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Jedem sein Tempo, jedem seine Distanz

25.10.16
Quelle: Pressemitteilung

Der 24. Lausanne Marathon verspricht starke Konkurrenz und viele Emotionen mit 15’300 angemeldeten Sportlern (14'766 im Jahr 2015). Der Marathon – die Königsdisziplin – verzeichnet in diesem Jahr einen starken Anstieg bei den Anmeldungen und auch die 10 km Gehen und Nordic Walking Bewerbe erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Schweizer werden da sein und alles versuchen, auf’s Treppchen zu kommen.


MARATHON HERREN


Der zunächst für den Halbmarathon registrierte Äthiopier Dadi Fikru – persönliche Bestzeit 1’02’56’’ in diesem Jahr in Lugano – ausgezeichneter 3. im Murtenlauf von Murten nach Freiburg zu Beginn dieses Monats (17,170 km, 54’39), hat seinen ganzen Mut zusammengenommen und sich für die Königsdisziplin angemeldet. Er wird der härteste Gegner für den Franzosen Samir Baala sein, zweifacher französischer Marathon-Champion (2002 in 2h20’46’’ und 2008 in 2h19’45). Die persönliche Bestzeit des Sporttrainers aus Straßburg liegt bei 2h17’ (Paris 2009). Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist Youssef Sbaai. Der in Italien lebende Marokkaner ist am 2. Oktober den Turin-Marathon in 2h13’43’’ gelaufen. Da stellt sich nur eine Frage: Kann man diese Zeit noch übertrumpfen?    


MARATHON DAMEN


Falls es keine größeren Überraschungen gibt, ist Alemitu Bekele-Clerc (1976), belgische Athletin mit äthiopischen Wurzeln, der Sieg in einer Zeit um die 2h34’ sicher. Die Spezialistin im Crosslauf, Halbmarathon und Marathon gewann 2008 den Marathon in Eindhoven. 1998 beendete Sie bei der Cross-WM die Kurzstrecke (4 km) als 17. und holte sich mit dem Team den 2. Platz (damals für Äthiopien). 

 

 
© Veranstalter

 


HALBMARATHON HERREN


In diesem Bewerb wird ein harter Kampf um den ersten Platz entbrennen. Unser Favorit? Mekonen Tefera. Der Äthiopier, aktueller Gewinner des Halbmarathons Freiburg (1h14’02’’) ist in ausgezeichneter Form. Sein größter Gegner ist Guillaume Canovas – 2015 lief der Franzose den Halbmarathon von Lyon in 1h09’25’’. Ebenfalls in Acht nehmen sollte sich Tefera vor Sylvain Rota, dem starken französischen Triathleten und Ironman, und vor dem Eritreer Bahta Grmay, der sich mit einer Zeit von 1h10’ ankündigte. Vorsicht auch vor dem Äthiopier Qaasim Shumbili (1’06’) und vor Tariq Bamaarouf, der sich mit einer Laufzeit von 1h07’ ankündigte. Den Halbmarathon in Biella (Italien) im vergangenen Juni gewann der Marokkaner mit einer Zeit von 1h18’.    

 

HALBMARATHON DAMEN


Zwei allseits bekannte und siegreiche regionale Sportlerinnen werden sich in diesem Lauf um den ersten Platz streiten. Laura Hrebec hat die Wetten auf ihrer Seite. Die Sportlerin aus Muraz, 39. im EM-Halbmarathon (der erste Lauf) im Juli, beschloss den Murtenlauf Murten-Freiburg als 2. noch vor den starken Afrikanerinnen. 2015 lief sie den Halbmarathon in Lausanne in 1h15’13’’8 und qualifizierte sich mit dieser Zeit für die Europameisterschaften. Tsige Worku, die sich mit einer Zeit von 1h14’ ankündigte, gewann den Lausanne-Marathon 2004 und auch den BaselHalbmarathon 2005. 2010 kam sie im 20 km Lauf in Lausanne als erste durchs Ziel.   


10 KM HERREN


Großer Favorit dieses nicht so stark frequentierten Laufs ist kein geringerer als Bernard Mateka, der diese Strecke bereits im letzten Jahr gelaufen ist (28’49’’7). Aber der Kenianer aus Reconvilier wird auf ein paar nicht ungefährliche Außenseiter treffen. Im Bulk: der Äthiopier Nesero Kadi (29’51’’), der 2014 die 10 km von Lausanne in 30’16’’ gelaufen ist. Auch Tolossa Chengere, praktisch Heimkämpfer auf dieser Strecke, 5. im diesjährigen Murtenlauf (55’27’’) und auf dem Treppchen kein Unbekannter, wird es auf einen der vorderen Plätze abgesehen haben. Guta Fikru (Äthiopien, 31’), Sergio Dias (Portugal, persönliche Bestzeit 30’04) und Abdeslam Kiday, genannt Abdou, der Kobold aus Bellegarde (29’’58), werden den Lauf richtig spannend machen. Nicht zu vergessen, unsere starken Schweizer, die allesamt einen Ehrenplatz erobern wollen: Sullivan Brunet (30’06 dieses Jahr in Berlin), Fabian Downs (30’54’’ in Uster 2015), Alexandre Jodidio, der auf der Tour du Chablais in diesem Jahr buchstäblich explodierte, und Gregory Wyss, 27. in Berlin, der sich mit einer Zeit von 30’55’’ angekündigt hat.


10 KM DAMEN 


Eine Schweizerin wird von Beginn an im Spitzenfeld sein: Delias Sclabas, geboren 2000, U18 Europameisterin über 3000 m in Tbilissi, die erste Schweizerin, die jemals Gold gewonnen hat, und U20 Weltmeisterin im Duathlon (Laufen, Radfahren, Laufen 5-30-5 oder 10-62-10, die Distanzen variieren je nach Rennen). 2015 hat sie bei den Schweizer-Elite-Meisterschaften die 1500 m gewonnen. Nicht aus den Augen verlieren sollte man außerdem die Äthiopierin Nema Hassen (33’) und Tenke Zoltani (aus Genf), die Geschäftsfrau, die zwischen zwei Flügen eben Mal laufen geht (10 km in 34’45’’).   
 

 

Informationen: Lausanne Marathon
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