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Deutschland: Über 50 % leiden unter Übergewicht

23.12.19
Quelle: PM

Die in Deutschland lebenden Menschen liegen über dem Durchschnitt, wenn es um das Gewicht geht. Nach einer offiziellen Statistik des Bundesamtes waren im Jahre 2017 mehr als 50 % der deutschen übergewichtig. Fast 20 % werden unter Fettleibigkeit eingestuft. Doch ab wann gilt man als übergewichtig oder gar fettleibig?

Für diese Definition ist die Weltgesundheitsorganisation WHO verantwortlich. Demnach gelten Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 30 als übergewichtig. Alles was darüber liegt, fällt unter die Fettleibigkeit.

Neben einigen Studien sind sich auch Experten und Sportler einig, dass der Body-Mass-Index nicht so aussagekräftig ist, wie er zu sein scheint. Der Fett- sowie Muskelanteil sind bei dieser Berechnung lediglich von geringer Bedeutung und finden keinen primären Platz in der Formel. Es wird lediglich die Körpergröße in Relation zum Gewicht gesetzt. Daraus ergibt sich der BMI.

Anhand eines Beispiels soll die Relevanz des BMI’s veranschaulicht werden. Person A wiegt 80kg und ist 1,75m groß. Aufgrund der Formel ergibt sich hieraus ein BMI von 26,1. Damit fällt er in der Statistik unter die übergewichtigen Menschen. Doch was ist, wenn Person A sehr viel Sport betreibt, und einen sehr hohen Muskelanteil und lediglich einen Körperfettanteil von 10 % besitzt? Zwei Personen mit dem identischen BMI können komplett unterschiedlich sein. Der eine ist sportlich nicht aktiv, hat einen Körperfettanteil von 30 % und ist somit sichtbar übergewichtig, der andere treibt viel Sport und hat einen sehr niedrigen Körperfettanteil, obwohl beide Personen gleich viel wiegen und die identische Größe vorweisen. Aus dem Grund hat der BMI eine relativ geringe Aussagekraft.

 

 

 

Wie Insulin den Körper
an der Fettverbrennung hindert

 

Als Insulin wird ein Hormon bezeichnet, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird und für die Senkung des Blutzuckerspiegels sorgt. Dabei wird dieses in verschiedene Stärkegrade zerteilt und verteilt damit den Zucker im Blut. Insulin wird je nach Wert der Glykämischen Last in der Bauchspeicheldrüse in einer bestimmten Menge freigesetzt. Diese dient als eine Art Schlüssel, welcher dafür sorgt, dass sich die Glucose im Blut verteilen kann. Glucose ist der Antagonist des Insulins und lässt den Blutzuckerwert ansteigen. Mit einem Blutzuckermessgerät kann der eigene Blutzuckerpegel regelmäßig kontrolliert werden, um Schwankungen schnell entgegenwirken zu können.

Kohlenhydrate sind neben Fetten, Proteinen und Ballaststoffen einer der vier Makronährstoffe. Kohlenhydrate können dabei in kurzkettige und langkettige unterteilt werden. Dieser Nährstoff versorgt den menschlichen Körper mit der Energie, die dieser tagtäglich benötigt.

Einfache und zweifache Zucker werden den kurzkettigen Kohlenhydraten zugeordnet, sie werden auch  Mono- und Disaccharide genannt. Früchte, Obst, Weißbrot und Süßigkeiten enthalten zum Beispiel primär diese Form von Kohlenhydraten. Kurzkettige Kohlenhydrate werden vom Körper schnell aufgenommen, wodurch der Blutzuckerpegel rasant ansteigt. Gleichwohl sinkt dieser genauso schnell wieder, weshalb Produkte mit kurzkettigen Kohlenhydraten keinen langen Sättigungseffekt mit sich bringen und für den berühmten Heißhungereffekt sorgen.

Langkettige Kohlenhydrate lassen sich in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten finden. Sie halten den Blutzuckerspiegel langfristig auf einem stabilen Niveau, wodurch das Sättigungsgefühl länger anhält und der Körper lange von der Energie profitiert.

Doch, wenn Insulin den Blutzuckerspiegel sinken lässt, inwiefern hindert dieses Hormon dann den Körper am Fettabbau?

Der eingelagerte Zucker setzt sich vor die Fettreserven. Ist der Körper aktiv und benötigt Energie, greift er primär auf die Energie des Zuckers zurück, welcher vor den Fettzellen gelagert ist. Nimmt der Körper Produkte mit Fett zu sich, addiert sich dieses zu dem bereits vorhandenem Fett. Primär bei Menschen mit einem hohen Fettanteil ist dies ein größeres Problem. Aus diesem Grund entstehen die sogenannten Rettungsringe um den Bauch herum. Durch eine ungesunde Ernährung über kurzkettige Kohlenhydrate nimmt der Körper besonders viel Zucker zu sich. Daher wird übermäßig viel Insulin produziert, welches dafür sorgt, dass der Körper die Glucose und das Fett speichern kann. Damit der Zucker kompensiert werden kann, ist ein hohes Maß an sportlicher Aktivität erforderlich.

 

Der Zusammenhang von Insulin und Diabetes

 

Bei der Krankheit Diabetes muss zwischen zwei Varianten differenziert werden: Typ 1 und Typ 2. Bei Diabetes Typ 1 ist der Körper nicht in der Lage, Insulin produzieren. Die Zellen in der Bauchspeicheldrüse sind nicht mehr funktionsfähig, sodass Patienten beispielsweise mithilfe einer Insulinspritze diesen Mangel ausgleichen müssen.

Während Diabetes Typ 1 hierzulande nicht so häufig vertreten ist, kommt Typ 2 besonders oft vor. Diabetes Typ 2 ist die häufigste Diabetesform, bei welcher die Zellen eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Insulin aufweisen. Führt der Körper konstant über viele Jahre eine große Menge an Zucker zu sich, entsteht im Körper eine Insulinüberproduktion, welche für eine Ermüdung der Zellen sorgt. In der Regel ist bei dieser Form von Diabetes keine gesonderte Therapie notwendig. Jedoch steigt die Anzahl der Patienten, die auch hier eine Insulinspritze benötigen.

 
 

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