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Spezielle Strecken für spezielle Rennen

03.08.21
Quelle: PM

Im Rahmen von Leichtathletik-Großveranstaltung ist der Marathonlauf der Männer als Höhepunkt meist die letzte Entscheidung. Der Sieger dieses Rennens darf sich also ganz besonderer Aufmerksamkeit erfreuen – wie zum Beispiel Stephen Kiprotich aus Uganda, der seine olympische Goldmedaille 2012 in London im Rahmen der Schlussfeier überreicht bekam.

Wegen des großen Medieninteresses und der weltweiten TV-Übertragungen wird gerade bei den großen Events nicht zuletzt darauf geachtet, dass sich der Austragungsort von seiner besten Seite zeigt. Dabei spielt auch die Auswahl der Streckenführung eine wichtige Rolle.

 

Sapporo statt Tokio

 

Bei den Olympischen Spielen in Tokio befindet sich die Marathonstrecke nicht in der Hauptstadt, sondern im Norden des Landes, in Sapporo. Man trägt so den klimatischen Bedingungen Rechnung, die für die Marathonläufer in Tokio nicht ideal sind.

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Natürlich stehen bei Olympischen Spielen die Einzelwettbewerbe im Vordergrund. Viel Aufmerksamkeit bekommt aber auch der Medaillenspiegel, einer Rangliste der Länder mit den meisten gewonnen Medaillen.  Welches Land die meisten Chancen auf Goldmedaillen hat, ist auch bei den Experten wie JackOne ein heiß diskutiertes Thema. Mit Stand am 21. Juli 2021 haben die USA mit einer Quote von 1,10 die größten Chancen, mit den meisten Goldmedaillen nach Hause zu fahren. Dahinter folgen China (6,00) und Gastgeber Japan (21,00). Berücksichtigt man auch die silbernen und bronzenen Auszeichnungen, liegt das Russische Olympische Komitee mit einer Quote von 25,00 auf dem dritten Platz. Die Jackone Erfahrungen fallen nach dem Test von wettfreunde.net ebenfalls sehr positiv aus. Ob die USA wirklich die meisten Medaillen mit nach Hause bringen wird, bleibt abzuwarten.

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Wie viele Athletinnen und Athleten die Marathonwettbewerbe in Sapporo bestreiten werden, wird wohl erst ganz kurz vor dem Start der Rennen bekannt werden. Die Frauen starten am 7. August zu ihrem Marathon, während das Männerrennen am letzten Wettkampftag, am 8. August ausgetragen wird. Zu den Favoriten bei den Männern zählt natürlich der Weltrekordhalter Eliud Kipchoge aus Kenia. Bei den Frauen kommt die Weltrekordhalterin ebenfalls aus Kenia. Und auch Brigid Kosgei dürfte beim Rennen in Sapporo gute Chancen auf die Goldmedaille haben. Bei den Männern gingen seit 2008 sieben von neun Medaillen an Athleten, die in Ostafrika geboren wurden. Bei den Frauen waren es inklusive der für Bahrain startenden Eunice Kirwa (Silber 2016 in Rio) deren sechs.

 

 

 

Ein antikes Stadion und ein Sambódromo

 

Als 2004 die Sommerspiele in Athen stattfanden, war die Marathonstrecke eine ganz besondere Attraktion. Gestartet wurde nämlich in dem kleinen Ort Marathon, von wo aus der Legende nach der Meldeläufer Pheidippides nach Athen gelaufen sei,  um die Botschaft des Sieges über die Perser zu überbringen. Ziel des Olympischen Marathons 2004 war das historische Panathinaikos-Stadion, 1896 Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit. Bei den Männern siegte der Italiener Stefano Baldini, bei den Frauen die Japanerin Mizuki Noguchi.

Auf der gleichen Strecke wird übrigens beim Athens Marathon, der jedes Jahr im November stattfindet, gelaufen.

Einen speziellen Zieleinlauf gab es auch bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Dort endeten die Marathonläufe im Sambódromo da Marquês de Sapucaí, wo gewöhnlich in der Karnevalszeit große Samba-Wettbewerbe stattfinden. Vor viel Publikum präsentieren sich dabei die berühmten Sambaschulen von Rio und versuchten sich wie immer gegenseitig sowohl tänzerisch als auch in der Auswahl der Kostüme zu übertreffen. Bei schwierigen äußeren Bedingungen war bei den Männern 2016 Eliud Kipchoge aus Kenia erfolgreich. Bei den Frauen ging die Goldmedaille an seine Landsfrau Jemima Jelagat.

 
 

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