Beim UTMB Mont-Blanc 2026 (174 km, ca. 10.000 Höhenmeter) feierten der US-Amerikaner Ben Dhiman und die Französin Blandine L'Hirondel historische Siege. Beide pulverisierten die bisherigen Bestmarken und blieben als erste Läufer ihrer jeweiligen Kategorien unter magischen Zeitgrenzen (unter 19 Stunden bei den Männern und unter 22 Stunden bei den Frauen).
Wegen drohender Gewitter über dem Mont-Blanc-Massiv strichen die Organisatoren kurz vor dem Start die Pyramides Calcaires, ein technisch anspruchsvoller und stark ausgesetzter Abschnitt. Die Läufer wurden stattdessen direkt zum Kontrollpunkt Lac Combal umgeleitet.
Der Start des Rennens am Freitagabend verzögerte sich aufgrund von Gewitterwarnungen zunächst um zwei Stunden. Nach einer anfänglich engen Spitzengruppe übernahm der in den französischen Pyrenäen lebende US-Amerikaner Ben Dhiman bereits nach rund 36 Kilometern die Führung.
Flucht nach vorn: Ab Kilometer 52 bei Les Chapieux baute Dhiman seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Trotz der Abwesenheit verletzter Top-Favoriten wie Jim Walmsley oder Kilian Jornet war Dhimans Tempo mörderisch.
Ausfälle an der Spitze: Titelverteidiger Vincent Bouillard sowie die Top-Favoritin Courtney Dauwalter mussten das Rennen bereits in der Nacht am Lac Combal erschöpft vorzeitig beenden.
Rekordjagd: Dhiman stürzte zwar auf dem letzten technischen Downhill kurz vor der Station La Flégère, ließ sich aber nicht mehr aufhalten. Er passierte die Ziellinie in Chamonix nach spektakulären 18:16:29 Stunden. Er ist damit der erste Mensch, der die legendäre Runde in unter 19 Stunden bewältigte.
Kampf um das Podium: Dahinter lieferten sich der Franzose Baptiste Chassagne und Caleb Olson (USA) ein packendes Duell, das Chassagne mit nur 46 Sekunden Vorsprung für sich entschied. Der deutsche Top-Läufer Hannes Namberger erreichte einen starken 6. Platz
Bei den Frauen drückte die zweifache Trail-Weltmeisterin Blandine L'Hirondel dem Rennen früh ihren Stempel auf.
Dominanz ab Italien: Nach einem anfänglichen Kopf-an-Kopf-Rennen mit der US-Amerikanerin Rachel Entrekin übernahm L'Hirondel ab Lac Combal die alleinige Kontrolle.
Dramatisches Finale: Trotz mehrerer Stürze – darunter ein heftiger Sturz nur fünf Kilometer vor dem Ziel – kämpfte sich die Französin durch die Zuschauermassen in Chamonix.
Historischer Meilenstein: Mit einer sensationellen Zeit von 21:54:49 Stunden knackte sie als erste Frau die 22-Stunden-Marke auf dieser Strecke. Mit diesem Triumph krönte sie sich zur erst zweiten Frau der Geschichte, die alle drei großen UTMB-Finals (OCC, CCC und UTMB) gewinnen konnte.
Podiumsplätze: Hinter ihr sicherte sich die Debütantin Rachel Entrekin den zweiten Platz, dicht gefolgt von Emily Schmitz.
Der deutsche Top-Athlet Hannes Namberger lieferte beim UTMB 2026 eine absolute Fabelzeit ab und sicherte sich in einem extrem schnellen und historischen Rennen den 6. Platz. Auch aus Österreich gab es ein starkes Top-Ergebnis, während andere bekannte Läufer vorzeitig aussteigen mussten:
Hannes Namberger stürmt mit Fabelzeit auf Platz 6. Der Chiemgauer pulverisierte seine eigene Bestzeit auf dem 174 Kilometer langen Kurs und blieb erstmals deutlich unter der prestigeträchtigen 20-Stunden-Marke.Zeit: 19:13:51 Stunden
Einordnung: In fast jedem anderen UTMB-Jahr hätte diese Zeit sicher für das Podium gereicht – Namberger lief unfassbare 75 Minuten schneller als bei seinem vierten Platz im Jahr 2024! In diesem Ausnahmejahr, in dem die gesamte Top 10 unter 20 Stunden blieb, reichte es für den hervorragenden 6. Rang in der Weltelite
Sensationeller 14. Platz für Österreich. Für ein weiteres großes Highlight aus dem deutschsprachigen Raum sorgte ein österreichischer Top-Läufer:Ergebnis: Er lief nach 20:33:24 Stunden auf den hervorragenden 14. Gesamtrang und bewies damit absolute Weltklasse auf den 100 Meilen.
Vorzeitige Ausfälle (DNF): Der UTMB 2026 forderte durch das extrem hohe Anfangstempo und die harten Bedingungen in der Nacht prominente Opfer aus dem deutschen Profilager, die das Rennen vorzeitig beenden mussten:
Marcel Geißlerr – Ausstieg in Courmayeur (Kilometer 81,3)
Markus Meinke – Ausstieg am Lac Combal (Kilometer 67,8)
Marcel Kirchhoff – Ausstieg in Les Chapieux (Kilometer 52,2)
Manuel Hartweg – Ebenfalls vorzeitig ausgeschieden
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