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Laufberichte

Jeffrey's Story und der Marathon in Antalya

07.03.10
Autor: Klaus Duwe

Der Lauf

Startplatz ist wieder auf der Konyaalti-Straße gegenüber dem Antalya Museum, eine geniale Lösung. Der Blick auf den Strand und auf die Taurus-Berge ist einmalig schön. Viele kostümierte Läuferinnen und Läufer sind zu sehen. Aber niemand wird so oft abgelichtet, wie unser Marathon-Hero 09 Dietmar Mücke. Ich glaube, manchem Türken ist ein Foto mit dem Pumuckl so viel Wert, wie die Marathon-Urkunde.

Der Marathon wird zusammen mit dem 10 km-Lauf um 9.00 Uhr gestartet, die „Halben“ laufen 90 Minuten später los. Die türkische Presse hat die Story um Jeffrey und Deniz begeistert aufgenommen. Gestern schon hatten sie einen Presse- und Fototermin nach dem anderen und auch jetzt sind sie ständig von Fotografen und Kamerateams umlagert. Applaus, als sie noch einmal offiziell vorgestellt werden. Dann gibt es traditionell die Nationalhymne, die die Türken mit geschlossenen Augen mitsingen und schon geht es los.

Rechts passieren wir den Platz der Republik mit dem großen Denkmal für Kemal Atatürk (1881 – 1938), dem Begründer der modernen Türkei, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Dächer der Altstadt, die Yivli Minare Moschee, das Meer und den Hafen hat.

Weiter geht es durch die Palmenallee der Atatürk-Straße. Vor dem Hadrianstor steht eine als Römische Soldaten verkleidete Gruppe. Das Tor wurde anlässlich des Besuches von Kaiser Hadrian in Antalya im Jahre 130 n. Chr. Erbaut. Daneben erkennt man Reste der alten Stadtmauer.

Ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal so viele Menschen an der Straße standen wie heute. Der Marathon kommt bei der Bevölkerung immer besser an. Auch das Läuferfeld war noch nie so groß. Wir erreichen die Straße entlang der Steilküste und haben rechts den schon tausendfach fotografierten aber immer wieder faszinierenden Blick auf das Meer und die schneebedeckten Taurusberge, die man heute allerdings mehr erahnen als sehen kann.

Trotzdem muss ich an zuhause denken, wo der Winter noch einmal tüchtig zugeschlagen hat. Bei inzwischen um die 18 Grad und strahlender Sonne laufen wir entlang gepflegter Grünanlagen mit Palmen, blühenden Bäumen, Sträuchern und vielen Picknick-,  Spiel- und Trimmplätzen. Hier ist längst Frühling. Die Orangenbäume hängen voller Früchte und nirgendwo schmecken sie so gut wie hier.

Nur die schneller 10er, die uns auf der Gegenbahn entgegenkommen, beachten den Feuerschlucker kaum. Die Spaßläufer im hinteren Feld dagegen machen massenweise ihre Fotos und warten, bis die nächste Flamme in den blauen Himmel steigt.

Nach der 10km-Wende wundere ich mich, wie viele sich den Marathon vorgenommen haben. Zwei sind aber aus Versehen dabei. Einem Laufkameraden fällt auf, dass zwei Engländer mit einer schwarzen Nummer (Halbmarathon) unterwegs sind und macht sie darauf aufmerksam. Erst jetzt merken sie, dass sie beim falschen Wettbewerb gestartet sind. Sowas nennt man einen Frühstart, der Halbe wäre doch erst 1 ½ Stunden später dran gewesen. Enttäuscht machen sie kehrt und traben zurück. Auch sonst bleibt es unterhaltsam und ist niemals langweilig. Dafür sorgen auch viele Musik- und Tanzgruppen an der Strecke, nicht zu vergessen, die freundlichen Mädels und Jungs an den zahllosen Getränkestellen.

In Lara geht es deutlich abwärts, denn von der Steilküste führt uns die Strecke nun direkt an den Sandstrand beim Clubhotel Sera (km 12). Hier ist echt der Teufel los. Musik und viele begeisterte Zuschauer empfangen uns. Dann kommt der neue Streckenabschnitt, der mich schon letztes Jahr begeistert hat.  Ein paar Kilometer geht es auf der Strandpromenade direkt am Meer entlang. Ich kann mich nur wiederholen: Schöner kann man nicht laufen. Es ist ein Traum - Sonne, Palmen, Meer – phantastisch. Auch den anderen Läufern fallen links in der  Parkanlage die vielen hundert Grillplätze auf und man fragt sich, was hier wohl im Sommer los sein wird.

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Informationen: RUNATOLIA Antalya Marathon
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