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Laufberichte

Über den Wolken (Marathon)

23.08.09

Gleich danach, etwa nach km 10,5 Kilometern beginnt für mich das Sahnehäubchen dieser Strecke. Ein uriger Trail über Wurzeln und Steine führt uns im Wald an einem Hang entlang. Meine Kamera stecke ich mal vorsichtshalber ein, das verlieren des Gleichgewichts könnte nämlich fatale Folgen haben. Links der Strecke geht’s „gach owie“ (O-Ton Bayerisch), was soviel wie „steil nach unten“ bedeutet. Eine herrliche Vegetation mit blühenden Blumen begeleitet uns auf dem Weg.

Nach 13 km und 1:43 Std. erreiche ich den Gipfel des Weiherkopfs, zugleich der höchste Punkt der Strecke auf 1665 m. Wer jetzt meint, es folgt beim Bergablauf ein Erholungsstück, wird schnell eines Besseren belehrt. Sausteil, teilweise auf Schotter geht’s die folgenden 500 m runter. Erschwert wird das Ganze noch durch regen Gegenverkehr, denn viele Wanderer sind um diese Uhrzeit unterwegs. Aber wirkliche Probleme gibt es deswegen nicht, man muss aber schon etwas vorsichtig sein.

An einer 180 Grad Kurve stehen jede Menge Zuschauer und jubeln uns zu, das steilste Stück liegt hier hinter uns, was folgt ist wieder angenehmer zu laufen. Nach weiteren 500 m führt der Weg über das Berghaus Schwaben für zwei Kilometer wieder tendenziell nach oben. Bei km 16 kommt die Gabelung, die die Marathon- von der Ultra-Trail-Strecke trennt. Für uns Marathonis geht es jetzt fast 10 km nur bergab.

Auf überwiegend Teer- oder guten Wirtschaftswegen schlängeln wir uns in Serpentinen nach unten. Die tiefliegende Wolkenschicht hat sich mittlerweile vollkommen aufgelöst, den Großteil der Piste laufen wir in der prallen Sonne. Mehr Probleme bereitet mir aber nach einigen äußerst anstrengenden  Abwärtskilometern meine Schienbeinkante, weswegen ich mein Tempo doch deutlich drosseln muss.

Den Ortseingang von Obermaiselstein passieren wir bei km 25. Typische alpenländische Holzschnittarbeiten kann man hier am Wegesrand beobachten, dann geht’s links rein in den Schatten. In einem größerem Bogen umrunden wir hauptsächlich in Waldgebieten und an einem kleinen Flüsschen entlang die Ortschaft Fischen. Die Temperaturen kann man jetzt spürbar als sommerlich bezeichnen.

Kurz nach der Verpflegungsstelle bei Weiler (km 27) erreichen wir den Illerdamm. Hier vereinigt sich die Marathonstrecke mit der des Halbmarathon, wie uns deren Ausschilderung unschwer erraten lässt. Im Übrigen ist jeder Kilometer vorbildlich ausgeschildert. Vor dem Ortseingang Fischen werden wir aber wieder nach links abgeleitet in einen Schatten spendenden Wald. Hier ist es recht angenehm zu laufen.

Die nächste Möglichkeit nachzutanken bietet sich kurz vor einer Illerbrücke. Nicht weit von hier (etwa 2 km nördlich der Innenstadt von Oberstdorf), liegt der Ursprung des Flusses, der Illerursprung. An dieser nur zu Fuß oder per Rad erreichbaren Stelle fließen die aus dem Kleinen Walsertal kommende Breitach, dazu die Stillach und die Trettach zur Iller zusammen.

Ab km 32 gibt es auf ca. 500 m Länge etwas Abwechslung in Form einer Begegnungsstrecke, an deren Ende eine Markierung umrundet werden muss, bevor es in entgegen gesetzter Richtung zurück geht. So bietet sich die kurze Gelegenheit, die etwas vor und hinter einem liegenden zu studieren. Vor Rubi geht es querfeldein über eine frisch abgemähte Wiese, auf den folgenden 1,5 km gilt es noch einmal 100 Höhenmeter aufwärts zu überwinden.

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Informationen: Allgäu Panorama Marathon
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