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Laufberichte

Wo sind die Ultras?

14.07.18 Night 52
 

Brettens gute Verkehrsanbindungen an die Autobahnen A5, A8 und A6 sind an diesem Wochenende nicht von Vorteil. Wegen Ferienbeginn und Sperrung der A6 sind Staus vorprogrammiert. Norbert und ich schaffen es trotzdem pünktlich; unser Auto kommt in der hintersten Ecke des großen Parkplatzes, unweit des Sportgeländes zum Stehen.

Auf der Straße vor dem Sportplatz herrscht bereits Ausnahmezustand. Unter dem großen Startbanner werden gerade die Schülerläufe ausgetragen. Den Zuschauern wird hier einiges geboten. Im Rahmen des etablierten Kraichgau City Cups gibt es 800 bzw. 1600 m-Läufe für Schüler, ein 5 km Lauf auch für Walker und den 10 km Lauf.

Ich zähle im Start bzw. Zielbereich 4 Verpflegungsstationen an verschiedenen Standorten. Da sollten doch trotz der Hitze alle Läufer genug zu trinken bekommen. In der etwas nach hinten versetzten Halle nur für die Ultras ist es angenehm ruhig. Schnell bekommen wir unseren Starterbeutel mit der Startnummer und viele gute Wünsche für den Lauf. Wir freuen uns über ein baumwollenes T-Shirt. Seit es preiswert Funktionsstoffe gibt, bekommt man ja jetzt überall Läufershirts; Norbert und ich haben einen ganzen Schrank voll. Ein Baumwollshirt, diesmal in der Farbe Rost mit night52 Aufdruck, ist da etwas Besonderes.

Auf den ersten Blick erkennen wir wenig Bekannte. Nanu, wo sind die denn alle? Scheinbar sind heute noch einige Konkurrenzveranstaltungen in der Nähe, so dass tatsächlich nur 105 Einzelstarter und 5 Staffeln an der Linie stehen werden. Das ist für einen Ultra zwar beachtlich, wird aber der Qualität der Veranstaltung nicht gerecht.

Wir haben aber keine Zeit uns zu wundern, denn das Briefing mit Simon und Armin steht an. Für mich ist größte Neuerung die Einführung eines Cut Offs bei km 40 um 23 Uhr 30. Schnell wird jedoch darauf hingewiesen, dass man trotzdem weiter laufen kann, aber später keinen Anspruch auf die letzte Verpflegung mehr hat. Das finde ich in Ordnung, irgendwann muss ja auch Schluss sein. Im Ziel ist dann sicher wieder Party. Ich bin normalerweise unter den Letzten, trotzdem gab es immer noch Suppe, Kuchen und Bier satt. Ansonsten ist wohl alles beim Alten, man folgt den grünen Pfeilen und muss die StVO beachten.

 

 

Wir bleiben so lange es geht in der Halle. Dann scheint es draußen nicht mehr ganz so heiß zu sein. Der Moderator schwört das Publikum auf den bevorstehenden Start des night52 ein. Das Feld ist versammelt, es wird gescherzt und gelacht. Kurz vor dem Start werden wir auf die andere Seite des Startbogens gebeten. Lustig: wir standen auf der falschen Seite. Alle, die vorhin hinten waren, sind jetzt vorne. Ein hektisches Geschiebe beginnt. Trotzdem lassen sich die Ultras nicht aus der Ruhe bringen. Der Moderator begrüßt einen Läufer, der gerade erst angekommen ist. Er stand wohl noch im vorhin angesprochenen Stau. Natürlich lassen wir ihm Zeit, seine Startnummer zu holen. So laufen wir halt ein paar Minuten später los.

Dann ertönt aber doch der Startschuss, und die vielen Zuschauer bereiten den Ultras einen würdigen Start. Die erste VP steht nach wenigen Metern und die Helfer und Läufer machen sich einen Spaß daraus fiktive Becher zu greifen.

