Der Graz Marathon am 10. und 11. Oktober steht vor einem historischen Meilenstein: Die Veranstalter erwarten rund 15.000 Starterinnen und Starter, was einen neuen Teilnehmerrekord bedeuten würde. Die überwiegende Mehrheit der Laufbegeisterten (etwa 7.000) hat sich für den Halbmarathon angemeldet, während rund zehn Prozent der Teilnehmenden die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometern in Angriff nehmen wollen.
Neben der sportlichen Vorfreude gibt es in diesem Jahr jedoch eine klare Vorgabe der Organisation, die alle Aktiven betrifft: Ein striktes Kopfhörer-Verbot während sämtlicher Laufbewerbe.
Wer am kommenden Wochenende an den Start geht, muss auf die gewohnte akustische Begleitung verzichten. Das Verbot umfasst alle gängigen Varianten:
• Klassische Kopfhörer (mit Kabel)
• Kabellose Modelle (In-Ear/Over-Ear)
• Knochenschall-Kopfhörer
Im Mittelpunkt steht die Sicherheit auf der Strecke. Läuferinnen und Läufer müssen jederzeit in der Lage sein, Warnsignale und Sirenen von Einsatzfahrzeugen ungehindert wahrzunehmen. Im vergangenen Jahr kam es zu Vorfällen, bei denen einzelne Teilnehmende Rettungsfahrzeuge aufgrund von Musik im Ohr offenbar erst zu spät bemerkten.
Der Veranstalter betont, dass diese Sicherheitsregel keineswegs neu ist, sie in diesem Jahr jedoch deutlich offensiver kommuniziert wird. Wer dennoch mit Kopfhörern läuft, muss keine Disqualifikation befürchten. Den Organisatoren geht es nicht um Strafen, sondern darum, das Bewusstsein für ein sicheres Miteinander aller Beteiligten auf der Strecke zu schärfen.