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Laufberichte

Solling-Querbeet

 

Von Bad Karlshafen nach Dassel, quer durch den Solling, das  kennen wir schon. Aber ohne Bustransport ist das nicht möglich. Also heißt es heute: Querbeet. Eine Runde ab Dassel- Sportplatz im Solling hoch und runter…

6.11. Einlass nach strenger 3G-Kontrolle durch Arien höchstselbst. Nur die Harten komm in Garten oder so. Dann die Startnummer holen. Und vielleicht eine kleine Stärkung noch, der Kaffee ist heiß und der Kuchen lecker. Pünktlich um 8 traben die verwegenen Hundert dann los. Der Tag beginnt.

Kalt ist es. Aber trocken, sogar die Sonne wagt sich etwas heraus. Die Wolken machen es ihr aber schon schwer. Gerade noch zwischen den Häusern - schon geht es bergauf. Das Warmwerden ist also gesichert. Die Hundert haben sich schnell in die Länge verteilt, die Vordersten sind außer Sicht. So beginnt nun das Verhängnis.

Die Strecke ist ordentlich beschildert. Lila sind sie, die Schilder. Manchmal gibt es auch Pfeile am Boden. Und wenn lange nichts davon kommt, stimmt was nicht. Keine 4 km ab Start ist bereits die hintere Hälfte verkehrt. Ein Schild, irgendwie schräg am Ast, und schon haben wir mehr Höhe und Strecke als vorgesehen. Viel mehr. Zwischen 4 und 8 km sind es am Schluss. Je nachdem, wie man das Problem eben löst. Mein Track verortet uns gar nicht so weit ab vom richtigen Weg.  Etwas quer durch den Wald und gut ist. Viele folgen mir, andere kehren um.

Zur Strafe erreichen wir VP 1 nicht bei km 8 sondern erst bei 12 oder 15. Das ist schon was. Aber nun ist die Aufmerksamkeit geschärft. Das passiert nicht nochmal. Zumal die Wege alle gut laufbar sind. Keine Schäden durch Forstarbeiten, alles in gutem Zustand. Genau wie der Wald. Kaum Totholz oder riesige Schneisen. Einfach stabiler Mischwald. Dass im Wald gearbeitet wurde, merken wir aber auch,  aber erst später.

Hier werden besonders Feuchtgebiete gerettet, Moore neu gewässert. Wasser gibt es hier genug, manchmal auch auf den Wegen. Herrlich glitschiger Schlamm hier, nasses, rutschiges Gras da. Für Spaß ist gesorgt. Eine lange Gerade bringt uns bergab nach Abbecke. VP 2 versorgt uns toll, registriert alle Läufer und entlässt uns auf die Höhe Richtung Lakenteich. Der dürfte den Sollingquerern von früher her bekannt sein – da ist ein Spitzen-VP. So auch heute. Nur - heute umlaufen wir auf Trails den Teich. So lernen wir auch etwas Geschichte: Hier stand lange eine Glashütte. Reste sind konserviert und unter einem Dach geschützt. Nun kennen wir auch das.

Ab hier entspricht die Strecke in etwa der Querung. Kleine Änderungen hat die Forstbehörde zwar eingebaut, aber nun ist es vertrautes Gelände. Am Hochsollingturm vorbei haben wir den höchsten Punkt erreicht, nun noch netto bergab. Brutto nicht. Im Tal der Holzminde ist eine Wegsperrung. Wieder ein Umweg. Steinmauern und Häuser, Trails im Wald. Immer garniert mit Höhenmetern,  knackig und giftig, aber schön. Silberborn lassen wir rechts unten liegen, uns zieht es zum VP 4 am Hochseilgarten. Alles gibt es hier. Sekt ist schon Tradition, das Einbecker auch. Sowas hebt die Motivation auf ein ungeahntes Niveau.

Der Meckenbruch muss jetzt auf Bohlenwegen überquert werden, im Wald folgen lange Gerade und der letzte Anstieg. Hier beschleicht mich immer wieder das Gefühl, überhaupt nicht voranzukommen. Soviel ich auch laufe, alles sieht gleich aus. Es geht ja bergab, aber das ist kaum wahrzunehmen. Optische Tricks sind das. Und die Wahrnehmung ist auch etwas lädiert… Augen zu und durch.

Nette Sprüche am Weg zeigen, dass es eben doch vorangeht. Und erst der VP 5! Herrlich. Hier trifft man sich. Gemeinsam nehmen wir uns die letzten paar km vor. Sie vergehen bei interessanten Gesprächen wie im Flug. Fast. Eine Schikane kommt noch. Links hoch über einen Hügel, drüben wieder runter und eine weite Schleife um den Sportplatz. Oh, Mann! Aber dann sind sie da, die Fans! Mit Trommeln halten uns die Mädels bei Laune und in Trab. Als unüberwindliche Viererkette überqueren wir die Ziellinie. Geschafft!

Alles gibt es im Ziel, auch das ist Tradition: Duschen, WC, Nudelbuffet, beheizte Zelte, Urkunde  und, und, und… solange die Nudeln reichen.

 

Fazit

 

Dieser Lauf fügt sich nahtlos in die Solling- Lauftradition ein. Einfach alles passt. Das beweisen auch die vielen Veteranen, die immer wieder gern hierher kommen. Arien – weiter so! Deine 50 km/ 750 hm sind Spitze!

 

 

 

Informationen: Sollingquerung
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