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169 Runden gegen den inneren Schweinehund

24.01.09
Quelle: Pressemitteilung

3. Senftenberger Hallenmarathon mit neuem Teilnehmerrekord

Es ist Sonntagmorgen 7.59 Uhr. Ganz Senftenberg, der idyllischen Stadt am Senftenberger See, im Herzen der Lausitz schläft noch und erholt sich von den samstäglichen Abendunternehmungen. Ganz Senftenberg? Nicht ganz, ca. 70 Sportler stehen in der stadteigenen „Niederlausitzhalle“ und warten auf den Startschuss zum nunmehr schon 3. Hallenmarathon. Fast verrückt scheint es, wenn man sich vorstellt, dass diese Läufer gleich, in dieser Halle, auf eine über 42Km lange Laufstrecke gehen wollen. Ganze 169 Runden müssen dafür bewältigt werden und diese Runden haben es in sich. „Besonders die erhöhten Kurven gehen in die Beine“, berichtet ein Berliner Teilnehmer, der bereits zum zweiten Mal bei der Veranstaltung an den Start geht. „Im letzten Jahr habe ich die 10Km bestanden und fand die Herausforderung so toll, dass ich in diesem Jahr die volle Distanz in Angriff nehmen möchte“, setzt er fort.

Pünktlich 8.00 Uhr ist es dann soweit, der Startschuss fällt und der Läuferpulk begibt sich auf die erste Runde. Schnell ist das Feld auseinandergezogen und nach wenigen Runden gibt es bereits die ersten Überrundungen. Doch diese sind beim Hallenmarathon eigentlich nebensächlich, denn die Zielstellungen der einzelnen Teilnehmer sind völlig verschieden. Während es für die geübten Läufer um schnelle Zeiten geht, laufen andere nur um zu finishen, also diesen Lauf zu einfach nur zu überstehen.

Nur langsam schwinden die noch zu laufenden Runden, welche nach jedem Start-Ziel-Durchlauf auf einer großen Videoleinwand angezeigt werden. Nach 60 gelaufenen Minuten stehen bei allen Läufern noch immer über 100 Runden auf dem Programm. Runde für Runde wird gekämpft und schon bald sind bei den ersten Läufern die magischen 100 noch zu bewältigenden Runden unterschritten.

Bereits um 10:52 Uhr, also nach einer Laufzeit von 2:51:54h überquert der erste Läufer die Ziellinie und verfehlt damit nur knapp den Hallenmarathon-Rekord. Mario Reichelt, im Vorjahr noch auf Platz 2 gelandet, entscheidet in diesem Jahr den Lauf für sich. Nur kurze Zeit später überquert sein Vereinskollege vom TSG Wittenburg, Konrad Wilhelm Schultz, die Ziellinie und belegt in einer Zeit von 3:05:57 den zweiten Platz. Den Vereinserfolg komplettiert Martin Pankow, welcher in einer Zeit 3:14:57 auch noch den dritten Platz für die TSG sichert.

Bei den Damen bewältigte Daniela Diling aus Strausberg die 169 Runden am schnellsten und belegte in einer Zeit von 4:02:01 Platz 1, gefolgt von Simone Hengmith aus München (4:11:44) und Ulrike Baars aus Dresden (4:26:30). Doch über eines sind sich alle Teilnehmer einig, jeder der diesen Lauf überwindet ist ein Sieger.

Nach guten  4 Stunden überquert auch der Berliner Teilnehmer die Ziellinie und ist sichtlich geschafft. „Die Runden haben es wirklich in sich gehabt, mehr hätten es nicht sein dürfen. Aber es ist geschafft. Mein erster Marathon ist bewältigt.“ berichtet er voller Stolz.

Neben dem Morgenmarathon gab es bereits am Samstagabend einen Nachtmarathon in der Niederlausitz zu erleben. Auch dieser war schon lange im Vorfeld ausgebucht. In einer Zeit von 3:07:25 bewältigte Dirk Vinzelberg aus Haldensleben die nächtlichen 169 Runden am schnellsten. Bei den Damen gab es am Abend einen Doppel-Zieleinlauf, denn Katrin Hofmann aus Dresden und Heike Bergmann aus Zeulenroda überquerten zeitgleich in 3:49:43, Arm in Arm die Ziellinie und teilten sich damit den ersten Platz. Schier Unfassbar ist die Vorstellung, dass es 15 Doppelstarter bei dieser Veranstaltung gab, also Teilnehmer die innerhalb von 24 Stunden gleich zweimal auf die Marathondistanz in der Halle gingen. 

Geladen zu diesem außergewöhnlichen Laufspektakel hat der LRV Hohenbocka und scheint damit wirklich genau den Willen der Läufer getroffen zu haben. Ganze 324 Starter haben sich für die Wettkämpfe am gesamten Wochenende gemeldet und stellen damit einen neuen Teilnehmerrekord in der noch jungen Veranstaltungsgeschichte dar. Das dieses Event längst kein regionales Spektakel mehr ist zeigen die zahlreichen Meldungen aus München, Dresden, Hamburg, Berlin und vielen weiteren Teilen Deutschland. Starter aus Österreich, Holland und Tschechien gaben der Veranstaltung sogar ein internationales Flair.

Schon seit Monaten waren die begehrten Startplätze bei beiden Marathonläufen ausgebucht.  Neben den zwei Königsstrecken über 42Km standen noch zahlreiche andere Laufdistanzen im Angebot. Wer sich noch nicht dem Kampf der 169 Runden stellen wollte, hatte die Möglichkeit über 250m, 1000m, 3000m, 5000m oder 10.000m erste Hallen-Lauferfahrungen zu sammeln.

Über eines waren sich die meisten Läufer am Ende ihrer Wettkämpfe einig: „Die Veranstaltung ist wirklich gelungen und gut organisiert. Im nächsten Jahr kommen wir wieder“.

 

Informationen: Hallenmarathon
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