 

 

Es geht die Straße entlang und dann scharf links auf der Parallelstraße wieder zurück. Zuschauer, die sich auskennen, haben vom Startbereich hierher gewechselt und feuern uns noch einmal an. Es geht an der Statue eines Läufers vorbei zur Stiftskirche mal rechts und mal links aus dem Stadtkern heraus. Ums Neue Rathaus und in Gegenrichtung um das berufliche Schulzentrum herum sind Norbert und ich schon bei den Letzten. Da schaltet eine Ampel auf Rot, die Meute vor uns muss anhalten und wir kommen wieder heran. Die Strecke führt unter der Eisenbahn hindurch an der stark befahrenen B294 entlang. Wir verlassen den Ort und es geht steil bergauf. Hier müssen wir wieder abreißen lassen. Norbert wird, wie immer bei Nachtläufen, die ganze Strecke mit mir laufen.

Bald liegt Bretten samt toller Weitsicht auf die Hügel des Kraichgaus unter uns. Bisher geht es noch ganz gut. Meine Beine sind vermutlich wegen der 100 km vom letzten Wochenende etwas steif. Das gibt sich bestimmt noch. Vor uns hat sich ein Konvoi aus Mähdrescher, Schlepper mit Anhänger und Läufern gebildet. Eine Staubwolke hüllt uns ein. Ja, die Bauern haben Stress. Es sind für heute und die nächsten Tage Gewitter angekündigt. Das würde die reife Ernte gefährden.

Bergab läuft es locker, da können wir ein paar Plätze gutmachen. Wir folgen den grünen Pfeilen auf dem Boden, vor dem Überqueren der Straßen wird zusätzlich extra gewarnt. Norbert hat Hunger. Das Mittagessen war bei Ihm mager ausgefallen und daher will er etwas schneller zur nächsten VP, um dort zu essen. Ich lasse ihn ziehen, wir treffen uns ja gleich wieder.

Der Radweg nach Sprantal liegt angenehm im Schatten. Den Besenradler kennen wir bereits von unseren früheren Teilnahmen. Er ist im Feld unterwegs und fragt nach unseren Wünschen. Ich habe keine - mir geht es gut. Bei km 7 erreiche ich den Ort. Direkt an der Straße steht ein riesiger Grill mit einem Spanferkel. Das sieht schon fertig aus. Wer das heute wohl verspeisen wird?

An der VP nutze ich zunächst die Wasserwanne zum Kühlen. Es gibt noch Wasser und Melone. Norbert hat schon die Hälfte der Salzstangen vertilgt, außerdem sind Cola und Iso im Angebot. Beim kleinen Brunnen ein paar Meter weiter kühle ich nochmal. Ein paar Bewohner des 395 Seelen Orts haben Stühle nach draußen gestellt und feuern uns an. Es geht erneut steil bergauf auf die Felder. Norbert sagt, ich sei ganz rot im Gesicht. Na ja, die Hitze finde ich wirklich nicht sehr angenehm. Oben liegt der schattenlose Weg in einem Meer von gelben Kornfeldern vor uns, wellig geht es auf und ab.

 

 

Nußbahm, der nächste Ort, scheint ausgestorben. Es ist Abendbrotzeit. Wir laufen durch das gepflegte Dorf und an der Kirche vorbei. Nachdem wir kurz eine Straße berühren, weisen Pfeile uns rechts zurück ins Wohngebiet und dann hinaus auf die Felder. Die einzige Wolke am Himmel steht genau vor der Sonne, das ist sehr angenehm. Wir erreichen den Wald. Es geht erneut bergauf. Nachdem wir den Wald verlassen haben, sind am Horizont Häuser zu erkennen. Erst steil bergab und dann wieder hinauf erreichen wir die ersten Häuser von Göbrichen. Es geht über eine Straße auf den Parkplatz vor dem Sportplatz. Hier ist wohl ein Fußballspiel im Gange, denn der Parkplatz ist voll. Noch lange können wir die Stimme des Moderators hören.

Die Strecke zum nächsten Ort Bauschlott ist kurz. Es geht durch ein nettes Wohngebiet. Eine Anwohnerin wartet mit Wasserschlauch und Getränken auf die Läufer. Ich lasse mich gerne abkühlen. Es geht weiter die Straße entlang. Klaus, der Läufer vor uns, steht ratlos am nächsten Abzweig. Auch wir können keine Pfeile erkennen. Vor uns führt ein Wiesenweg geradeaus und rechts und links geht die Straße weiter. Die Regel lautet zwar, wenn es kein Schild gibt dann geht es geradeaus. Das erscheint uns hier aber unwahrscheinlich. Auch die mitgeführte Karte gibt keine klare Auskunft. Zurück wollen wir nicht, also halten uns rechts. Am nächsten Abzweig kommen uns glücklicherweise Pfeile aus der Seitenstraße entgegen. Die Richtung stimmt also.

