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Wahnsinns-Rennen und beeindruckende Zeiten

30.06.18
Quelle: Pressemitteilung

Cristofer Clemente und Kristin Berglund triumphieren beim 2. STUBAI ULTRATRAIL

Was für ein Wahnsinns-Rennen, was für beeindruckende Zeiten. Nur zwölf Monate nach der Premiere hat sich der STUBAI ULTRATRAIL mit Start in der Olympiastadt Innsbruck und Ziel auf dem 3.137 m hohen Stubaier Gletscher seinen Platz im Ranking der interessantesten europäischen Trailrunning-Events gesichert. Die zweite Auflage endete mit dem überragenden  Triumph des spanischen Weltklasseläufers Cristofer Clemente (Team Salomon), der die 63,1 Kilometer und 5.075 Höhenmeter in 7:31:34 Stunden zurücklegte und damit fast eine Stunde schneller war als der Sieger von 2017.

Rang zwei ging an den Österreicher David Wallmann (8:10:59 Stunden, Salomon Running Team), der einen spannenden Zweikampf mit seinem Landsmann Christian Stern (8:13:35 Stunden, SV Raiba Stubai) für sich entschied. Bei den Frauen setzte sich die Schwedin Kristin Berglund (Salomon Running Team Austria) ebenso souverän wie Cristofer Clemente durch, während Mitfavorit Ryan Sandes (Südafrika) frühzeitig ausschied. Berglund erreichte das Ziel vor dem Restaurant Jochdohle am Stubaier Gletscher nach 8:46:00 Stunden. Auch die in Österreich lebende Schwedin verbesserte die Siegerzeit von 2017 um gut 45 Minuten. Schnellster Master-Läufer war der Deutsche Konrad Lex (Team Dynafit, 8:21:21 Stunden).

„Das ist ein wunderschöner Tag für mich, ein Geschenk für das Leben. Hier im Schnee zu siegen und nicht im Sand oder am Meer, das ist einfach genial“, kommentierte der 33-jährige Clemente seinen Sieg. Der zurückhaltende und sympathische Spanier ist auf der Kanareninsel La Gomera zu Hause und läuft derzeit in einer anderen Liga als die Konkurrenz. Vor zwei Wochen wurde der Vize-Weltmeister von 2017 Zweiter beim SALOMON Zugspitz Ultratrail , am Samstag dominierte er den STUBAI ULTRATRAIL. Schöne Geste von David Wallmann, dem Zweiten, der sich im Ziel vor Clemente tief verneigte und ihm voller Hochachtung gratulierte.

 

 
© Philipp Reiter 4 Bilder

 

Zufriedene Gesichter bei den Athleten ob der perfekten Wetter- und Laufbedingungen, zufriedene Gesichter bei den Veranstaltern um Roland Roland Volderauer, Geschäftsführer TVB Stubai Tirol: „Ich bin überzeugt davon, dass dieses Event eine erfolgreiche Zukunft hat. Es ist die ultimative Herausforderung. Der Nachtstart um 1 Uhr mit Stirnlampen in Innsbruck, wir laufen an der legendären Sprungschanze Bergisel vorbei, erleben den Sonnenaufgang auf der Starkenburger Hütte und laufen auf dem Wilde Wasser Weg bis zum Talschluss, ehe es steil bergauf bis auf über 3.137 m ins ewige Eis auf den Stubaier Gletscher geht. Das ist echt eine Wahnsinnsstrecke und einfach etwas ganz Besonderes.“ Und auch mit den Teilnehmerzahlen zeigte sich Volderauer mehr als zufrieden: „Wir sind mit 500 im Vorjahr gestartet, haben jetzt knapp 700 aus 30 Nationen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald die Marke von 1.000 Athleten und Athletinnen knacken werden.“

Die Favoriten wie Clemente oder Berglund gaben sich absolut keine Blöße beim 2. STUBAI ULTRATRAIL, andere dagegen schieden schon frühzeitig aus oder hatten die Strecke unterschätzt. So wie der Südafrikaner Ryan Sandes, 2017 Sieger des ältesten Ultra-Marathons der Welt, dem Western States® 100-Mile Endurance Run in den USA. Oder die Französin Perrine Tramoni. Für Sandes war nach 17 Kilometer Schluss. „Die Beine wollten einfach nicht, vielleicht steckt mir der Himalaya noch in den Knochen“, zeigte sich der Superstar ziemlich geknickt. Tramoni hielt länger durch und gab an der Verpflegungsstelle 7 bei Kilometer 49 ihre Startnummer ab.

Jeder einzelne Starter hatte sich seine ganz persönliche Taktik für dieses besondere Rennen mit der Startzeit um 1 Uhr in Innsbruck und dem extrem anspruchsvollen Finale zurechtgelegt. Während Cristofer Clemente vom ersten Meter an wie selbstverständlich die Führung übernahm und selbst im Ziel auf 3.137 m Meereshöhe nicht wirklich ausgepowert wirkte, ließ es David Wallmann, der Sieger des letztjährigen BASICTRAIL zunächst etwas ruhiger angehen. „Auf dem Flachen konnte ich wie erwartet nicht mithalten. Ich spürte auch noch die Anstrengungen der letzten Monate“, erklärte der 27-jährige Salzburger, der erfolgreich an der „längsten Skitour der Welt“ über 1.721 Kilometer sowie 89.644 Höhenmeter von Wien nach Nizza teilgenommen hatte. Seine große Klasse bewies Wallmann dann im Finale. Von der Skistation Mutterberg bis zum Ziel an der Jochdohle mussten innerhalb von 8,1 Kilometer fast 1400 Höhenmeter bewältigt werden. Hier zog Wallmann zum ersten Mal an dem Lokalmatador Christian Stern vorbei, der lange auf Platz zwei gelegen hatte. „Am Gletscher war ich etwas zu langsam, aber mit Platz drei bin ich dennoch hochzufrieden“, sagte der Athlet aus dem Stubaital.

