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Laufberichte

Die Strecke und der alte Sack

 

2019 lief ich hier den T 30 (über 30 Kilometer), der zugleich als Premiere zur Bayerischen Trailmeisterschaft ausgeschrieben war. Und dann kamen zwei Jahre Pause, die nun endlich beendet ist und Gelegenheit, was Neues zu erleben. Der Ultratrail über 64 Kilometer soll es sein, der ordentliche 1700 Höhenmeter haben soll, so sagt die Ausschreibung. Viele kleine Wellen, Buckel und Anstiege von Anfang an und bis zum Ende. Ich bin vom Oberlausitztrail vorgewarnt und denke, so schlimm kann es nicht werden, denn im Unterfränkischen ist es vielleicht nicht so hügelig wie in der Oberlausitz. Aber wenn du aus der Bahn oder aus dem Bus in Veitshöchheim (10 Kilometer Main abwärts von Würzburg aus) aussteigst, dann sieht du an den Weinbergen, dass das Maintal hier tief eingeschnitten ist.

Die Bayerische Meisterschaft schenke ich mir, denn leider gibt es keine AK-Wertung beim langen Kanten. Und bei den aktiven jungen Männern in einer Klasse gewertet zu werden, das will ich mir nicht antun. So will ich nur finishen, viel erleben, sehen und neue und alte Freunde treffen. Alleine bin ich nicht, denn Henriette ist auch gemeldet.  

Fast 10.000 Einwohner hat Veitshöchheim (Bilder im Anschluss an den Laufbericht). Die Gemeinde liegt nur ein paar Kilometer von Würzburg entfernt. Ein guter Anschluss an die Öffentlichen ist vorhanden (perfekte Anbindung mit Bus und Bahn), da braucht man die Karre nicht aus der Garage holen. Mit dem Neun-Euro-Ticket lässt es sich umweltfreundlich reisen und übermäßig voll waren die Züge auch nicht.

Wir haben eine Unterkunft für zwei Tage gebucht, so bleiben am Sonntag nach dem Traillauf noch ein paar Stunden übrig, um den Rokokogarten, das Schloss, den Altort, die Synagoge und das Fastnachtshaus zu besuchen. Und für einen Spaziergang und eine Einkehr in eine der Wirtschaften oder Biergärten an der Mainlände dürfte die Zeit auch reichen.

Drei Strecken sind beim MTUT ausgeschrieben, vom T 13 (230 Höhenmeter) über den T 30 (720 Höhenmeter) bis hin zum Ultratrail (64 Kilometer, 1700 Höhenmeter) reicht die Palette, da müsste doch für jeden Läufer etwas im Angebot stehen. Und hochdienen (von der kurzen Strecke bis zum Ultra) kann man sich auch. Das Startgeld ist günstig und die Versorgung ist zweckmäßig. Es gilt jedoch die Pflichtausrüstung mitzuführen.

Eine knappe Stunde vor meinen Start um 07.00 Uhr hoch oben auf dem Sportplatz des SV Veitshöchheim an der Günterslebener Straße fährt mein Bus in der Nähe vom Bahnhof ab. Und fast hätte ich die Anfahrt verpasst, denn ich lasse die Stöcke in der Bude liegen. So habe ich mein morgentliches Warm-Up auf den 500 Metern im Schweinsgalopp zur Haltestelle.

 

 

Gegen 06.15 Uhr stehe ich dann auf dem Sportplatz, wo noch die letzten Arbeiten im Gange sind. Wir erhalten gegen eine kleine Spende Kaffee und ein Hörnchen. In einer Garage kann die Bekleidung abgegeben werden, diese wird auch bewacht. Wer mag, hätte auch auf dem Sportplatz campen können, Einige Trailläufer haben in ihren Autos oder Kombis übernachtet. Ich bin gerade mit meinem Frühstück fertig, da bittet Thomas zum Briefing. Wir erhalten Informationen zur Ausschilderung und zu den Besonderheiten der Strecke, sowie noch weitere nützliche Tipps. Ja, der Thomas kennt die Strecke wie aus dem Effeff, denn er wohnt in Güntersleben und ist auch Läufer.

