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Laufberichte

Des hammer sauber hinkriegt

 

Runde um den Hopfensee

 

Bei meinen letzten Teilnahmen waren hier auf den Wiesen Allgäuer Braunvieh zu sehen, heute liegen die  Heuballen herum und das Rindvieh wird wo anders gehalten. Obwohl jetzt noch die Sonne relativ flach übers Land strahlt, merkt man die steigenden Temperaturen deutlich. Nicht nur bei mir fließt bereits der Schweiß in Strömen.

Da kommt die erste V-Stelle gerade recht, um einer Dehydrierung frühzeitig entgegen zu wirken. Es wird nämlich im Wald bereits eifrig zugegriffen. Nicht nur ein Becher, sondern zwei werden den Helfern aus den Händen gerissen und die Wasserwannen werden ebenfalls fleißig benützt. Kurzzeitig kommt es für wenige Augenblicke zum Stau.

Der befestigte Wanderweg rund um den Hopfensee ist nicht ganz eben, denn Bodenwurzeln und Steine stellen Stolperstellen dar und sorgen für etwas Trailcharakter. Knapp sieben Kilometer misst der Umfang des Hopfensees, der mit zehn Metern Wassertiefe relativ flach ist. Entstanden ist er während der Eiszeit durch den Lechtalgletscher. Während das Südufer verschilft ist, ist der nordöstliche Teil voll erschlossen.

Später führt der Kurs wieder durch das Wiesen- und Schilfgelände. Die Aussicht auf See und Tannheimer Berge könnte fast für ein Titelblatt eines Kalenders reichen. Traumhaft. Die Läufer sind gut gelaunt, besonders wenn ein Fotograf neben der Strecke steht, um die Eindrücke mitzunehmen. Da wird gelacht und die Hand zum Gruß gehoben.

 

Hopfen am See – Füssen

 

Kurz nach der zweiten V-Stelle laufen wir nach Hopfen am See (Kilometer 10) hinein. Der Ort gehört seit 1978 zur Stadt Füssen. In den letzten 60 Jahren entwickelte er sich in Richtung Kur- und Urlaubsdestination. Einige Gäste absolvieren gerade ihre morgendlichen Schwimmübungen. Die drei Alphornbläser an der Strecke halten ein Schwätzchen. Auf mein „Musik“ höre ich nur „glei“. Immer weiter am Radweg an der Uferstraße laufen wir nach Fischbichl, wo wir wieder etwas mehr Schatten im danach folgenden Wald bekommen.

Am Hopfensee rennen wir auf dem schon bekannten Uferweg, wo wir dann später die ebenfalls schon bekannte V-Stelle erneut anlaufen. Wasser, Iso, Bananen, Melonen stehen im Angebot und später kommen noch Cola und Riegel hinzu. Verhungern ist unmöglich und gegen das Verdursten bei der heutigen Hitze muss man es halten wie ein Kamel. Oder wie eine Kreiselpumpe.

Magic macht es geschickt mit seiner Gruppe. Er nimmt ein wenig das Tempo heraus, jeder holt sich seinen Becher und flugs geht es weiter. Bis ich eine Banane verdrücke, den Becher leer saufe und daneben noch ein, zwei Bilder mache, ist die Bagage schon weiter. „Da fehlt dir die dritte Hand“, stellt ein Helfer fachkundig fest. Am Anstieg hoch zur Hopfener Straße (rund 10 Höhenmeter) informiert uns Magic, dass wir rund eine Minute vor unserer Sollzeit liegen. Vom Läuferfeld sind noch fast alle an unserem Pacer dran. Bis zum bekannten Kreisverkehr an der Augsburger Straße laufen wir am Radweg. Und dann überqueren wir die Bundesstraße 16 unter Aufsicht des THW.

 

Festspielhaus, Forggensee

 

Das Festspielhaus Füssen  ist unser nächstes Ziel. Konzerte, Kabarett, Musical und Ballett stehen in regelmäßigen Abständen auf dem Programm. Wer finanziell gut gestellt ist, kann das Haus auch für eine Feier oder Hochzeit mieten. Andreas Gabalier, ein Volks-Rock'n'Roller präsentiert im August seine Show, die auch bei den Öffentlichen ausgestrahlt werden wird. Karten sind noch erhältlich.

Dann führt unser Weg an einer Unterkunft namens „Sommer“ vorbei, ein Vier-Sterne-Haus. An der folgenden Tankstelle macht sich ein Junge eine Gaudi, indem er die Läufer von oben bis unten nass spritzt. Eine Ladung kriege ich auch ab. Die Quittung, ich muss die Kamera trocken legen.

Kurz nachdem wir auf dem Lechsteg den Lech überqueren, laufen wir über die Halbmarathonmarke. Von der Zeit her schaut es passabel aus. 1.59 Stunden und ein paar Sekunden zeigt das Zeiteisen an. Und ein wenig Puffer ist da auch noch drin, denn es ist ja die Bruttozeit.

Der Radwegweiser zeigt uns Horn und Waltenhofen in kurzer Distanz an. Einige Kilometer geht es nun am Forggensee entlang. Die Dichte der Tankstellen hat nun zugenommen. Alle 2,5 Kilometer können wir versorgen. Mittlerweile ist die Temperatur schon auf über 25 Grad gestiegen. Für mich Zeit, Wasser zu Kühlzwecken auf die Birne zu schütten. Mittlerweile verfolgt mich ein Verrückter im schwarz-weißen Ganzkörperanzug mit weißem Hut und Handschuhen: Henry Grohmann ist waschechter Berliner. Als Oberbayer muss ich genau aufpassen, was er von sich gibt. Und mich wird er in meinem Slang auch nicht recht verstehen.

Auf Höhe des Campingplatzes bei Brunnen fallen mir zwei Mädels auf, die beide heute ihren ersten Marathon laufen. Gabi Flieger und Birgit Schulze stammen aus Weiden, beide laufen absolut gleichmäßig und haben noch einen Betreuer an der Seite, Ludwig Kreutzer, der schon über 50 Marathons gefinisht hat. Wir verlassen den Forggensee-Uferweg und laufen direkt in Richtung Bundesstraße 17.

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Informationen: Königsschlösser Marathon
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