Bei den Frauen zeigte sich Kristin Berglund vom ersten Meter an in bester Verfassung, ihre Zeit von 8:46:00 Stunden reichte zu Rang sieben in der Gesamtwertung. Einfach beeindruckend. „Die Strecke war echt ein Wahnsinn, viel schöner als ich mir vorgestellt hatte. Der Sonnenaufgang war sensationell“, war die 34-Jährige angetan. Das technisch anspruchsvolle Finale hinauf zur Bergstation Eisgrat kam Berglund zudem entgegen: „Es war trotzdem heftig, die Höhenmeter wollten einfach nicht weniger werden.“ Nach ihrer einjährigen Verletzungspause präsentierte sich die Schwedin in bester Verfassung, wurde sie doch erst vor zwei Wochen Zweite  beim SALOMON Zugspitz Ultratrail powered by LEDLENSER und war dabei schneller unterwegs als bei ihrem Sieg 2016. Der Vorsprung von Berglund auf die Konkurrenz war eindrucksvoll. Die Deutsche Elfi Frank (Michael Arend Training) folgte auf Rang 2 mit einer Zeit von 10:38:32 Stunden. Maja Dorfschmid aus der Schweiz lief auf Platz 3 in 10:43:35 Stunden.

Zur Mittagszeit wurde es richtig voll auf dem Stubaier Gletscher, als die Teilnehmer der weiteren Rennen das Hochplateau bei blauem Himmel, Windstille und Temperaturen um die 8 Grad erreichten und von zahlreichen Zuschauern lautstark angefeuert wurden. Den  BASICTRAIL über 28,7 Kilometer und 2.528 HM mit Start in Neustift dominierte der erst 24-jährige Johannes Hinterseer (La Sportiva/ Bundeswehr) in 3:30:42 Stunden vor den beiden Österreichern Daniel Jochum (Salomon Deutschland, 3:37:43 Stunden) und David Wöhrer (Oberpinzgau, 3:38:51 Stunden). Dieses Trio lieferte sich ein Rennen, das vom Start weg spannend war. „Ich habe mir die Kraft für den finalen Berg aufgespart. Das hat ja offensichtlich

funktioniert“, freute sich Hinterseer über seinen imageträchtigen Triumph. Daniel Jochum hatte sich das Rennen ebenfalls klug eingeteilt, wurde mit der Zeit immer stärker und erreichte den Anstieg in Mutterberg auf Rang 2. „Ich musste dann aber noch einen Schritt zulegen, als ich gemerkt habe, dass David Wöhrer von hinten aufschließen wollte“, resümierte Jochum.

Spannung pur auch bei den Frauen. Susi Lell (Compex Austria), Kathrin Angerer (La Sportiva Mountain Running Team) und Silvia Feld (Salomon) lieferten sich ein Rennen mit wechselnder Führung. Auf dem eher flachen Stück von Neustift nach Mutterberg legte Triathletin Feld („ich wusste ja, dass ich einen Vorsprung herauslaufen musste“) ein hohes Tempo vor, Kathrin Angerer folgte auf Sichtweite ebenso wie Susi Lell etwas weiter zurück. Die Rettenbergerin setzte voll auf ihre Stärke am Berg. „Meine Rechnung ist aufgegangen. Ich habe immer gedacht. Wenn es steil wird, dann hol ich euch“, lachte die 31-jährige Allgäuerin.

Erstmals im Programm des STUBAI ULTRAIL dabei war der GLETSCHERTRAIL mit Start an der Bergstation Mutterberg am Ende des Stubaitals. Es folgten knallharte acht Kilometer und 1.395 HM im Anstieg, und null Höhenmeter im Abstieg. Eine Angelegenheit für echte Spezialisten. Der Tiroler Martin Mattle übernahm sofort die Führung zusammen mit Hans-Peter Innerhofer (Salomon Austria). Während Mattle seinen Rhythmus fand („das hat richtig Spaß gemacht, ein richtig knackiger Berglauf vor einer einzigartigen Kulisse“), musste Straßenläufer Innerhofer bei seinem ersten Berglauf überhaupt schließlich abreißen lassen. „Das war viel zu schnell für mich, vor zwei Wochen habe ich noch für die 5.000 m trainiert“, freute sich Innerhofer über seinen dennoch gelungenen Ausflug als Bergläufer. Und auch Thomas Farbmacher, zuletzt Dritter beim Zugspitz Ultratrail, genoss den GLETSCHERTRAIL, trotz der Anstrengungen: „Nach einem Kilometer war ich schon völlig fertig, es war dennoch ein toller Tag vor einer sensationellen Kulisse.“

Bei den Frauen ergab sich ein spannender Zweikampf und Rang 1 und 2. Den am Ende der 8,1 Kilometer die Deutsche Sylke Schmitz (Grasberger Hof) in 1:43:21 Stunden vor Sabine Kozak (Salomon Austria, 1:45:47 Stunden) und Marion Gaile (Neustift/Stubai, 1:55:33 Stunden) gewann.

 

Informationen: Stubai Ultratrail
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