Gleich danach werden wir aufgerufen, in die Startbox zu kommen. Auf dem Weg dorthin wird unsere Pflichtausrüstung kontrolliert. „Das muss ich nicht checken“, meint der Kontrolleur zu meiner Kamera, „zeig mir dein Handy, und wo hast du deine Trinkflasche?“ Und beim Blick ins Innere des Laufrucksacks meint er: „Aha, Erste-Hilfe-Set auch vorhanden, dann steht deinem Laufabenteuer nichts mehr entgegen.“ Mit einem Klopfer auf die Schulter werde ich in die Box hineingelassen.

Der Verantwortliche des BLV, Willi Wahl, begrüßt das Laufvolk ebenfalls und weist auch auf die Regeln hin. So hat man keine Skrupel, Leute zu disqualifizieren, die ihre Mindestausrüstung nicht mitführen. Doch dann ruft er zum Start auf und pünktlich wie die Maurer schießt er uns auf die Strecke. Gut 100 Ultraläufer machen sich auf den langen, steinigen und hügeligen Weg voller Beschwernisse. Nach nur wenigen Metern verlassen wir das Sportgelände, es geht in den Wald.

 

 

Nach einem Waldkilometer auf breiten „kommoden“ Wegen führt uns die Strecke nur kurz über Felder, die kurz vor der Getreideernte stehen, das Korn ist schon fast überreif. Rechts sehe ich ein Feld mit fast mannshohen Sonnenblumen. Ein tolles Motiv, die Blumen, dazwischen fotografierende Läufer und die strahlende Sonne, die jetzt erst knapp über dem Firmament steht, entsprechend blendet und dennoch eine bezaubernde Morgenstimmung entfaltet.

Am Naturfreundehaus am kalten Brunnen verlassen wir die bequemen Wege, Singletrails folgen, ein Weg, der kein einfacher werden wird. Zwei Kilometer sind schon hinter uns, Petrus ist uns gnädig gestimmt, denn die Temperaturen sind läuferfreundlich mit knapp 15 Grad. Nur wenige Sekunden muss ich warten, bis sich der kleine Rückstau aufgelöst hat. Nebeneinander laufen ist nicht mehr möglich. Und die Wegbeschaffenheit verlangt die Schärfe aller Sinne. Für einen laufenden Reporter ein schwieriges Geschäft. Denn gleichzeitig Fallen auf der Strecke zu entlarven und lohnende Motive zu entdecken, das ist fast nicht zu stemmen. Aber ich tue mein Bestes.

Die einzelnen Kilometer pendeln zwischen sieben und acht Minuten, ich lasse mich von der App coachen und habe so immer einen neuen Stand. Die Kunst eines langen Trails ist nicht zu überpacen, sondern gleichmäßig zu laufen, je nach Schwierigkeit des Kurses. Ich bin gut eingestellt und gespannt. Wir laufen in Sichtweite zum Main, nur eine gescheite Sicht bekomme ich nicht, schade. Später geht es auf rustikalen Treppen steil hinunter, ich muss meine Stöcke zum ersten Mal einsetzen.

 

 

Dann überqueren wir die Ortsverbindungsstraße Thüngersheim – Güntersleben, die Sicherung haben zwei Helfer übernommen, dennoch sind wir gefordert, auf den fließenden Verkehr zu achten. Die erste Tankstelle kommt nach etwa zehn Kilometer, im Angebot sind Wasser, Cola, Apfelschorle und feste Nahrung wie Obst, Salziges und Kartoffeln. Ganz wichtig, nehmt immer Salz zu euch, denn gerade bei hohen Temperaturen, die heute vorhergesagt sind, verliert der Körper NaCl.

Ich halte an, nehme meinen Rucksack ab und krame den Trinkbecher hervor. Fußballer haben zum ersten Mal eine Verpflegungsstelle übernommen. Sie dachten, die Teilnehmer würden sich schnell im Vorbeilaufen versorgen und sind überrascht, dass die meisten Läufer stehenbleiben und auch einem kurzen Ratsch nicht abgeneigt sind. So auch hier, denn drei, vier Minuten dauert es, bis ich getrunken gegessen und dann den Becher wieder verstaut habe.

Wir verlassen den Weinberg „Günterslebener Sommerstuhl“ und tauchen wieder in den Wald ein. Auf dem Etzberg-Trail, ein Weg, der den Namen nicht zu Unrecht trägt, geht es ein längeres Stück hinunter, dabei sind auch einige rustikale Treppen dabei. Da erfahren gerade Läufer mit Straßenschuhen, warum ein Profil wichtig werden kann, vor allem, wenn der Untergrund feucht ist. Aber heute haben die das Glück gepachtet. An der Ecke „Waldesruh“, hier ist der Ort Thüngersheim fast im Wurfweite entfernt, dreht der Kurs nach Norden, es geht bergauf, fast zwei Kilometer lang. Oben wartet ein Streckenposten, der lacht, als ich ihm sage, dass gleich jemand zum Kassieren der Vergnügungssteuer kommt.

