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Rekordbeteiligung und vier Rekordzeiten

22.10.18
Quelle: Pressemitteilung/Anita Fuchs

Der fünfte Transruinaulta und der 17. Transviamala bereiteten viel Freude. Der Läuferschar ebenso wie den Veranstaltern. Neben einer Rekordbeteiligung gab es vier Rekordzeiten.

Der Rahmen mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen war gegeben. Das Bild hingegen musste noch gemalt werden – und kam, so viel sei gleich verraten, wunderbar heraus. Einerseits dank den total 2335 Läuferinnen und Läufern (inklusive Cursa da juniors und Cursa da lumpazis), die so zahlreich vertreten waren wie nie zuvor. Anderseits dank dem innovativen und umtriebigen Organisationsteam sowie den hilfsbereiten und motivierten Helferinnen und Helfern.

 

Last-minute zum Königstitel

 

Irgendwie schien, als hätten der Transruinaulta und der Transviamala bei der fünften respektive 17. Austragung weiter an Beliebtheit gewonnen. Die Rückmeldungen fielen ausnahmslos positiv aus, nicht selten wurden bei der Wochenend-Analyse Superlative verwendet. «Beide Tage waren der Hammer – von A bis Z», meinte beispielsweise Melina Nigg. Die Innerschweizerin hatte sich Last-minute, weil unmittelbar vor Schliessung des Anmeldeportals, für eine Teilnahme am Transruinaulta entschlossen.

Dabei ging es ihr am Samstag auf den 42,2 Kilometern von Ilanz durch die imposante Rheinschlucht und weiter nach Thusis so gut, dass sie die zweitschnellste Zeit lief. Einzig Michela Segalada aus Winterthur, die ihren vor zwölf Monaten aufgestellten Streckenrekord um 2:12 Minuten auf 3:43:56 verbesserte, war schneller. Spontan bot OK-Chef Thomas Häusermann Melina Nigg einen Startplatz für den Transviamala an – womit er ihr die Chance gab, Michela Segalada bei deren erfolgreichen Verteidigung des Schluchtenkönigin-Titels heraus zu fordern.  

Nach einigem «Hin-und-Her» entschied sich Melina Nigg für einen Doppelstart. Das Duell war am Sonntag dann aber vorzeitig zu Ende: Michela Segalada, die schon tags zuvor eine Wadenverletzung behindert hatte, stieg zwischen Thusis und Donat vorzeitig aus dem Rennen. Prompt wurde Melina Nigg Schluchtenkönigin und gewann zusätzlich den 19 Kilometer langen Transviamala mit der mystischen Viamala-Schlucht als Herzstück. Die schnellste Zeit bei den Männern lief, wie bereits 2015, der Liechtensteiner Arnold Aemisegger.   

 

 

 

Erfolgreiches Paar

 

Der grosse Protagonist aus sportlicher Sicht hingegen war am Wochenende Ralf Birchmeier. Der Ostschweizer gewann am Samstag mit der Rekordzeit von 3:15:02 den Transruinaulta – er war 5:35 Minuten schneller als Beat Ritter bei der Premiere 2014 – und realisierte in der Schluchtenkönig-Wertung mit 4:40:04 ebenfalls eine Bestmarke. Die vierte Rekordzeit ging aufs Konto des A-Kader-Langläufers Jonas Baumann, der auf der 11,5 Kilometer messenden Transviamala Curta mit 49:53 als erster Athlet überhaupt unter der 50-Minuten-Marke blieb.  

Schnellste Frau auf der Kurzstrecke war die Urnerin Bernadette Betschart-Gisler, die sich nach dem zweiten Rang vom Vortag hinter der Appenzellerin Veronika Schanzer auch die Krone der Schluchtenprinzessin aufsetzen lassen durfte. Dies an der Seite ihres Gatten Remo Betschart, der den Titel des Schluchtenprinzen eroberte und am Samstag auch die Transruinaulta Curta gewann. «Es ist schön, dass wir den Titel zusammen geniessen können», sagte der letztjährige Schluchtenkönig.

Nun aber zurück zum eingangs erwähnten Bild: Dem Hauptharst der Sportlerinnen und Sportler gefiel es so gut, dass sie versprachen, auch nächstes Jahr wieder den einen und anderen Strich zu malen. Die dazu benötigten Utensilien legen die Laufveranstalter schon einmal bereit.

