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Laufberichte

So ein Tag, so wunderschön wie heute …

26.04.09

Kaiserwetter

Das Wetter ist herrlich. Für Bestzeiten zu laufen ist es jedoch warm. Morgens ist es noch angenehm, die Temperaturen steigen jedoch auf 23 Grad Celsius an. Die Sonne strahlt vom Himmel. Wolken sind keine zu sehen. Dazu ist es windstill. Ich freue mich auf einen Lauf in der Sonne, will ich doch nur gemütlich traben. Bestzeitenjäger werden dies anders gesehen haben.

Perfekter Start

Wir gehen in den Startblock G. In Hamburg gibt es 13 Startblocks (A-N), die Einteilung erfolgt nach angegebener Bestzeit. Aber anders als bei anderen großen Stadtmarathons klappt hier in Hamburg einfach alles beim Start. Trotz der Zahl von mehr als 15.000 Startern geht der Start reibungslos über die Bühne. Bevor es losgeht wird noch gemeinsam die deutsche Nationalhymne gesungen.
Insgesamt sind mehr als 20.000 Läufer beim Marathon und Zehntel am Start. Am Marathon nehmen allein über 1.000 Dänen teil. Mehr als 80 Nationen sind vertreten. Der Marathon ist wahrlich international.

Punkt 9 Uhr startet die Hamburger Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck das Rennen und schickt die Läufer mit einem Glockenschlag auf die Strecke. Es gibt in Hamburg keine Startpistole. Auf dem Kiez in St. Pauli herrscht Waffenverbot!
Wer genau hingehört hatte konnte bemerken, dass Frau Kultursenatorin die Glocke bereits beim Herabzählen von Zehn herunter vorzeitig bei 6 ein erstes Mal läutete. Egal, der Start klappte hervorragend und wir waren aus Startblock G bereits nach nur drei Minuten über die Startlinie und konnten frei laufen. Kein Stolpern und wieder Stehenbleiben wie bei anderen Läufen.

Attraktive Strecke

Die Laufstrecke führt vom Start am Millerntorplatz zuerst über die Reeperbahn. Nach KM 5 geht es zurück über die Elbchaussee, vorbei am Fischmarkt, Hafen, Landungsbrücken, alte Speicherstadt und durch den Wallringtunnel. Es folgen Binnenalster und Außenalster bis nach Ohlsdorf. Auf der anderen Seite der Binnenalster geht es zurück. Über die Rothenbaumchaussee nähern sich die Läufer dem Ziel am Ende der Glacischaussee.

Die Strecke ist sehr schön und abwechslungsreich. Sie führt fast durchgehend über breite Straßen die kaum Schlaglöcher aufweisen. Da habe ich in anderen Städten schon anderes erlebt. Der Kurs kann sicher auch mehr als die gestarteten mehr als 15.000 Läufer gut verkraften. Die wenigen Engstellen sind bestens von Helfern abgesichert und beschildert.

Die Marathonis werden viel durch Grün und entlang von Wasserflächen geführt. Hamburg ist eine grüne Stadt und zeigt sich beim Marathon von seiner besten Seite.

Jeder Kilometer ist deutlich beschildert mit einem großen blauen Schild. Zudem steht an jedem Kilometer ein Toilettenhäuschen, allerdings ohne Angabe der Kilometerzahl und auch in zu geringer Anzahl. Ich sehe oft ein, zwei Läufer in Warteschleife.

Promis an der Strecke

Gleich nach dem Start teilt sich das Feld. Die einen laufen links um den erhöhten Mittelstreifen der Reeperbahn, die anderen rechts. Als ich links laufend auf den Grünstreifen springe um die rechten Läufer zu fotografieren sehe ich zwei Marathon-Promis bei der Arbeit. Manfred Steffny, Olympiateilnehmer im Marathon 1968 und 1972 und m4y-Chefredakteur Klaus Duwe fotografieren eifrig die Läufermassen. Ich bleibe unbemerkt und kann beide in Ruhe ablichten. Erst dann fotografiere auch ich die Läufer.

Schlafende Hunde, Tom Buhrow und ein begeisterndes Publikum

Die Hamburger feiern ihren Marathon und die Marathonis. Es herrscht von Beginn an eine tolle Stimmung. Begeistert werden die Läufer angefeuert. Überall am Straßenrand stehen die Zuschauer und klatschen Beifall. Stehen? Viele sitzen beim Frühstück auf der Straße oder dem Balkon. Tische und Stühle, Pavillons etc. sind aufgebaut, Grills schmoren vor sich, Fässer werden angeschlagen und der Sekt fließt in Strömen. Ich habe noch nie so viele Sektgläser bei einem Marathon gesehen wie in Hamburg. Mehr als einmal werde ich zum Mittrinken eingeladen, lehne dies jedoch ebenso ab wie die angebotene Grillwurst. Ich möchte ja noch ins Ziel kommen.

Ich bin begeistert von der Stimmung und dem Publikum. Jetzt weiß ich, warum es so viele positive Berichte von Läufern zum Hamburg Marathon gibt. Der Lauf ist das pure Vergnügen. Ich genieße jeden einzelnen Meter des Laufes. Vor lauter Fotografieren komme ich kaum vorwärts. Es gibt unzählige reizende Motive. Gut, dass ich eine 4GB-Speicherkarte in der Kamera habe.

Da alle Läufer auf der Startnummer ihren Vornamen aufgedruckt haben werden wir oft vom Publikum mit dem Vornamen angerufen und angefeuert. Das tut gut und heizt an.

Es gibt allerdings einige unter den 850.000 Zuschauern (Angabe des Veranstalters), die sich erstaunlicherweise nicht von den Läufern beeinflussen lassen. Mehrere vierbeinige Zeitgenossen, die sonst schon mal gerne „nur spielen wollen“ mit Läufern, liegen schlafend direkt an der Laufstrecke und lassen sich nicht aus dem Ruhe bringen.

Bei KM 7 sehe ich plötzlich ein bekanntes Gesicht an der Strecke. Es ist Tom Buhrow, Moderator der Tagesthemen und selbst auch Marathonläufer. Gerne bleibe ich für ein Foto und einen kurzen Plausch unter „Läuferkollegen“ stehen und mit seinen guten Wünschen für einen schönen Lauf geht es weiter.

 
 

Informationen: Haspa Marathon Hamburg
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