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Laufberichte

Wunderschönes Sauerland

18.05.08

Bereits vor 2 Jahren hatte ich die Bergstadt Rüthen aufgesucht, als dort am 14. Mai 2006 die 2. Auflage des "Bergstadt-Marathons Rüthen" zur Durchführung gelangte. Zwar hatte der ausrichtende Verein TSV Rüthen 1921 schon mehr als 30 "Bibertal-Volksläufe" erfolgreich organisiert. Für den als Bereicherung des Wettkampfangebotes in diese Traditionsveranstaltung integrierten Marathonlauf hatte man jedoch eine völlig separate Streckenführung gewählt, und nachdem ich einen Blick auf die Streckenskizze geworfen hatte, keimten in mir als heißem Kandidaten für die Schlusslichtposition erhebliche Bedenken auf, ob man dieses Zickzack über 42,2 km hinweg so markieren können würde, dass ein Verlaufen ausgeschlossen sei.

Rasch wurde ich aber bei meinem dortigen Erststart eines Besseren belehrt. Zum einen gab es die scheinbaren Berührungen von Schleifen des Kurses gar nicht, weil die Strecke an unterschiedlichen "Etagen" der Berghänge entlang verlief. Zum anderen waren die gesamten 42,2 km mit Schildern, Bodenpfeilen und rot-weißen Flatterbändern so umfangreich, präzise und zweifelfrei bestückt, dass ich nach meiner Zielankunft nimmer müde wurde, diese vorbildliche Glanzleistung der Streckenverantwortlichen hervorzuheben. Und da ich auch noch von der herzlichen Gastfreundschaft des gesamten Organisationsteams recht nachhaltig beeindruckt war, gab es für mich keinerlei Zweifel daran, dass ich die sehr empfehlenswerte Rüthener Laufveranstaltung wieder aufsuchen würde.

Im Jahr 2007 musste ich auf dieses Vorhaben zu meinem großen Bedauern verzichten. Der Orkan "Kyrill", der am 18.01.2007 über Europa hinweggefegt war, hatte nämlich leider auch in der Region Rüthen hemmungslos gewütet und Folgen hinterlassen, die ein gefahrloses Durchlaufen der Marathonstrecke unmöglich machten. Somit hatten die Verantwortlichen des TSV Rüthen 1921 schweren Herzens den Lauf über die Marathondistanz absagen müssen.

Als ich in den üblichen Informationsquellen aber nachlesen konnte, dass der "Bergstadt-Marathon Rüthen" in diesem Jahr wieder und damit zum dritten Male stattfinden würde, war ich hoch erfreut. Nachdem ich im Vorfeld noch in einem E-Mail-Austausch mein derzeit etwas eingeschränktes Leistungsvermögen angekündigt und dennoch die Zusage erhalten hatte, dass man auf meinen ggf. ein paar Minuten nach dem in der Ausschreibung genannten Zielschluss erfolgenden Zieleinlauf warten würde, fuhr ich voller Vorfreude am Sonntag, dem 18. Mai 2008, erneut in meinem PKW nach Rüthen.

Bei meiner frühmorgendlichen Ankunft am Veranstaltungsort breitete sich über diesen eine geschlossene Bewölkung aus. Auch empfand ich zu diesem Zeitpunkt noch eine empfindliche Kühle. Da aber zu keiner Zeit irgendwelche Niederschläge fielen und nach ca. 2 Stunden Laufzeit (Start um 8.30 Uhr) immer wieder etwas Aufhellung durch die Wolkendecke schimmerte, herrschten durchaus gute Laufbedingungen.

Organisationszentrum der Sportveranstaltung, in der auch ein Halbmarathonlauf, ein 10-km-Volkslauf, Jedermann-, Jugend- und Schülerläufe sowie Walking- und Wanderwettbewerbe angeboten wurden, war wiederum das im Rüthener Bibertal gelegene Freizeitbad. Die Marathonstrecke selbst befand sich im nordöstlichen Bereich des Naturparks "Arnsberger Wald". In dieser Region des "Hochsauerlandes", das zweifelsfrei zu den schönsten Mittelgebirgen Deutschlands zählt, werden naturverbundene Menschen von einer besonders schönen Landschaft verwöhnt.

Und so ermöglichte die Laufstrecke auch immer wieder herrliche Ausblicke auf das imposante Stadtbild von Rüthen sowie auf die einst eigenständige Bergstadt Kallenhardt. Auch das nach etwa 1/3 der Marathondistanz erfolgende Passieren des Schlosses Körtlinghausen vermittelte interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicherlich einen besonders nachhaltigen Eindruck.

 
© Hans-Werner Förster 5 Bilder

Natürlich war der Kurs - wie hätte es in einem Mittelgebirge auch anders sein sollen - von einem überwiegenden Bergauf und Bergab geprägt. Aber anders, als man nach Betrachtung des Streckenprofils annehmen könnte, gab es auch erstaunlich viele Abschnitte, auf denen man ebenhin traben konnte. Den zu belaufenden Untergrund bildeten befestigte Wald- und Wiesenwege sowie asphaltierte Teilstücke in einem ausgewogenen Verhältnis.

An den in den üblichen Abständen vorzufindenden Verpflegungsstellen wurden zunächst stilles Wasser und ab der Streckenhälfte dann auch das von mir in Wettkämpfen sehr geschätzte Cola sowie Müsliriegel angeboten, sodass man gut und ausreichend versorgt war.

Die Teilnahmegebühr für den Marathonlauf betrug - auch bei Nachmeldung - lediglich 15 Euro. Als allgemeine Auszeichnung bekamen die Zielankömmlinge eine "hölzerne Medaille am Lederband" ausgehändigt, in die die Veranstaltungsbenennung eingebrannt ist. Zudem konnte man sich vor Ort eine hübsche Urkunde ausdrucken lassen. Und wer genügend Zeit mitgebracht hatte, konnte auch das Freizeitbad Bibertal kostenlos benutzen.

Es war für mich erneut ein sehr schöner Aufenthalt in Rüthen, und so lautete mein Fazit auch in diesem Jahr wieder: Eine vorbildliche Organisation und Streckenmarkierung, ein sehr gastfreundliches Veranstalterpersonal, eine herrliche Gegend und ein zwar recht "anspruchsvoller", aber auch ganz besonders reizvoller Landschaftsmarathonlauf, den man ohne Einschränkung bestens weiterempfehlen kann.

Mehr zum Thema

 

Informationen: Bergstadt Marathon Rüthen
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