Wir befinden uns auf dem Gelände des Auenhofs. Diese anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) bietet im weitläufigen, ländlichen Ambiente vollstationäre Wohngruppen, ambulant betreutes Wohnen, Arbeitsplätze in unterschiedlichen internen Werkstätten, sowie die Betreuung auf Außenarbeitsplätzen an. An der VP ist Stimmung und wir werden mit viel Applaus begrüßt. Es gibt neben einer Abkühlung aus dem Wasserschlauch genügend Getränke, Melone, Äpfel, Banane, Erdnüsse, Salzstangen, Süßigkeiten und Hefezopf.

Während Norbert und Klaus sich ausgiebig verpflegen, laufe ich schon einmal weiter. Hinter der nächsten Straßenüberquerung geht es leicht bergab und wir erreichen die Böllstrichseen. Der große und kleine See liegen romantisch im Abendlicht. Neben den gastronomischen Angeboten kann man hier gegen eine Gebühr selbst Fische fangen. Wenn die gefühlt hundert geparkten Autos nicht wären, wäre das Paradies perfekt. Die Schatten werden nun merklich länger.

Links liegt eine hohe Buschreihe und rechts zu unseren Füßen ziehen sich grüne Streuobstwiesen auf einen nahen Hügel. Die Hitze des Tages scheint nun endgültig vorüber und ich stecke meine Kappe ein. Vor dem Bahnhof von Kleinvillars überqueren wir auf einer Brücke die Gleise und dann die Straße. Wir passieren ein großes Kürbisfeld, die Früchte scheinen schon reif zu sein. Unser Weg führt nun durch weite Wiesen und Felder. Hier ist man mit der Ernte schon durch. Große Strohballen liegen verstreut und warten darauf, abgeholt zu werden. Versteckt zwischen Bäumen fließt das Bächlein Salzach. Hier ist es richtig schön. Km 20, auf die Straße gemalt, hebt zusätzlich unsere Stimmung.

Wir erreichen den Aalkistensee. Dieser See ist durch eine natürliche Aufstauung der Salzach an einem Wall entstanden. Bereits im Jahr 1553 wurde der See unter dem Namen Unterefflinger See erwähnt. Der heutige Name des Sees geht auf eine Praxis der Mönche der Klöster Ölbronn-Dürrn und Maulbronn zurück. Sie bewahrten in dem See Aale in Kisten für die Fastenzeit auf. Der See hat überregionale Bedeutung als Brut- und Rastplatz gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Vogelarten und ist Laichgewässer für Amphibien. Hier kann man zahlreiche Vogelarten beobachten, wie beispielsweise Blässhühner, Graureiher, Haubentaucher, Schwäne und Wildgänse. Heute sind hier viele Angler, die es sich am Ufer sichtlich gut gehen lassen.

Hinter einer scharfen Rechtskurve geht es steil bergauf, anschließend durch den Wald steil bergab und dann länger auf einem Weg an der Straße entlang. Kinder kommen uns auf ihren Cityrollern entgegen geflitzt. Sie rufen schon von weitem zu, dass sich die VP in 300 m hinter der nächsten Kuppel befände. Hinter uns drehen sie um und wir werden den Weg entlang eskortiert. Als dann auf dem Boden geschrieben steht VP in 300m entschuldigen sie sich lachend für die kleine Lüge von vorhin und suchen das Weite.

Die nächste VP bei km 24 ist gleichzeitig der Wechsel der Zweierstaffel und befindet sich vor Knittlingen. Es gibt Bier und nette Worte von Meike und ihren Kollegen. Norbert und ich teilen uns eine Flasche. Natürlich ist auch das Essensangebot reichhaltig. Nach ausgiebiger Stärkung geht es in den Ort hinein. Wie immer muss man den Verkehr beachten, was hier aber kein Problem ist. Durchs Wohngebiet von Knittlingen gehen wir bergauf. Wieder auf der Höhe angekommen, verlassen wir den Ort. Eine riesige Staubwolke auf dem Weg zeigt, dass auch auf diesen Feldern noch gearbeitet wird.

