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Immer mehr extreme Sportarten

29.07.21
Quelle: PM

Die ganze Welt staunte über den österreichischen Base-Jumper und Extremsportler Felix Baumgartner, als er im Oktober 2012 aus rund 40 Kilometern Metern Höhe in die Stratosphäre sprang. Auch der US-Extremsportler Luke Aikins zeigte waghalsig, wie man in zwei Minuten aus mehr als 7.600 Metern Höhe ohne Fallschirm aus einem Flugzeug in ein Netz fallen kann.

Beide Sportler schrieben Geschichte. Warum nehmen Sportler freiwillig Lebensgefahr in Kauf? Sie begeben sich nicht nur in Lebensgefahr, sondern sie nehmen es auch in Kauf, dass sie verletzt oder sogar lebenslange körperliche Behinderungen davon tragen können. Man nennt diese Sportler Extremsportler und manche nennen sie Verrückte, weil sie nur für den nächsten Kick ihr Leben aufs Spiel setzen.

Den Extremsportlern geht es um das Gefühl der persönlichen Höchstleistung sowie darum, die persönlichen Grenzen zu finden. Es geht also nicht nur um den puren Adrenalin-Kick oder um die Jagd nach Trophäen und Titeln. Und es geht Extremsportlern auch nicht darum, besser als die anderen zu sein und sie zu besiegen. Sie wollen selbst unter schwersten und lebensgefährlichen Bedingungen ihr Bestes geben. Dabei gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, denn oftmals geht es um einen Kampf mit den Elementen Erde, Wasser und Luft. Extremsportler suchen Grenzerfahrungen und nehmen dabei so einige Gefahren in Kauf.

 

 

 

Extreme Sportarten - immer höher, weiter schneller

 

Zur Extremsportart kann fast jede Sportart werden. Wer sich zum Joggen die Laufschuhe anzieht und eine Runde durch den Wald rennt, kann genauso durch regelmäßiges ausgefeiltes Training seine Laufstrecke erweitern und zuerst zu einem Marathon und dann zu einem Ultramarathon kommen.

Turmspringern, denen die Sprungbretter im Schwimmbad nicht hoch genug sind, können sich in der freien Natur anspruchsvollere Höhen an Felsen und Bergen suchen.

Cliff-Diving ist eine Extremsportart, bei der aus bis zu 28 Metern in einen See oder ins Meer gesprungen wird – natürlich mit spektakulären Saltos und Schrauben. Der Weltrekord beim Cliff-Diving liegt bei 58,8 Metern. Er wurde von Lazaro Schaller beim Wasserfall Cascada del Salto (Schweiz) mit einem Klippensprung absolviert.

Auch bei Sportwetten gibt es die Möglichkeit auf Rekorde zu tippen. Auf den Seiten von www.wetten.com erfahren Sportbegeisterte die genauen Details rund um das Thema Sportwetten.

Immer und immer wieder werden neue Extremsportarten erfunden wie beispielsweise auch das Cave Diving. Dabei wird in stockfinstere Höhlen getaucht. Der gewisse Kick entsteht dabei durch Orientierungslosigkeit sowie durch Engstellen und Strömungen, die durchtaucht werden müssen. Oder Mountainflying: Der Mensch möchte schon seit Urzeiten fliegen können. Die Extremsportler springen von einem Fels oder Abhang in einem sogenannten Wingsuit. Neueste Errungenschaft: Raketenbetriebene Wingsuits.

 

 

Extremsportler begründen ihren gefährlichen Sport mit der Suche nach dem „Flow“ und einer gewissen Lust am Risiko. Als Flow wird ein Zustand bezeichnet, in dem jemand so in seinen Sport vertieft ist, dass er das Gefühl hat, mit seinem Tun „mitzufließen“ und dabei jegliches Zeitgefühl verloren geht. Die Sportler sind in diesem Moment zutiefst lebendig und bilden eine persönliche Einheit von Körper und Geist. Das feuert sie an und begeistert sie. Es tauchen immer wieder neue Sportarten auf, die sicher nicht für die Masse geeignet sind und auch sicher nicht zum Volkssport werden. Einige davon sind

Luft – Extremsportarten

  • Base Jumping, Objektspringen
  • Fliegen in einem Wingsuit, ein Anzug für Base Jumper
  • Fallschirm-Springen u.a. mit einem Halo-Sprung
  • Sky Surfing, Sprünge aus dem Flugzeug mit einem Surfbrett
  • Acro-Paragliding, spiralenförmig und mit Figuren
  • Hangglider fliegen, unterhalb des Flugzeugs
  • Jetwing fliegen mit Flügeln und Triebwerk

Land - Extremsportarten

  • Free Solo Klettern, Alleingang ohne technische Hilfsmittel
  • Deep Water Soloing, freies Klettern über tiefem Wasser
  • Ultramarathon, Strecken jenseits von 42 Kilometern
  • Trailrunning, Laufen in unwegsamen Gelände
  • Caving, Höhlenwandern
  • Downhill Racing, Bergabfahrtsstrecken mit dem Rad
  • Buildering, Fassadenklettern
  • Houserunning/Rockrunning. Fassadenlaufen

Extremsportler sind keinesfalls wagemutige Menschen, die vom Testosteron gesteuert sind und es sind auch keine Selbstmörder. Die eindrucksvolle und einmalige Aktion des ehemaligen Base Jumpers Baumgartner zeigt, dass er kein Draufgänger ist - wie manche gerne behaupten. Denn sein Vorhaben wurde geplant und vorbereitet.

Baumgartner wagte den Sprung aus einer Druckkammer im Ballon aus knapp 40 Kilometer Höhe, um dann im Free-Fall (1.000 km/h) auf die Erde zu kommen. Der Österreicher und sein Trainingsteam haben jahrelang physische, psychische und technische Vorbereitungen getroffen, um ideal vorbereitet zu sein. Das hat sich spätestens gezeigt, als der Stratosphärenfall des Österreichers kurz so aussah, als ob er außer Kontrolle geraten sei. Er aber war nervenstark und hatte die körperlichen Voraussetzungen, diese lebensgefährliche Situation im freien Fall sicher zu meistern.

Der aufsteigende Markt an Extremsportarten zeigt, dass in ganz vielen Menschen ein  Baumgartner schlummert. Denn immer mehr Sportbegeisterte versuchen sich durch persönliche Heldentaten vom langweiligen und eintönigen Alltag abzulenken.

Ein Marathonlauf als Nervenkitzel reicht schon lange nicht mehr, er befindet sich fast schon in der Abteilung „Wellness-Aktion“. Die technische Entwicklung macht es leichter, die Grenzen immer weiter nach außen zu schieben. So gesehen ist ein einfaches Hollandrad wenig reizvoll, um sich steile Abhänge hinunterzustürzen. Auf den neuesten Downhill-Rädern allerdings wird das Ganze zu einem furiosen Ritt.

 
 

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