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Laufberichte

An der schönen ''grauen'' Donau

11.04.10

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite kommen uns jetzt auf zwei Kilometern die Läufer entgegen, die fast genau 10 km vor uns liegen. Das bietet sich für mich wieder für eine längere Fotoserie an. Begeistert bei der Sache sind hier auch einige Cheerleaderinnen, obwohl das Wetter dazu ja nicht gerade einladend ist.

Auf einer langen von Bäumen gesäumten Straße zwischen km 29 – 30 steht das Wasser so hoch auf dem Teer, dass man aufpassen muss, wo man hintritt, um nicht nasse Füße zu bekommen. Kurz danach ist der südlichste Punkt der Strecke erreicht. Hier muss vor kurzem ein kräftiger Schauer runter gekommen sein. Bisher bin ich noch ziemlich davon verschont geblieben.

Aber nach 3 ½ Stunden erwischt es mich dann und Hagel ist auch noch mit dabei. Zwei Musiker haben sich unter eine überdachte Bushaltestelle verzogen und sorgen noch für richtig zünftige Musik. Da kommt mir ins Bewusstsein, dass uns an musikalischer Unterhaltung bisher eigentlich recht wenig bis fast Nichts geboten wurde, da wäre noch deutliches Verbesserungspotenzial vorhanden. Aber vielleicht war ja einigen das Wetter zu schlecht.

Der letzte Kilometer führt mich im leichten Regen über die Linzer Landstraße durch die wunderschöne Altstadt. Vorbei an der spätbarocken Fassade der gelben Ursulinenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Ein Stück weiter steht rechts vor dem Zieleinlauf der Alte Dom. In dieser Kirche und an seiner Orgel war Anton Bruckner 1856 – 1868 Domorganist. Auch nach seinem Weggang aus Linz kam er immer wieder hierher zurück, um auf der Orgel zu spielen.

Dann habe ich den Hauptplatz erreicht und bin im Ziel, wo Jan schon auf mich wartet. Heute werden auf diesem Platz wir Sportler öffentlich vorgeführt, bis zum Jahr 1716 war das weniger angenehm, hier befand sich nämlich der Pranger. Die Strafe bestand vor allem in der öffentlichen Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein „normales“ Weiterleben in der Gemeinschaft erschwerte, für uns ist eher das positive Gegenteil der Fall. Menschen sind genügend da, die Tribünen sind gut gefüllt, trotz des jetzt doch sehr unangenehmen Wetters.

Ein Stückchen hinter dem Hauptplatz und dem Zielbereich hat man für die Läufer eine Versorgungsstation aufgebaut. Was mir sehr gut gefällt ist die Trennung der Marathonis von den anderen Teilnehmern, so geht alles ruhig und entspannt zu, nicht einmal am Massagezelt gibt es Wartezeiten. 4.000 Liter Bier erwarten uns am Ausschank habe ich gelesen und eiskalt ist auch, so wie es sich eigentlich gehört, wenn nur das Thermometer jetzt ein paar Grad mehr anzeigen würde, so bleibt’s bei mir bei einem Becher und hole mir lieber zum Aufwärmen noch einen heißen Tee.

888 Marathon-Finisher gibt es. Liebe Österreicher und Marathonläufer, hier ist auf den Straßen und auch am Bierstand im Ziel noch Platz für viel mehr.

Eigentlich wollten wir nach dem Lauf noch irgendwo ein Stück Linzer Torte verdrücken. Da hat uns aber doch das Aprilwetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Grund mehr, hier mal wieder zu laufen.

Marathonsieger

Männer

1  Mbote Jason KEN Volare Sports 2:13:20
2  Pflügl Christian AUT Sportunion IGLA Long Life 2:16:58
3  Bett Hillary KEN Demadonna 2:19:16

Frauen

1  Gradwohl Eva-Maria AUT LCC Wien 2:34:10
2  Vilisova Tatiana RUS 2:45:31
3  Marits Tina, Mag. AUT HSV Laufsport Kaisersteinbruch 2:48:38

 

 
 

Informationen: Oberbank Linz Donau Marathon
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