 

 

Die Sonne geht nun unter, der Himmel ist tiefrot gefärbt. Ein fantastischer Anblick. Bei km 26 sehe ich auf der Uhr.  3h38 Stunden sind wir schon unterwegs sind. Für eine halbwegs gute Zeit ist das zu langsam. Hoffentlich erreichen wir den Cut Off rechtzeitig.

An einer mächtigen Steigung verfolgen uns zwei Radfahrer. Norbert feuert sie an. Im Näherkommen enttarnen sie sich als Besenradler. Scheinbar sind es erfahrene Leute. Sie erkundigen sich zwar nach unserem Befinden, werden nun aber nicht die ganze Zeit hinter uns kleben, sondern immer wieder vor und zurück fahren. Das ist ganz in meinem Sinne.


Wir biegen jetzt nach links ab. Vor uns breitet sich die weite Wiesenfläche des Weissacher Tals aus. Langsam bekomme ich Schmerzen im rechten Fuß. Die Besenradler kommen wieder von vorne. Bloß nichts anmerken lassen.

Die ersten Weinberge sind in Sicht. Aus Erfahrung wissen wir, dass es genügt, die Lampen an der nächsten VP herauszuholen, obwohl das noch bestimmt 4 Kilometer sind. Wieder muss eine Straße überquert werden, dann geht es ein kurzes Stück auf dem Gehweg entlang und wieder über die Straße. Etwas weiter den Berg hinauf ist bei km 28 heute aufgrund der Hitze eine zusätzliche VP eingerichtet. Der Helfer hat leider kein Bier und so laufen wir direkt weiter. In der Dämmerung ist der Weg noch gut zu erkennen.

Erst im kurzen Waldstück werden meine Schritte auf dem unebenen Schotterweg unsicherer. Auf dem folgenden Asphalt geht es dagegen wieder besser. Rechts liegt versteckt der Bernhardsweiher. Schnell erreichen wir die Weinberge. Ein Läufer hat einen Krampf und versucht zu dehnen. Ich teile meinen Salzvorrat mit ihm, dann laufen wir weiter. Es geht stetig bergauf. Zum Fußschmerz recht kommt nun ein Schmerz in der Hüfte. Außerdem machen meine Oberschenkel zu, sobald ich etwas Kraft aufwende. Daher muss ich immer wieder Gehpausen einlegen.

Vor uns wird gefeiert. Eine paar junge Mädchen haben es sich bei den Weinreben gemütlich gemacht. Sie feuern uns an. Ein Mädel will wissen, ob wir „zusammen“ sind. Auf unser „Ja“ werden wir noch lauter bejubelt.

Dann sind wir oben auf einem Aussichtsplatz, wo augenscheinlich ebenfalls gefeiert wird. Unter uns erkennen wir die Lichter verstreuter Ortschaften. Bergab lassen wir es laufen. Beim km 30 Schild geht es scharf links. Noch sind die Richtungspfeile auf der Straße gut auszumachen.

In Großvillars sind die Gehwege bereits hochgeklappt. Die Besenradler kommen von hinten und begleiten uns ein Stück. Im Schein der Straßenlaternen ist ein langer Tisch aufgebaut. Das ist noch nicht die VP. Mit Applaus werden wir begrüßt. Hier wird einfach gefeiert und die Läufer angefeuert. So liebe ich das. Winkend laufen wir vorbei.

Es geht nochmals rechts und dann hinter der Kirche links, hier kommt dann wirklich die VP. Wir laben uns an Bier und Hefezopf und setzen nun auch unsere Stirnlampen auf. Es folgen mehrere einsame Kilometer durch die Nacht. Kein Ort ist weit und breit zu sehen. Zusätzlich zu meinen Fuß- und Hüftschmerzen ist nun auch mein Rücken verkrampft. So mies war ich schon lange nicht mehr drauf. Gefühlt kommen wir kaum vom Fleck.

Wir erreichen nun das Industriegebiet von Gölshausen. Der Cut Off rückt näher. Endlich erkenne ich die große Brücke, hinter der es hoffentlich rechts bergauf zur Fa. Pross & Schondelmaier geht. Diese sponsert eine VP für den night52. Tatsächlich kommen auch schon die Besenradler von hinten und rufen: „Das reicht noch locker für den Cut Off“. Wir werden überschwänglich empfangen und perfekt verpflegt.

