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Laufberichte

Es gibt nur Sieger

25.10.09

Vor dem Start

Wer die Startunterlagen noch nicht abgeholt hat, kann das am Veranstaltungstag in einem großzügigen Raum im zweiten Stock erledigen; wer noch eine kleine Stärkung braucht, kann sich nebenan noch etwas Kleines zu essen, einen Kaffee oder sonst ein Getränk besorgen.

Zwei Minuten zu Fuß vom Zielgelände entfernt ist im Sportcenter Smash die Damengarderobe, eine Neuerung für mehr Komfort. Diese, der gestiegenen Teilnehmerzahl geschuldete  Anpassung der Infrastruktur bedeutet, dass alle Garderoben in der nahen Schulanlage Würzenbach den Herren zur Verfügung stehen, was für beide Geschlechter unbeengte Platzverhältnisse bedeutet.

Auch in der Garderobe ist die Stimmung locker und unverkrampft. Der strenge Geruch von Wintergrün und anderen wärmenden Ingredienzen der eingeriebenen Wundermittelchen helfen mir durchzuatmen. Der Schnupfen, der sich am Freitag mit einem leichten Brennen angekündigt hat, ist Tatsache geworden und bringt mich im Vorfeld zur vernünftigen Planung meiner Einteilung der Kräfte. Nur die Zeiteinteilung habe ich nicht im Griff. Vor lauter Plaudern links und rechts bin ich etwas spät dran, denn ich habe mich noch mit der „Laufenden Nase“ verabredet. Er ist einer der Läufer, die mit besonderen Aktionen bei ihren Läufen Geld für einen guten Zweck sammeln. Daniel Raum ist dabei an der roten Nase und den Jonglierbällen zu erkennen, die in Luzern während 21 Kilometern laufend in Bewegung sein werden. Ich schaffe es zwar fast,  rechtzeitig am vereinbarten Ort aufzukreuzen, trotzdem können wir uns nicht finden. Schade, ich würde ihm gerne auch einen Platz in der Bildergalerie einräumen.

Am Start

Dass wir uns nicht sehen liegt vielleicht daran, dass eine halbe Stunde vor dem Start beim Verkehrshaus ein emsiges Treiben herrscht. Viele Teilnehmer vertrauen der Organisation mit stoischer Ruhe und kreuzen erst jetzt, dreißig Minuten vor dem Start, bei der Startnummernausgabe auf…

Die Calypsos-Steelband, die erste von 26 Musikformationen, sorgt am Ende der Startaufstellung für musikalische Sonne – die richtige hat sich mittlerweile auch ziemlich gegen die Wolken durchgesetzt. Von hier bis zur Startlinie ist es noch eine weite Strecke, für die einzelnen Startblöcke ist zweifellos genügend Platz vorhanden. Beim Startbogen steht Viktor Röthlin, stimmt das Feld auf das Abenteuer ein und schickt uns auf die Strecke. Kurz bevor die Zugläufer für vier Stunden an mir vorbeiziehen, nehme ich meinen Lauf ebenfalls in Angriff.

Bis ich die Startlinie überquere, habe ich meinen Tritt gefunden und kann ungehindert mein Tempo laufen. Blechmusik links, Dudelsackklänge der „Pipes and Drums of the Lucerne Caledonians“ rechts, auf beiden Seiten Zuschauer, die sich nicht zufällig an die Strecke verirrt haben – wenn es so weitergeht, dann gibt es eine lockere Sache.

Luzern bis Horw

Wer sich im Vorfeld keine Zeit für eine Stadtbesichtigung genommen hat, dem droht schon auf dem zweiten Kilometer eine akute Reizüberflutung. Die Menschenmassen am Straßenrand sind das eine, der Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt das andere. Beim Überqueren der Seebrücke liegen rechts im Blickfeld die Kapellbrücke und der achteckige Wasserturm aus dem Jahre 1300, dahinter die Jesuitenkirche. In diesem ersten großen sakralen Barockbau der Schweiz wird eine Originalkutte von Bruder Klaus, dem Schweizer Nationalheiligen, aufbewahrt. Weil ich die orange Kutte des Marathon-Klaus trage, muss ich meine Augen noch für weitere Sehenswürdigkeiten offen halten. Zum Beispiel für den Luzerner Hausberg, den Pilatus. Schwierig zu erkennen ist der nicht, da er sich im Hintergrund dieses Ensembles aus verschiedenen Zeitepochen unübersehbar über die Altstadtsilhouette erhebt.

Am Ende der Seebrücke geht es links dem Seebecken entlang, am Bahnhof vorbei. Der gläsernen, von Santiago Calatrava gezeichneten Front ist das alte Bahnhofsportal von 1896 vorgesetzt, das den Bahnhofbrand von 1971 überstanden hat.  Ein weiterer Stararchitekt hat gleich nebenan das Kultur- und Kongresszentrum Luzern gebaut, das KKL.  Jean Nouvel hat dabei seine Idee der „Inclusion“,  das Äußere nach innen und das Innere nach außen zu tragen, eine konkrete Form gegeben mit Wasserkanälen, die direkt ins Gebäude hineinführen und einem Dach, das bis über den See hinausreicht.

 
 

Informationen: SwissCityMarathon Lucerne
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