Die voralpine Landschaft des Emmentals bot am vergangenen Wochenende die perfekte, wenn auch anspruchsvolle Kulisse für den 37. Napf-Marathon, der vom 10. bis 11. Oktober 2026 stattfand. Die traditionsreiche Veranstaltung, die im malerischen Trubschachen beheimatet ist, zog erneut ein engagiertes Teilnehmerfeld von Berglauf- und Trailrunning-Begeisterten an, die sich den steilen Pfaden und der herbstlichen Natur stellten.
Die profilierte und abwechslungsreiche Strecke verlangte den Athleten auf ihren Wegen über Hügel, Bäche, Wiesen und durch dichte Wälder alles ab, belohnte sie jedoch mit spektakulären Ausblicken auf die umliegende Bergwelt.
Vom Start am Schulhaus Hasenlehn in Trubschachen führte der anspruchsvolle Rundkurs über die Risiegg hinauf zum legendären Napf-Gipfel, der mit 1.408 Metern über dem Meeresspiegel den Kulminationspunkt des Rennens markierte. Der anschliessende Rückweg verlief über Niederänzi, Hochänzi, die Lushütten und Schynen zurück zum Ausgangspunkt, wobei der Untergrund von Asphaltpassagen über klassische Wanderwege bis hin zu technisch fordernden Bergpfaden variierte.
Um möglichst vielen Leistungs- und Altersklassen gerecht zu werden, bot das Organisationskomitee verschiedene Wettbewerbe an, die den Napf zu einem vielseitigen Sportfest machten. Neben der Königsdisziplin, dem Classic-Marathon über 42,195 Kilometer mit knackigen 1.542 Höhenmetern Steigung, konnten sich Zweierteams die Strecke beim Team-Marathon aufteilen, wobei der Stafettenwechsel nach 20 Kilometern direkt auf dem Napf-Gipfel stattfand.
Wer eine kürzere, aber nicht minder intensive Herausforderung suchte, startete beim Napf-Berglauf oder beim Walking-Wettbewerb, die beide über eine Distanz von rund 20 Kilometern führten.
Die sportlichen Höhepunkte des Wochenendes spiegelten sich in den beeindruckenden Siegerzeiten wider. Im hart umkämpften Classic-Marathon der Männer feierte David Locher aus Zollbrück den Gesamtsieg und überquerte die Ziellinie nach einer Energieleistung in einer herausragenden Zeit von 3:23:05 Stunden.
Bei den Frauen zeigte Céline Geraldine Cébe aus Bremgarten eine fabelhafte Performance und kürte sich mit einer Zeit von 3:45:53 Stunden zur verdienten Marathon-Siegerin.
Auch im teilnehmerstarken Berglauf über 20 Kilometer wurden hochkarätige Ergebnisse erzielt: Hier triumphierte Nicolas Hollard bei den Männern mit einer starken Zeit von 1:46:39 Stunden, während sich Jasmin Lüthi bei den Frauen mit 1:55:21 Stunden den obersten Podestplatz sicherte.
Dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer sowie der lautstarken Unterstützung des Publikums entlang der Strecke ging die 37. Austragung des Emmentaler Klassikers als rundum gelungener und stimmungsvoller Lauf-Event zu Ende.