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Laufberichte

Ski und Rodel gut

 

Eine gute und eine schlechte Nachricht haben die Organisatoren des 4. Brixen Dolomiten Marathons für die Läuferinnen und Läufer. Die gute Nachricht: Der Marathon findet statt. Die schlechte Nachricht: Es kann nicht bis zur Plosehütte gelaufen werden. Es liegt zu viel Schnee auf dem 2504 m hohen Brixner Hausberg. Das Ziel ist stattdessen in Kreuztal, der Bergstation der Plosebahn. Wintersport ist aber auch dort auf 2000 m Höhe ein paar Tage vor dem Lauf noch möglich.

Die "normale" Strecke ist ab Kreuztal hochalpin und zum Teil äußerst anspruchsvoll und bei den jetzigen Bedingungen unpassierbar. Außerdem können die ab der Bergstation der Plosebahn zur Plosehütte vorgesehenen Shuttlebusse nicht fahren. Deshalb kommt auch die Schlechtwetter-Variante (auf dem Fahrweg zur Plosehütte) nicht in Betracht.

Die Strecke ist durch den Wintereinbruch aber auch mit weniger Höhenmeter schwer genug. Die fehlenden Kilometer werden übrigens im Tal gelaufen, sodass auch der 4. Brixen Dolomiten Marathon exakt 42 km haben wird.

Trotzdem meist lange Gesichter bei den 673 Teilnehmern aus 18 Nationen, aber auch Verständnis für die Maßnahme. Nicht wenige von ihnen habe ich im Verdacht, dass sie spätestens im Ziel in Kreuztal statt enttäuscht ziemlich happy und erleichtert sind. Einmal, weil die Organisatoren ganze Arbeit geleistet haben und die Kulisse der Dolomitenberge hier nicht minder beeindruckend ist, und zum anderen weil es auch die „entschärfte“ Strecke ganz schön in sich hat.

 
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Rund 12 Kilometer ist in diesem Jahr die Strecke durch die Stadt und entlang dem Eisack, ehe der Anstieg auf die Plose beginnt. Nur ganz wenige Passagen sind flach, nur manchmal verliert man ein paar Höhenmeter. Fast permanent geht es in langgezogenen, moderaten Steigungen aufwärts, kürzere steile Abschnitte sorgen für die Würze. Das macht den Lauf für viele Hobbyläufer so schwer. Die Steigungen sind oft nicht steil genug, um auf Gehschritt zu wechseln, auf Dauer aber zu steil, um durchzulaufen.

 
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Da kann man sich mit der einkalkulierten Zeit schon mal kräftig verhauen. Das macht aber gar nichts. So kann man umso intensiver die einmalig schöne Dolomitenlandschaft und die Prachtblicke auf den Peitlerkofel (2875m) und die Geisler-Gruppe mit ihrem Hauptgipfel Sass Rigais (3025m) genießen. Wer sich auskennt, entdeckt die Langkopfel-Gruppe und den Schlern, Wahrzeichen des Grödner Tals bzw. Südtirols. Am Fuße der Geisler liegt das Villnöss-Tal, die Heimat Reinhold Messners.

Ich möchte gar nicht versuchen, die Strecke detailliert zu beschreiben, obwohl ich sie nach 3 Teilnahmen natürlich gut kenne. Aber man erlebt sie in jedem Jahr neu und anders. Und welche Eindrücke man als Neuling hat, erfahrt Ihr in dem Laufbericht von Klaus Sobirey, zu dem wie immer viele Bilder gehören.

 
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Da ich, wenn ich schon nicht laufe, wenigstens gut schlafen und essen will, kann ich Euch noch diesen Tipp geben: Inmitten der Altstadt liegt das 4****Hotel Grüner Baum. Am Domplatz und den berühmten Laubengängen ist man mit wenigen Schritten. Obwohl das Hotel eine jahrhundertealte Tradition hat, verfügt es über jeden Komfort inklusive Hallenbad. Wegen seiner genialen Lage und der Ausstattung, aber auch wegen der ausgezeichneten Küche haben es viele Läuferinnen und Läufer für das Marathon-Wochenende für sich entdeckt. Meine Empfehlung: Schlutzkrapfen, auch kurz Schlutzer genannt. Zu ähnlichen Nudeln sagen die Schwaben Maultaschen und die Italiener Ravioli. Unbedingt probieren. Schmecken vor und nach dem Marathon.

 
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Dass ich nicht auf der Strecke war, habt Ihr nun mitbekommen. Damit ist meine letzte Serie gerissen. Ich tröste mich mit Hermann Achmüller, der bisher ebenfalls dreimal dabei war. Anders als ich hat er allerdings auch dreimal gewonnen. Er schaute diesmal zu, weil ihm noch der Passadore in den Knochen steckt. Es war sein erster 100er, den er aber gleich unter 7 Stunden (6:58) als Dritter beendete, in die Nationalmannschaft berufen wurde und sich für die WM in Südafrika qualifizierte.

 
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Da ich von Siegern spreche, will ich Edelgard Thaler nicht vergessen zu erwähnen. Die sympathische Südtirolerin aus Lana legte einen lupenreinen Hattrick hin und siegte wieder mit deutlichem Vorsprung. Und Thomas Niederegger aus dem Vinschgau löst Hermann Achmüller ab und gewinnt vor dem aus Marokko stammenden Italiener Jilali Jamali, der nach dem Rennen schwor, nie mehr einen Berglauf zu bestreiten.

Ganz anders die Pläne von Hermann Achmüller und mir. Beide wollen wir nächstes Jahr wieder beim Brixen Dolomiten Marathon starten. Wir haben sogar eine Möglichkeit gefunden, wie wir unsere Serie fortsetzen können. Wir werten für uns intern nämlich nur die Originalstrecke. Und auf der wird 2014 garantiert wieder gelaufen. Einen solchen Sommer gibt es nämlich bestimmt nur einmal.

 

Weitere Bilder gibt es hier auf TRAILRUNNING.DE

 

Einen ausführlichen Laufbericht von Klaus Sobirey 
gibt es ebenfalls auf TRAILRUNNING.DE

 

Marathonsieger

 

Männer:
1. Thomas Niederegger (Rennerclub Vinschgau) 3:11:46
2. Jilali Jamali (Italien/Marokko) 3:21:47
3. Helmuth Mair (Brixen) 3:22:11

 
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Frauen:
1. Edeltraud Thaler (Telmekom Team Südtirol) 3:54:16
2. Anna Pedevilla (Südtiroler Laufverein) 4:10.06
3. Elisabeth Egarter (ALV Sextner Dolomiten) 4:19.43

 

Frauenlauf am Freitag

  

 
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Informationen: Brixen Dolomiten Marathon
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