Hier irgendwo müsste die Streckenteilung des T 30 sein, ich kann jedoch nichts erkennen oder bin „blind“ vorbeigelaufen. Etwa drei Kilometer laufen wir im Zick-Zack über Felder und nach dem Retzstadter Kreuz laufe ich wieder in den Wald.

Nach dem Tiertalberg (342 Meter) verlieren wir wieder die mühsam gewonnenen Höhenmeter hinunter auf dem Kreuzweg Retzbach, der an der Wallfahrtskirche „Maria im Grünen Tal“ beginnt. Der Ortskern Retzbach wäre von hier in wenigen Minuten erreichbar. Das Gotteshaus ist eine der ältesten Wallfahrtsziele im Bistum Würzburg. Der Legende nach soll die Familie von Ravensburg eine Kapelle auf diesem Grund im Jahr 1202 gestiftet haben. Später wurde die Kirche mit Langhaus und Türmen ergänzt. Leider können wir wegen der Bäume nur einen kurzen Blick darauf werfen. Der Kurs dreht nun in Richtung Osten, bleibt im Wald und ich erreiche nach wenigen Minuten den Anglersee, der zur Hälfte umrundet wird.

 

 

Bei Kilometer 20,7 wartet die nächste Tanke. Ich bin mit den Abständen bisher gut zu Recht gekommen, auch wenn ich nun ein leichtes Durstgefühl habe. Gleiches Prozedere: Rucksack abschnallen, heraus mit dem Becher und reichlich verpflegen. Die zwei, drei Helfer haben gut zu tun, beherrschen den Arbeitsanfall und haben sogar noch Worte des Lobes für uns übrig. Ein Mädel leert seine Schuhe aus, hat Steinchen eingesammelt. Mich ärgert auch ein Fremdobjekt im linken Schuh. Kurz bevor ich mich mit den Worten „Käse schließt den Magen“ auf den Weg mache, erscheint Michael an der Erfrischungsstelle, er könnte der Älteste im unseren Wettlauf sein, ich muss später in den Listen schauen.

Nach einer längeren Steigung (geschätzte 100 Höhenmeter) sehe ich das Schild „nur noch ein Marathon“, das erweckt nicht nur bei mir Interesse. Dann hätte ich bereits ein Drittel der Strecke hinter mir. Von der Kraft her schaut es bei mir noch ganz passabel aus, die Temperatur ist im Wald noch ganz gut, aber auf den Feldern merke ich schon die Kraft der Sonne. Kurz zuvor streifen wir ein Orchideen-Schutzgebiet, welches abtrassiert ist, damit keiner auf diesen wertvollen Pflanzen herumtrampelt. Einen Posten ist abkommandiert, der jeden laufstark motiviert.

Bei Kilometer 22 erreiche ich die Staatsstraße 2437, die Retzbach und Thüngen verbindet. Auf dem Radweg geht es steil bergauf, ich sehe ein paar Leute vor mir. Leider biegen dann zwei von denen in die Pampa nach rechts ab und ich bin wieder alleine. Kurz vorher kann ich Carmen, Annika und Nicole überholen. Ich bin zwar an den Steigungen stärker, aber mit deren jugendlichen Schwung gerade bei kniffligen Abwärtspassagen kann ich nicht mithalten, die springen mir davon. Und, das ist anerkennenswert, die drei laufen hier zum ersten Mal so einen langen Trail.

Unterhalb des Kloßberg (260 Meter) und Lerchenberg (277 Meter) laufen wir durch die Weinberge und sehen tief unten Himmelstadt, in der Ferne Karlstadt und rechts von uns die Stein-Weinhütte. Die hat geschlossen.

 

 

Dann sehe ich Peter aus Kevelaer, der in den letzten Jahren den Kevelaer Marathon organisiert hat. Dort nahm ich vor einigen Jahren teil und holte in der Klasse den zweiten Rang mit einer pfeilschnellen Zeit. Er kann sich noch daran erinnern. Heute bin ich langsamer geworden, denn Peter mit seiner Laufbegleitung Vera geht vorbei.

