Der journalistisch geprägte Autor Christopher McDougall zieht mit seiner Frau Mika und den Töchtern Maya und Sophie aus der Stadt Philadelphia aufs Land in Pennsylvania. Sie finden sich in der eigenartigen und einfachen Lebensweise der amischen Bevölkerung wieder. Auf ihrer Farm werden sie zu Tierhaltern. Aus Mitleid nehmen sie einen verwahrlosten Esel auf: Sherman.
In „Das Glück ist grau“ berichtet McDougall von seinem spannenden Weg, den er mit seiner Familie und einigen Freunden geht, um aus dem eingesperrten und kranken Esel Sherman einen leistungsstarken und fitten Esel für das legendäre Burro Rennen in Colorado zu machen. Auf anschauliche und unterhaltsame Weise erzählt der Autor beinahe in belletristischer Romanform von diesem besonderen, eben auch amerikanischen Lebensabschnitt.
Der Leser lernt in den einzelnen Kapiteln verschiedene Charaktere kennen. Er erfährt einiges von den Werten des gelebten menschlichen Miteinanders in der Gemeinschaft und den Werten vom Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Sachliche Themen von Training, über Gesundheit, bis zu biologisch wissenschaftlichen Aspekten aus der Sport- und Tierwelt werden erzählerisch eingebunden. So ist „Das Glück ist grau“ ein inhaltsstarkes und abgerundetes Läuferbuch, das die meisten von uns Europäern in eine fremde und verloren gegangene Welt entführen dürfte. Das Buch macht uns bewusst, was uns Jahrtausende lang geprägt hat und immer mehr verloren geht: die Symbiose von Menschen und Tieren.
Es ist aber auch ein starkes Bekenntnis zum aktiven Leben mit dem Kampf um Ziele, wie es für sportlich ambitionierte Menschen typisch ist. „Das Glück ist grau“ ist Mc Dougalls zweites Buch. Sein erstes Läuferbuch „Burn to run“, in dem er von seinen Erlebnissen bei den Tarahumara Indianern berichtet, wurde ein Bestseller.
Auf Youtube ist ein kurzes Bilder-Video über die Erlebnisse mit den Läufen mit Sherman zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=86xJkoSp9jk&list=PLqlLyJPCnEOL5kXKkdeCHxQbRJNP_MQDl&index=1
Die legendären Burro Rennen gehen auf die Goldgräberzeit in Amerika zurück. Dabei wird bis heute auf unterschiedlichen Distanzen bis zum Ultramarathon in den Bergen gelaufen. Ein Team besteht aus einem Esel und einem Läufer, der diesen am Strick so schnell wie möglich über die Strecke führen muss. Nur der Esel muss wie in früherer Zeit ein 15 Kilogramm schweres Goldgräbergeschirr mit sich führen: https://www.youtube.com/watch?v=fGRG-cMbwr0