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Läufer dürfen am Transviamala gratis in Privatzimmern übernachten

31.08.15
Quelle: Pressemitteilung/Anita Fuchs

Innerhalb des Mottos „gelebte Gastfreundschaft“ stellen am Laufwochenende des Transruinaulta (Ilanz–Thusis) und des Transviamala (Thusis–Donat) vom 24. und 25. Oktober etwa zwei Dutzend Privatpersonen kostenfreie Zimmer zur Verfügung.

Seien sie zu Gast bei Freunden – dieser Titel steht in der gemeinsamen Ausschreibung des Transruinaulta und des Transviamala. Dies im Zusammenhang mit der Vorstellung des diesjährigen Schwerpunktthemas „gelebte Gastfreundschaft“. Privatpersonen – hauptsächlich wohnen sie in Thusis – lassen dabei Läuferinnen und Läufer gratis bei sich übernachten und offerieren ihnen auch das Frühstück.

„Wir wollen zeigen, dass wir die Läufer als Gäste und eben auch als Freunde wahrnehmen“, sagt Thomas Häusermann, der beiden Veranstaltungen als OK-Präsident vorsteht. „Und für solche macht man zwischendurch unkompliziert ein Bett frei.“ Mit der Aktion wollten sie darlegen, dass das Laufgebiet eine äusserst gastfreundliche Region sei und sich die Einheimischen auf Gäste freuten. „Natürlich möchten wir aber auch, dass Freundschaften über den Sport hinaus entstehen.“

 

Hotels und Gasthäuser ausgebucht

 

Thomas Häusermann betont, „dass wir die Hotels mit diesem Angebot in keiner Weise konkurrenzieren“. Dieser Aussage pflichtet selbst ein kommerzieller Gastgeber bei. „Wer in einem Hotel übernachten möchte, tut dies auch weiterhin“, sagt Andri Marguth vom „Café“ Gyger in Thusis. Im dazugehörenden Bed & Breakfast besteht eine Übernachtungsmöglichkeit für 25 Personen. „Die total sieben Zimmer sind während des Transviamala seit Jahren von Läufern und deren Begleitpersonen besetzt.“

„Ausgebucht“ melden am Veranstaltungswochenende zahlreiche andere Hotels und Gasthäuser in der Region. Die Kapazität ist also gut ausgeschöpft. Dank der „gelebten Gastfreundschaft“ können nun zusätzlich mehr als 50 Personen in unmittelbarer Umgebung für eine oder zwei Nächte untergebracht werden. Unter anderen auch im privaten Gästezimmer von Andri Marguth und dessen Familie.

Sein „Service“ geht gar übers Zimmer, die Duschgelegenheit und das Frühstück hinaus. „Den bei uns logierenden Läufer werden wir am Samstag im Ziel des Transruinaulta empfangen, mit ihm zu uns nach Hause gehen und gemeinsam das Nachtessen einnehmen.“ Auf den Aufenthalt im Hause Marguth darf sich der in der Schweiz wohnhafte Sportler, welcher wie im Vorjahr auch den Transviamala absolvieren wird, ohnehin freuen. Denn, wie Marguth sagt, sei er sehr gerne Gastgeber „und wenn ich spüre, dass jemand Freude hat, gebe ich noch mehr.“

 

Wechsel nach einer Nacht

 

Sie habe gerne aktive Leute um sich herum, sei früher selber oft gereist und es sei lässig auf diese Weise Menschen kennen zu lernen, nennt Edith Flütsch den Beweggrund, temporär als Gastgeberin aufzutreten. Falls das aus Österreich stammende Lauf- und Ehepaar Lust habe, etwas in der Gegend anzusehen, „werden wir es selbstverständlich begleiten“. Was die Thusnerin zum Frühstück auftischen wird, weiss sie schon: „Ich werde am frühen Morgen Spaghetti kochen.“

Gar die Bettwäsche am Laufwochenende wechseln wird Ruedi Wanner. Erst übernachten am Freitag bei ihm drei Laufkollegen aus Deutschland, ehe am Samstag eine Familie aus Österreich anreist. „Der Mann läuft mit, die Frau und die Kinder betreuen ihn“, weiss der Thusner. Dass er mehr als zwei Personen gleichzeitig beherbergen kann, begründet er mit den Platzverhältnissen. „Ich wohne allein in einer grossen Wohnung.“

Aus eigener Erfahrung wisse er, dass es nicht sehr angenehm sei, in einer Turnhalle oder Zivilschutzanlage zu übernachten, sagt Cla Gisep. „Deshalb stellen wir ein Zimmer zur Verfügung“. Statt sich – wie auch an anderen Veranstaltungen – als Helfer zu engagieren, stellten sich er und seine Frau nun einmal auf diese Weise in den Dienst des Transviamala. „Der Anlass ist halt schon ganz toll.“ Die anderen Befragten pflichten ihm bei.

Informationen: www.transviamala.ch/gast

 

Zwei Läufe, zwei Schluchten

Sowohl der Transruinaulta als auch der Transviamala führen am letzten Oktober-Wochenende durch eine Schlucht; der Transruinaulta durch die wildromantische Rhein- und der Transviamala durch die mystische Viamala-Schlucht. Zu meistern gilt es dabei von Ilanz nach Thusis 42,2 Kilometer und 1800 Höhenmeter beziehungsweise zwischen Thusis und Donat 19 Kilometer und 750 Höhenmeter. Gemeinsam ist den von der Uniùn da Sport Tumpriv zum zweiten respektive 14. Mal organisierten Veranstaltungen, dass sie den Läuferinnen und Läufern aus rund zehn Ländern ein unvergessliches Erlebnis in einer unvergleichlichen Landschaft garantieren. (af)

 

Informationen: Transruinaulta
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