Noch 35 Kilometer sagt eine Tafel, wir nähern uns der Weinlage Stettener Stein und dem terroir f. Das sind Orte im fränkischen Weinland mit einer ganz typischen und magischen Ausstrahlung. Jeder Ort mit dieser Bezeichnung ist geprägt von der Landschaft und von besonderer Weinqualität. Ich könnte mich an Tafeln informieren oder an einem überdachten Aussichtspunkt mich inspirieren lassen. Aber dann laufen Zeit und Verfolger davon, also weiter.

Unser Weg verlässt nun das Maintal, wir tauchen wieder in den Wald hinein und sind auf dem Fränkischen Marienweg unterwegs. Der verbindet auf einer Länge von rund 900 Kilometer 50 Wallfahrtsorte im Bistum Würzburg.

Kilometer 31,5, die Verpflegungsstelle mit Partystimmung, mehr sage ich nicht dazu. Top ausgestattet, freundliche Helfer, die dir auch den Weg weisen und auch Witze machen. „1,5 Kilometer Gewurstel, dann habt ihr Berchfest“ sagt mir einer, „zurücklauf ist a Schmarren“.

In der Nähe des Rotbergs überquere ich die Landstraße MSP 8 und müsste den Posten die Ohren lang ziehen, denn vor rund 45 Minuten sprach er von einer 5 Minuten Schleife, die tatsächlich mehr als fünf Kilometer lang war. Später im Wald wird unsere Hürdenfähigkeit getestet, denn ein Baum liegt über dem Weg. „Hüpf“ steht drauf und mit einer akrobatischen Drüber-Aktion überwinde ich das Hindernis. Gut, dass mich keiner gesehen hat.

 

 

Nördlich des Lerchenberges beträgt der Restweg nur noch 25 Kilometer, eine Frau in Trailkleidung, aber ohne Startnummer treibt mich den Berg hinauf. Sie wartet auf einen Teilnehmer. Ich werde sie später noch öfter sehen.

Kilometer 40,2, die nächste Tanke, wo ein Wespenspäher die fliegende Heimatbasis bereits von nahrhaften Angebot informiert hat. Besonders die Melonen und Äpfel finden bei denen Abnehmer. Aber auf Cracker, Erdnüsse und Gummibärchen fliegen die Viecher nicht.  Ich auch nicht. Zwei Getränke und ein Stück Banane genügen. Wir überqueren eine weitere Staatsstraße und erreichen nach einem munteren Auf und Ab das Tal des Retzbach. Retzstadt sehe ich östlich von mir.

Es geht wieder ein längeres Stück bergan und ich höre bei einem Pärchen „atmosphärische Störungen“. Ich denke, dass da jemand gerade eine Krise durchmachen muss. Er nörgelt ein wenig herum. Nun, durch überstandene Krisen werden wir härter im Nehmen und jede Krise hat auch ein Ende. Meine Uhr sagt den 42. Kilometer an, die Zeit ist so lala, knapp sechs Stunden. Die nächsten Kilometer gehen eher über offenes Gelände, mittlerweile sind die Temperaturen stark gestiegen.

„Freue dich, dass du noch laufen kannst und geniesse die Natur“, lese ich auf einem Schild.  Ja, das ist ein wahrer Spruch. Meist laufe ich nun alleine, doch bei den Verpflegungsstellen treffe ich einige Mitstreiter wie bei der Tanke 5 am Schotterwerk Schraud bei Kilometer 47,8. Über den Innenforst laufe ich nun in den Gramschatzer Wald. Wieder mehr Wald, gut für die Läufer, da mehr Schatten. Der Ochsengrund und der Binsenberg (336 Meter), ihr wisst schon, flach ist anders! Noch zehn Kilometer. Kurz danach kommt Nicole und bittet um freie Bahn auf dem Singletrail. Sie hat einen Lauf und gerne lasse ich sie vorbei. „Nutz den Schwung aus, wir sehen uns im Ziel“, kann ich nur entgegnen. Innerhalb von Minuten ist sie aus meinem Blickfeld. Gleiches Spiel bei Annika, sie geht nach vorne.

Viel zu fotografieren gibt es nicht mehr, so erreiche ich bei Kilometer 56,5 die finale Tanke beim Waldparkplatz Talwald. Ich verpflege, schneller als zuvor, denn, so der Helfer, „du hast noch gut sieben Kilometer zum Ziel“. Als ich mich auf den Weg mache, kommt Benedikt.

