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Laufberichte

HELLO CENTRAL PARK. GOODBYE GIVING UP.

08.11.09

Startvorbereitung

Im Fort Wadsworth gibt es drei verschiedenfarbige Areale für die Läufer, die auf der Startnummer zu erkennen sind. Am Haupteingang, wo noch die Klamottenbeutel gecheckt werden, ist leider der Bereich Blau nicht ausgeschildert. So irren Stefan und ich noch umher, wo wir hinmüssen. Daniel hat es da leichter mit seiner grünen Kennung, er verabschiedet sich bereits.

Nach einem Umweg, eigentlich soll man jetzt bereits Wegmanagement betreiben, finden wir unser blaues Areal. Hier sind Zelte aufgebaut, in denen man sich unterstellen oder niederlassen kann. Es ist mit etwa 10 Grad nach der Wärme vom Vortag relativ kühl. Daher haben sich viele Rettungsdecken, Isomatten und weitere nützliche Sachen mitgebracht, damit man nicht auskühlt.

In unserem Bereich findet man noch Stände, wo Kaffee, Bagels und Riegel ausgegeben werden. Mittlerweile haben Stefan und ich einen weiteren Bekannten aufgegabelt. Gerhard Mayr aus Ingolstadt. Für ihn ist es heute die zweite Teilnahme in Big Apple.

Für die Kleiderabgabe stehen in unseren Bereich zahlreiche Transporter von UPS bereit. Gleich daneben finden wir die Eingänge (nach Buchstaben geordnet), wo wir in den entsprechenden Block gelangen können. Immer wieder über Lautsprecher durchgesagt, wo was bis wann zu tun ist. Und das in mehreren Sprachen.

Es gibt drei Wellen (Waves), die beginnend um 09.40 Uhr im 20-Minuten-Abstand auf die Strecke geschickt werden. Aufgrund der abgefragten Zeit finde ich mich in der ersten Welle wieder.

Gegen 09.00 Uhr gebe ich meine Kleidung ab und gehe dann in den Startblock F. Man sollte sich hier zeitgerecht und rechtzeitig einchecken, denn wenn dieser Block geschlossen wird, kann der Zuspätkommende nur in der folgende Welle laufen. Kurz vor 09.30 Uhr werden wir aus dem Fort geleitet und nehmen Aufstellung auf einer Brückenzufahrt.

Mit Bussen, Trassierbändern und Sperren hat man den Startbereich kanalisiert. Ich kann erst am Ende der Aufstellung erkennen, dass ich oben auf der Verrazano Bridge laufen werde. Da mich jetzt noch meine Blase drückt, hebe ich ein Absperrgitter hoch und will mich erleichtern. Ein Offizieller schleicht sich davon. Ich vernehme dann ein „I see nothing“ von hinten, denke „Shit“ und sehe dann einen Amerikaner auch bei seinem kleinen Geschäft.

Nur mehr wenige Minuten zum Start. Major Michael Bloomberg spricht ein läuferfreundliches, weil kurzes Begrüßungswort, bevor die US-Hymne gesungen wird. Ich sehe einige Amerikaner mit ihrer rechten Hand am Herzen salutieren.

Nach der Hymne höre ich ein „Are you ready to run?“ und dann sogleich einen fürchterlich lauten Böllerschuss. Von diesem schnellen Start überrascht kann ich lediglich die abziehende Rauchwolke noch fotografisch auf den Chip bannen. Nach dem Startsignal wird dann traditionell „New York, New York“ von Frank Sinatra gespielt.

Nach etwa drei Minuten (für etwa 100 bis 200 Meter) stehe ich vor der Startlinie. Ich warte noch einen Augenblick, bevor ich mich mit einem „Los geht’s“ mich auf die Strecke mache.

Erste Kilometer

Es geht auf die Verrazano Narrows Bridge, die nach dem italienischen Forscher Giovanni da Verrazano benannt wurde. 1524 ging der Entdecker hier an Land. Die mautpflichtige Brücke selbst ist rund zwei Meilen lang. Jeweils eine Meile Anstieg und Abstieg. Ich schätze, dass zum Scheitel der Brücke gut 50 Höhenmeter liegen.

Empfindlicher Seitenwind herrscht hier, dem wir nicht ausweichen können. Immer wieder bleiben wir für einen Fotoschuss stehen. Das erste Meilenschild mit einer Uhr zeigt bereits 12.30 Minuten Laufzeit. Das geht heute in Richtung vier Stunden, so meine erste Hochrechnung.

Die wenigen Ausgleichsfugen der Brücke hat man mit Holzplatten entschärft. Dann zweigt das linke Läuferfeld von meinem Kurs ab. Wo das Feld auf der unteren Ebene ist, vermag ich nicht zu erkennen.

 
 

Informationen: New York City Marathon
Veranstalter-WebsiteOnlinewetterGoogle/Routenplaner
 

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