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Ausnahmestellung eindrucksvoll bestätigt

26.09.04
Quelle:

Yoko Shibui durchbricht die 2:20-Barriere Felix Limo siegt in Weltklassezeit.

 

Der 31. real,- BERLIN-MARATHON hat seine Ausnahmestellung unter den spektakulärsten Straßenrennen der Welt einmal mehr eindrucksvoll bestätigt. Ein Jahr nach dem Weltrekordrennen von Paul Tergat (Kenia/2:04:55 Stunden) sorgte dieses Mal wieder eine Frau für den spitzensportlichen Höhepunkt beim größten deutschen Straßenlauf. Vor 800.000 begeisterten Zuschauern, die sich auch von dem kühlen und feuchten Wetter nicht abhalten ließen, setzten sich die Favoriten mit Weltklassezeiten durch.

 

Felix Limo (Kenia) gewann in 2:06:44 Stunden, die Japanerin Yoko Shibui rannte mit 2:19:41 einen neuen Streckenrekord. Sie brach damit zugleich den japanischen Rekord ihrer prominenten Landsfrau Naoko Takahashi um fünf Sekunden. Als fünfte Athletin durchbrach Yoko Shibui die 2:20-Stunden-Barriere. Ihr Ergebnis beim 31. real,- BERLIN-MARATHON war zudem die siebtschnellste Zeit über die klassischen 42,195 km aller Zeiten und natürlich eine Jahresweltbestleistung.

 

„Wir sind angesichts der Wetterbedingungen sehr froh über diese Ergebnisse. Besonders freut uns natürlich, dass Yoko die 2:20-Stunden-Barriere geknackt hat“, erklärte der neue Race-Director Mark Milde. Wie stark dieses Rennen war, beweisen zwei Statistiken: Zählt man die beiden Siegzeiten zusammen, ergibt sich eine Zeit von 4:26:25 Stunden. Eine derartige Qualität hatte es in der Geschichte des real,- BERLIN-MARATHON nie zuvor gegeben. Weltweit waren bisher nur bei drei Marathonrennen die addierten Siegzeiten schneller. In der Liste der schnellsten Männer-Rennen der Welt hat Berlin die Spitzenposition von Chicago zurück erobert. Dabei zählt der Durchschnitt der besten zehn jemals erzielten Zeiten bei dem jeweiligen Rennen. Berlin kommt nunmehr auf 2:06:17,6 Stunden, Chicago liegt bei 2:06:19,5.

 

Mit 36.193 Läufern sowie 130 Handbikern und 38 Rollstuhlfahrern aus 91 Nationen wird das Rennen seine Position in der Spitzengruppe der größten Marathonrennen der Welt behalten. Bei den Handbikern gab es ebenfalls einen Favoritensieg. Errol Marklein (Mühlhausen) gewann das Rennen in 1:17:02 Stunden, verpasste aber sein Ziel einer neuen Weltbestzeit deutlich. Schnellste Frau im Feld war die Holländerin Monique Vorst in 1:24:43. Bei den Rollstuhlfahrern siegte Thomas Gerlach (Dänemark) in 1:33:49. Aufgrund des zeitgleich stattfindenden Marathons bei den Parlaympics in Athen waren hier keine Frauen am Start.

 

Viele Pflaster, tröstende Worte und ein super Team

Das Wetter war aus medizinischer Sicht perfekt. Es gab insgesamt gerade einmal 1.185 Erste-Hilfe-Leistungen, wobei meist ein Pflaster, tröstende Worte oder eine kurze Massage oft schon gereicht haben. 300 Erste-Hilfe-Leistungen gab es im Zielbereich. 27 Krankentransporte gab es, zwei davon konnten zunächst nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ein Unfall eines DRK-Mitarbeiters mit dem Motorrad war Zündstoff für Spekulationen, da auch der Rettungshubschrauber eingesetzt wurde. Aber alles ganz harmlos. Der angebliche Oberschenkelhalsbruch stellte sich im Krankenhaus als Prellung heraus.

 

Im Großen und Ganzen hat ein super organisiertes medizinisches Team dafür gesorgt, dass jeder die Hilfe bekommt, die er braucht, um gut ins Ziel nach 42,195 km zu kommen. Die medizinische Bilanz hätte nicht besser ausfallen können. „Für die Massenläufer war es ein Traumtag und für uns einmal mehr ein Erfolg“, erklärte der Medical-Director des real,- BERLIN- MARATHON, Dr. Willi Heepe.

 


 

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