Ich verlasse den Wald und sehe bereits Güntersleben vor mir. Die Roßstraße geht es hinunter, Zuschauer stehen keine an der Strecke, zwei Rentner säubern ihre Garagenzufahrt. Hier kann Carmen, die Kitzingerin, auflaufen. Wir verlassen den Ort auf einem Trampelpfad hinunter zum Dürrbach, noch fünf Kilometer. An der Würzburger Straße stehen zwei Einweiser und regeln den Verkehr. Dafür bin ich dankbar, denn die Konzentration hat stark nachgelassen.

Linkerhand der Fahrentalstraße geht es auf einer Wiese steil querfeldein hinauf. Mit kraftvollen Einsatz der  Stöcke kann ich mich von Carmen lösen. Aber die Kraftanstrengung löst einen Drehschwindel aus, fast wie bei einer Höhenkrankheit. Die letzten Kilometer werden einzeln angezeigt. Ein Pfeil zeigt wieder in den Wald. Nach weiteren zwei Kilometern verlassen wir diesen, Nochmal über offenes Feld, ich sehe Carmen gut 100 Meter hinter mir, das ist noch keine gmahte Wiesn für mich. Der finale Kilometer bricht an, es geht wieder in den Wald und nach gut 500 Metern sehe ich schon rechterhand die TGV Sporthalle und weiter vorne läuft Annika nach links. Der Günterslebener Sportplatz! Auch ich erreiche den Sportplatz, muss jedoch noch eine kleine Runde drehen und bin dann nach 9.22.21 Stunden im Ziel. Geschafft, die Strecke und der alte Sack.

 

 

Die Medaillenmädels hängen die Medaillen um. Gut, dass hier gleich nach der Ziellinie ein Biertisch steht. Für mich, der seine Siebensachen darauf ablegt, seinen maladen Körper sitzen lässt und seine Holde, die vom T 30 längst zurück ist und erholt aussieht, zum Bier holen schickt.

Derweil kommen noch einige im Ziel an. Thomas und ich begrüßen Patrick, Benedikt, Vera, Tino, Jessi, Verena, Michael, Ralf sowie Sascha und Brigitte aus Mainz („Sind wir wieder mal die Letzten?“). Bernadette hilft derweil einem Läufer, der im Ziel mit muskulären Problemen zu kämpfen hat. Einen großen Hunger verspüre ich nicht, ich nehme mir vom Verpflegungstisch einen Streuselkuchen mit, auf den eine Wespe ebenso Appetit hat, wie der Reporter. Weißbier mit Cola läuft schon eher die Gurgel hinunter. Henny und mir gefällt es so gut, dass wir erst gehen, als das Aufräumkommando mit dem Zusammenklappen der Tischgarnituren beginnt.

 

Mein Fazit:

Beste Organisation, was Thomas mit seinem Team hier hingelegt hat. Sehr überrascht bin ich von der Streckenauszeichnung. Zwar gibt es einige Momente der Unsicherheit, die aber selbst verursacht ist. Hier organisieren Läufer für Läufer, das habt ihr super gemacht.

 

 

 

Ergebnisse

 

Ultratrail Frauen
1. Tanja Spiekermann, SV Werder Bremen, 6.29.49
2. Danielle Beer, TV 1862 Bad Schwalbach, 7.20.33
3. Jola-Kuba Drzewinska, 7.36.02

Ultratrail Männer
1. Alexander Sellner, LG Passau, 5.06.45
2. Frank Rothe, Südthüringentrail, 5.10.52
3. Marko Gränitz, Laufgemeinschaft Würzburg, 5.25.40

 

Trail T30, Frauen
1. Ingalena Schömburg-Heuck, LG Bamberg, 2.13.37
2. Anja Kobs, TSV Alling, 2.17.57
3. Anja Beck, LG Region Landshut 2.33.57

Trail T30 Männer
1. Thomas Wanninger, WSV Viechtach, 1.55.24
2. Sven Starklauf, DJK SC Vorra, 2.03.10
3. Rene Amtmann, TSV Thüngersheim, 2.03.30

 

Finisher
Ultratrail: 103 (davon Bayerische Meisterschaft: 16)
T30: 188 (davon Bayerische Meisterschaft: 67)
T13: 59

 

Informationen: Maintal-Ultratrail
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