 

Auszug aus der Rangliste


Transruinaulta
Männer:

1. Ralf Birchmeier (Buchs SG) 3:15:02. 2. Raphael Sprenger (Zürich) 5:53 zurück. 3. Hannes Pongruber (A-Hohenems) 28:11. 4. Thomas Ernst (Winterthur) 30:13. 5. Patric Spreiter (Bauma) 31:20. 6. Tobias Brunner (Egg bei Zürich) 33:14. 7. Mathieu Humbert (Zürich) 35:07. 8. Urban Signer (Appenzell) 38:03. 9. Philipp Färber (Stäfa) 39:28. 10. Christian Wenk (Wangs) 40:37.

Frauen:

1. Michela Segalada (Winterthur) 3:43:56. 2. Melina Nigg (Küssnacht am Rigi) 7:05. 3. Jasmin Nunige (Davos Platz) 20:04. 4. Valerie Girsberger (Zürich) 28:15. 5. Martina Baumann (Erstfeld) 28:19.


Transruinaulta Curta

Männer:

1. Remo Betschart (Bürglen UR) 1:49:46. 2. Gian-Luca Michael (Zillis) 1:15. 3. Andrin Gründler (Hittnau) 5:27. 4. Sandro Herrmann (Chur) 10:41. 5. Stefan Zuber (Brüttisellen) 13:39.

Frauen:

1. Veronika Schanzer (Herisau) 2:04:44. 2. Bernadette Betschart-Gisler (Bürglen UR) 10:50. 3. Corina Ryf (Zürich) 12:59.


Transviamala

Männer:

1. Arnold Aemisegger (FL-Triesenberg) 1:20:38. 2. Tommy Manning (Montagnola) 0:50 zurück. 3. Raphael Sprenger 0:55. 4. Martin Bader (Hombrechtikon) 3:06. 5. Ulisses Joos (Chur) 3:23. 6. Carsten Brod (D-Konstanz) 3:58. 7. Ralf Birchmeier 4:23. 8. Aurelio Malacarne (Winterthur) 6:52. 9. Sascha Rohner (Frauenfeld) 7:50. 10. Armin Steiner (Vaz/Obervaz) 8:33.

Frauen:

1. Melina Nigg 1:38:04. 2. Alexandra Wallimann (Davos Platz) 0:59. 3. Joy Wetli (Walenstadt) 6:20. 4. Daniela Hartmann (Zizers) 7:09. 5. Ursula Muheim (Flüelen) 7:28.

 

Transviamala Curta

Männer:

1. Jonas Baumann (Davos Platz) 49:53. 2. Remo Betschart 1:56. 3. Fabio Lechner (Davos Platz) 2:00. 4. Gian-Luca Michael 2:02. 5. Sandro Michael (Zillis) 2:29.

Frauen:

1. Bernadette Betschart-Gisler 1:03:16. 2. Corina Ryf 2:53. 3. Barbara Jentner (FL-Triesenberg) 6:04.


Kombinationswertungen
Schluchtenkönig/-in

Männer:

1. Ralf Birchmeier 4:40:04. 2. Raphael Sprenger 4:42:29. 3. Patric Spreiter 5:17.37. 4. Hannes Pongruber 5:18:27. 5. Thomas Ernst 5:22:34. 6. Hans Kurath (Wittenbach) 5:47:08. 7. Michael Eser (Hinteregg) 5:53:51. 8. Patrick Lacher (Wangen SZ) 5:54:58. 9. Pablo Kuhn (Basel) 5:56:06. 10. Thomas Fässler (Adliswil) 5:58:13.
Frauen: 1. Melina Nigg 5:29:05. 2. Simone Hertenstein (Liestal) 6:07:36. 3. Ragna Boegeholz (Winterthur) 6:20:59. 4. Alice Caluori (Chur) 6:29:00. 5. Stefanie Schmidt (Chur) 6:34:22.

 

Schluchtenprinz/-essin

Männer:

1. Remo Betschart 2:41:36. 2. Gian-Luca Michael 2:42:58. 3. Sandro Herrmann 3:00:36. 4. Ruben Forni (Grono) 3:09:05. 5. Benno Demont (Domat/Ems) 3:11:38.

Frauen:

1. Bernadette Betschart-Gisler 3:18:50. 2. Corina Ryf 3:23:53. 3. Nadja Schmed (Brigels) 3:38:14.

 

 

Informationen: Transruinaulta
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