Der Einstein-Marathon schreibt seine Erfolgsgeschichte fort und verzeichnet mit über 16.000 angemeldeten Sportlerinnen und Sportlern einen neuen Teilnehmerrekord. Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen 25 Grad erreichten rund 14.000 Läuferinnen und Läufer in den verschiedenen Disziplinen das Ziel vor der historischen Kulisse des Ulmer Münsters.
Der Einstein-Marathon in Ulm blickt auf eine beeindruckende Entwicklung zurück: Gestartet im Jahr 2005 als einmalige Veranstaltung mit überraschend doppelter Teilnehmerzahl (6.000 statt 3.000), geht das Event dieses Jahr in seine 22. Runde. Damit zählt es längst zu den sportlichen Aushängeschildern Süddeutschlands.
Obwohl die Corona-Phase temporäre Rückgänge verursachte, profitiert die Veranstaltung heute paradoxerweise von den damaligen Einschränkungen. Das aktuelle Begleitmagazin verdeutlicht, dass der Lockdown-bedingte Stopp von Mannschafts- und Studiosport viele Menschen zum Laufen gebracht hat. Diese damals etablierte Gewohnheit hat die Pandemie überdauert und sorgt heute für einen anhaltenden Boom und kontinuierlich steigende Anmeldezahlen nicht nur auf den Ulmer Strecken.
Im Marathonwettbewerb der Männer setzte der Pole Karol Galas ein sportliches Ausrufezeichen: Mit einer Zeit von 2:29:02 Stunden sicherte er sich den Gesamtsieg und distanzierte den zweitplatzierten Richard Schuhmacher um rund neun Minuten.
Bei den Frauen feierte die lokale Läuferszene einen Heimsieg: Verena Cerna vom SSV Ulm überquerte als schnellste Frau die Ziellinie und war dabei nur rund 20 Minuten langsamer als der Gesamtsieger der Männer.
Das perfekte Laufwetter lockte tausende Zuschauer an die Strecke durch Ulm und Neu-Ulm. Mit großem Applaus, akrobatischen Einlagen und kreativen Kostümen verwandelten die Fans das Sportevent in ein echtes Volksfest. Für die passende akustische Motivation der Athleten sorgten gut ein Dutzend Live-Bands unterschiedlichster Musikrichtungen entlang des Kurses.