Das Pitztal wurde dieses Wochenende wieder zum Mittelpunkt der Trailrunning-Welt, als sich bei der 14. Ausgabe des Pitz Alpine Glacier Trail 1.700 Läufer der ultimativen Herausforderung in den Tiroler Bergen stellten.
Nach der erfolgreichen Österreich-Premiere im Vorjahr war auch die renommierte Golden Trail World Series wieder Teil des Trailrunning-Spektakels im Pitztal. Die besten Trailrunner der Welt, unter anderem die beiden Gesamtführenden der GTWS sowie die amtierenden Europameister, sorgten für ein einzigartiges Trail-Fest am Fuß des Pitztaler Gletschers.
Die Spannung war greifbar, als am Freitag um 23:00 Uhr der Startschuss für das erste Rennen des Pitz Alpine Glacier Trail fiel. Trotz der späten Uhrzeit waren dutzende Fans anwesend, um die ersten Athleten, die drei längsten Strecken über 60, 90 und 105 Kilometer vor sich hatten, auf die Strecke zu entlassen. Im Laufe des heutigen Samstags gingen schlussendlich alle 1.700 Läufer über insgesamt acht unterschiedliche Distanzen auf die Strecke, unter ihnen die besten Trailrunner der Welt.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte erneut die Golden Trail World Series (GTWS). Mit der exklusiven Rennserie, die an nur acht Standorten weltweit ausgetragen wird, kam es im Pitztal zum Aufeinandertreffen des Who’s Who der internationalen Trailrunning-Szene. Sowohl die beiden führenden der Gesamtwertung Elhousine Elazzaoui (MAR) und Madalina Florea (ROU) als auch die amtierenden Europameister Jan Torrella (ESP) und Hanna Gröber (GER) waren Teil des hochkarätigen Teilnehmerfeldes. Eine Live-Übertragung über Eurosport, Servus TV, HBO Max, TNT Sports und viele weitere internationale Fernsehstationen sorgte dabei für mehr als 5 Millionen Zuseher in über 100 Ländern.
Schlussendlich unterstrichen die beiden Führenden der GTWS-Gesamtwertung ihre Position als die derzeit weltbesten Trailrunner. Elhousine Elazzaoui siegte bei den Herren souverän mit einer Zeit von 02:08:44 Stunden. Bei den Damen wiederum ging die Gesamtführende Madalina Florea mit einer Zeit von 02:32:16 Stunden als Erste durchs Ziel und baute ihre Führung weiter aus.
Der Pitz Alpine Glacier Trail zählt auch abseits der GTWS mit seinen diversen Rennen, die über 15, 30, 45, 60, 90 und 105 Kilometer ausgetragen werden, zu den forderndsten und gleichzeitig schönsten Rennen im Trailrunning-Kalender. Eine einzigartige Gletscherquerung, der Rifflsee als höchster Bergsee Österreichs und zahlreiche Passagen entlang weiterer Aussichtspunkte waren die Belohnung für alle, die sich der Herausforderung stellten.
Zu den großen Siegern auf den aufgrund der Unwettergefahr teils verkürzten Strecken des Renntages (P-90 & P-105 wurden aufgrund der Wettervorhersage gekürzt) zählten unter anderem auch einige Österreicher. So holten sich der Tiroler Christoph Schlierenzauer bei den Herren und Maela Didier bei den Damen jeweils Heimsiege im P-60. Carmen Kaar wiederum sicherte sich einen Sieg vor heimischem Publikum beim höchsten Marathon der Alpen, dem P-45Glacier.