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Laufberichte

Ermstal 2010: Afrika ...

11.07.10

Eine komische Überschrift. Was es alles im Ermstal zu sehen gab, erfahrt Ihr in diesem Bericht. Mein Durst ist mittlerweile größtenteils gestillt. Ob mit meinem verbruzzelten Hirn ein gescheiter Report zusammenkommt, das dürft Ihr jetzt beurteilen. Wer mault, den lade ich höchstpersönlich zum nächsten Marathon bei 30 Grad ein.

Kurzfristig nehme ich den Ermstal Marathon in meine Planung auf, denn in Metzingen bin ich noch nicht gelaufen. Neugierig bin ich, vielleicht auch ein wenig gierig, wie bei jedem neuen Marathon. Vorab: Den Lauf kann ich ohne Einschränkung empfehlen.

Wo liegt das Ermstal? Die Erms ist ein rund 30 Kilometer langes Gewässer, das in der Schwäbischen Alb entspringt und dann in den Neckar mündet. Bekannte Ortschaften sind Bad Urach, Münsingen und Metzingen. Wer damit noch nichts anfangen kann, die Gegend liegt etwa auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Ulm.

Wer zum ersten Mal hier zum Marathonlaufen auftaucht und die Ausschreibung nicht studiert hat, schlägt vielleicht bei der Anfahrt die Hände überm Kopf zusammen. Doch so schlimm wie die beträchtlichen Geländeeinschnitte am Albtrauf „versprechen“, ist es nicht. Ausgeschildert ist beim langen Kanten eine rund zehn Kilometer lange Strecke zwischen Bad Urach und Metzingen. Bis auf eine kleine Wendeschleife und einem kleinen Rundkurs in Bad Urach ist der Kurs als Pendelstrecke zwei Mal zu belaufen. Ein wenig Krafteinteilung schadet nicht, denn zwischen dem tiefsten Punkt in Metzingen und der höchsten Stelle in Bad Urach sind es etwa 100 Höhenmeter.

Dafür bietet der Kurs schöne Aussichten auf Weinberge, Streuobstwiesen, Felder und malerische Ortschaften. Es geht dann auch sogar in Dettingen und Bad Urach zwei Mal über eine Laufbahn. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Was mich aber eher besorgt, ist das Wetter. Der Sommer ist nun endgültig da, wo er hingehört. Eigentlich ist es schon zu heiß für einen Marathon. Deshalb habe ich die komische Überschrift gewählt. 30 Grad und mehr sagt der Wetterfrosch. Und das ganze noch gewürzt mit entsprechenden Schwüle im Laufe des Tages. Mein Ziel ist daher eindeutig: Vorsicht walten lassen und saufen, saufen, saufen.

Erst zum dritten Mal organisieren die betreffenden Vereine TuS Metzingen, LG Dettingen und TSV Urach die Veranstaltung, die nun in Folge weiterhin wächst. 1721 Anmeldungen verzeichnet die Starterliste über Marathon, Halbmarathon, zehn Kilometer sowie über die Bewerbe für die Walker, NordicWalker und Schüler. Lediglich der Marathon mit 83 Finishern ist noch ausbaufähig. Aber trotz der Wärme ist die Teilnehmerzahl in Ordnung. Man hat sogar noch die Möglichkeit eingeräumt, ohne Ummeldekosten auf eine kürzere Distanz sich umzusteigen.

Die Marathongebühr ist mit 20 EUR für Urkunde, Baumwollshirt und Medaille im Low-Price-Segment. Wer statt des baumwollenen ein funktionelles Leiberl haben will, der legt dann noch 8 EUR drauf. Massagen werden auch angeboten und auch die Benutzung der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach ist inkludiert.

Startvorbereitungen

 
© marathon4you.de 20 Bilder

Als ich kurz nach sieben Uhr vor Ort bin (Parkplätze in der Umgebung des Siebenkelternplatzes sind genügend vorhanden), wird gerade noch am Startbereich herumgewerkelt. Die Startnummern gibt es in einer der Keltern. Da ist kein Gedränge, es geht ruhig vonstatten. Man könnte fast meinen, dass die Schwaben zu den Langschläfern gehören. Für meinen Morgenanreger, eine Tasse Kaffee, nimmt man einen Silberling. „Milch ist noch nicht da“, sagt die Helferin. „Na trink ma den halt schwarz.“

Kurz vor neun, dem Startzeitpunkt, haben sich über 500 Läufer über die Marathon und Halbmarathonstrecke am Kelternplatz versammelt. Dazu kommt noch mal die gleiche Anzahl beim 10 Kilometer-Lauf, der in Bad Urach startet. Der OB Dr. Ulrich Fiedler hat seine Starterpistole an seinen Stellvertreter Dietmar Bez übergeben. Dafür startet der Herr OB heute selbst von Bad Urach nach Metzingen.

Start, erste Kilometer durch Metzingen

 
© marathon4you.de 16 Bilder

Der Bürgermeister schickt uns auf die Sekunde pünktlich los. Gedränge gibt es kaum, denn die Straße ist breit genug. Nach zwei Kurven geht es durch eine lange, beleuchtete Fußgänger- und Radfahrerunterführung. Immer wieder bleibe ich für meine Fotoarbeit stehen. Wir sehen zwar nicht die Menschenmassen wie bei einem Citymarathon, doch viele Anwohner schauen aus den Fenstern oder haben sich auf einer Bierbank zum Frühstückshock niedergelassen.

Bereits nach gut zwei Kilometer finden wir die erste V-Stelle in Neuhausen. Fünf davon finden wir auf der Pendelstrecke eingerichtet. Davon nicht genug, es können auch noch zahlreiche privat betriebene Wasserstellen benutzt werden. Auch sind mehrere Duschen aufgebaut. Kinder machen sich einen Jux und kühlen uns später noch mit ihren Wasserpistolen. Auch sehe ich Gartenregner an der Strecke im Betrieb.

Ich bin vielleicht etwa 20 Minuten oder vier Kilometer lang unterwegs, da kommt schon der führende 10-Kilometer-Läufer entgegen. Ein wenig Aufmerksamkeit ist jetzt auf dem Radweg notwendig, doch innerhalb kurzer Zeit gewöhnt sich das Feld an die Entgegenkommenden.

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Informationen: Ermstal-Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner
 

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