe ich dann Karl Ziegelmeier auf der Bierbank sitzen. Für ihn ist Feierabend, denn am kommenden Wochenende wird er sich der Prüfung am Ultra Trail am Mont Blanc stellen. Ich verpflege wieder ausgiebig, auch mit Hopfenkaltschale und fülle meine Wasserflasche auf. Es folgt nämlich der härteste Anstieg. Rund zehn Kilometer mit knapp 1000 Höhenmetern auf den Sonnenkopf (1712 Meter).

Ich verlasse die Arena auf der Straße Richtung Seealpe. Nach zwei Kehren zweigt der Kurs zum Gasthof Breitenberg ab. Wir gewinnen rasch Höhe. An einer Bank ziehe ich mein T-Shirt aus, das Singlet reicht jetzt völlig.

Eine ganze Zeitlang ist Bärbel Fischer aus Rodgau mein Gesprächspartner. Wir quatschen auch  über den 50er in Rodgau im Januar. An einigen freien Stellen dürfen wir bereits wieder ein schönes Panorama genießen, wie an der Gaisalpe. Da sind wir schon gut 350 Höhenmeter über dem Talgrund. Wieder eine Wasserstelle.

Es folgt nun ein Singletrail über den Gaisalptobel in Richtung Schöne Aussicht. Einige Konkurrenten sind jetzt wieder in Schlagdistanz. Es geht sehr steil zur Sache. Dann lässt die Steigung wieder nach. Ich bin froh, wieder laufen zu können.

Dann kommt nach dem Entschenalp-Hof der Abzweig zum Sonnenkopf. Der folgende Kilometer ist der schwerste des ganzen Laufes. Ich vergleiche ihn mal mit dem Anstieg beim Glacier3000Run. Rund 250 bis 300 Höhenmeter. Laufen unmöglich, schnell marschieren ebenfalls. Kurze Tritte suchen, gleichmäßig gehen, nach Möglichkeit nicht nach hinten wegrutschen, das ist an diesem Stück zweckmäßig. Einige Läufer kann ich hier hinter mir lassen. Einer sitzt am Rand, fertig mit der Welt.

Wer hier ohne Wasser unterwegs ist und wen es dürstet, der kommt in ein tiefes Tal. Wie soll man hier wieder herauskommen? Die steile Fahrspur endet. Fast genauso unbequem führt uns nun der Bergpfad nach oben. Vom oben kommende Wanderer feuern uns an. „Schiebt’s halt an“, kommt meine Aufforderung. Als Antwort höre ich, „ihr habt noch etwa 100 Höhenmeter.“ Das ist eigentlich nicht viel.

Vor mir sehe ich einen Trailer, der einen Wanderer um Wasser anbettelt. Der hilft aus und begleitet den Läufer auf den letzten Höhenmetern nach oben. Wir verlassen den Wald und dann sehe ich das Gipfelkreuz nach zwei, drei Kehren vor mir.

Ein weiterer Sportler steht abseits des Bergpfades im Gestrüpp. „Was macht der da?“ denke ich. „Sucht der etwas?“ Und dann klingelt bei mir. Der pflückt Blaubeeren. Eine gute Idee, endlich ein fruchtiger Geschmack. Nach zwei Handvoll Beeren im Bauch steige ich die fehlenden Meter zum Sonnenkopf. Hier sitzt ein Pärchen am Gipfel, Carmen Obel und Heiko Kollas. Ich gebe ein Gipfelbild für das Beweissicherungsverfahren in Auftrag.

Endlich kommt das Ziel näher!

 
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Nun ist das ärgste geschafft. Nur mehr knapp zehn Kilometer bergab. Nach etwa ein, zwei schwierigen Kilometern bergab finden wir noch eine Versorgungsstelle. Eine schöne Aussicht bietet sich uns. Nach Aufforderung wird mir ein einheimisches Hopfenprodukt angeboten. „Des is fei a richtigs Bier“, schwäbelt der Helfer. „Nur her damit“, sage ich. Der Peter Spengler lässt sich gleich auf einem Stuhl nieder. „Passt’s ma auf den auf. Nicht, dass der Peter bei euch versumpft“, so mache ich mich auf den weiteren Weg.

Die Wege sind nun gut zu belaufen, auch wenn mal ein kurzes Stück durch eine Almwiese führt. Ich sehe ein Schild des Ultra-Trail und dahinter eine Kuh. Wieder ein interessantes Motiv. Ich muss mich aber sputen für die Fotoarbeit, denn die Kuh kommt angewackelt. Nicht dass mir die über meine salzige Birne schleckt.

Am Sonthofer Hof (1180 Meter) stehen ein paar Einheimische mit ihren Kuhglocken und lärmen, was geht. Da hole ich die Pfeife heraus und muss dann lautstark loslachen. An der letzten V-Stelle kriege ich noch einen kühlen Schluck Pils ab, na ja, war wohl eher ein langer Zug aufgrund des Magenunterdrucks.

Zwei Frauen, die ich jetzt namentlich nicht nennen will, stürmen auf und davon. Wie wenn sie einen Opferstock ausgeraubt hätten. So einen Endspurt habe ich nicht mehr.

In Hofen sehe ich eine Kapelle am Ortseingang und dann werden wir Richtung Beilenberg eingewiesen. Nach rund 200 Meter auf der Straße geht es über eine kleine Rampe in das Tal des Schwarzenbach, immer weiter bergab. Wir verlassen den Wald an der Wassertretanlage. Es geht auf der Straße über das Bahngleis und um das Zielgelände herum, wo jeder Finisher herzlich willkommen geheißen wird. Ja, schon ein hartes Rennen.

Im Ziel

 
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„Wo bleibst Du denn“, höre ich von Bernie Manhard, fast vorwurfsvoll. „ich hab Dich vor dem Daniel erwartet.“ „Heute genießen und viele Bilder schießen“, das kriegt er als Antwort. Und dann ist wieder Friede, als er mir eine frische Halbe anbietet.

Gesamtsieger Ultra-Trail

 
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Ja, ein Vergleich zum K78 in Davos ist schon möglich. Ich finde die Strecke fast noch ein wenig schwieriger aufgrund der wechselnden Streckenbeschaffenheit und aufgrund der 800 Höhenmeter, die Sonthofen mehr aufzubieten hat. 3000 sind ja eine ganze Menge. Für mich geht es jetzt zu unserer Wanderwoche von Hütte zu Hütte auf dem E 5 von Rovereto nach Verona. „Arbeite uns nicht auf“, konnte ich schon von Vereinsfreunden hören. Keine Sorge, ich gehe hinten.

 

Informationen: Allgäu Panorama Marathon
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