Anschließend geht es ein Stück bergab zurück und dann auf einen dunklen Wiesenpfad. Ich habe mal wieder Hefezopf dabei und muss erst einmal aufessen. Gerade rechtzeitig erreichen wir die Straße ins nächtlichen Gölshausen. Außer uns scheint kein Mensch unterwegs. Hinter km 42 verlassen wir den Ort. Es folgen weitere Kilometer durch die Nacht. Trotz Stirnlampe erkenne ich Steigungen und Gefälle nur am Laufgefühl. Wenn die Schritte schwer werden, geht es vermutlich bergauf.

Wir passieren km 45 durch stockdunklen Wald. Plötzlich fällt Norberts Stirnlampe aus. Da scheinen wohl schwache Batterien im Spiel gewesen zu sein. Aber eine Lampe reicht uns beiden ja auch. Wir verlassen den Wald und es geht steil bergauf. Die Besenradler kommen von vorne, sie vermissen zwei Läufer. Diese müssen wohl unbemerkt die VP passiert haben. Für uns brandet tosender Applaus auf, als wir die Tische erreichen. Es gibt Bier und Kuchen, außerdem bekommt Norbert noch einen Becher Sekt und Linzer Torte. Er ist glücklich! Mit einer weiteren Läuferin verlasse ich den gastlichen Ort.

Ganz im Gespräch vertieft habe ich etwas vergessen: Norbert hat ja keine Lampe mehr! Deshalb hat er den Abzweig mehr geahnt, als gesehen und ist uns schnell auf den Fersen. Nochmal Glück gehabt. Ein letztes Mal kommen die Besenradler von hinten. Nein, die Lichter unter uns gehören noch nicht zu Bretten, das liegt erst hinter der nächsten Hügelkette.

Km 50 und vom Ziel ist weder etwas zu sehen noch zu hören. Noch eine letzte Steigung, dann liegt Bretten tatsächlich unter uns. Es geht jetzt bergab und an einer stärker befahrenen Straße auf dem Radweg entlang. Nochmals ein Gefälle in den Ort hinein. Auf diesen Straßen gibt es nun keinen Verkehr mehr.

Wenige Menschen sind auf dem Nachhauseweg. Durch das Gottesackertor erreichen wir die Fußgängerzone mit Stadtmuseum, Hotel Krone, Melanchtonhaus und Altes Rathaus. Auf dem mittelalterlichen Marktplatz unter dem imposanten Maibaum wird noch gefeiert. Verwirrt fragen wir nach dem Weg. „Bei der Kuhsäule links!“ wird uns zugerufen.

Noch ein paar Abbiegungen, dann kommen uns ein paar Finisher entgegen und rufen: „Gleich ist es geschafft“. Wir befinden uns jetzt auf der Straße, wo vorher der Start war. Schon sehen wir die Fackeln, die uns den Eingang zum Sportplatz weisen. Weitere Fackeln erleuchten den Weg und die Sportplatzrunde. Im Ziel ist es hell, es wird laut vom „roten Pferd“ gesungen,  die Stimmung ist ausgelassen. Endlich passieren auch wir das Marathontor. Sofort gibt es die Medaille und die Frage, was wir essen und trinken wollen. Die Kartoffelsuppe wird sehr gelobt, oder soll es lieber Kuchen sein?  Das Buffet ist noch gut bestückt.
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Fazit:

Wo seid Ihr lieben Ultraläufer? Im  Kraichgau wird ein wunderbares Lauffest veranstaltet und kaum einer geht hin? Na gut, die Strecke hat es in sich, denn die Kraichgauhügel sind kein Sonntagsspaziergang. Und natürlich ist es auch am Anfang immer heiß und für langsamere am Ende immer dunkel. Aber dafür sind wir ja auch „Extremsportler“ und lieben die Herausforderung.

Oder ist es vielleicht zu easy? Sollen die Organisatoren noch ein paar Hindernisse aufstellen,  z.B. Matschlöcher mit Stromschlägen? Oder wollt Ihr nur Wasser und Brot als Verpflegung?

Scherz beiseite: Für mich ist der night52 optimal. Man merkt, dass hier Läufer am Werk sind, die wissen, was sie tun. Die Strecke ist prima zu laufen und auch nachts gut markiert. Verpflegung super, Helfer extra freundlich, die ganze Veranstaltung perfekt organisiert.

 

Informationen: Night 52
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