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Laufberichte

Ultra-Trail: Wo ist Joe?

22.08.10

Allgäu Panorama Ultra „Tortur“

Letztes Jahr feierte der Ultra Trail Premiere im Rahmen des Ällgau Panorama Marathon, den ich  unter die Füße nahm. Die Begeisterung bei der Zielankunft war so groß, dass bereits da für mich feststand, heuer muss es der UT sein.

Die Vorbereitung von gestern auf heute war nur suboptimal, da ich noch auf eine Hochzeit musste und so gezwungen war, die Anreise in der Nacht vorzunehmen. Kurz nach 2 Uhr war dann auch die Schlafphase für mich bereits beendet. Mit dabei ist wieder Jan, der sich so ein Unternehmen auch ungern entgehen lässt.

Glücklicherweise sind in den letzten Monaten einige neue Straßen zur Verbindung ins Allgäu dazugekommen, sodass wir von Augsburg locker in 1 Stunde 15 Minuten Sonthofen erreichen. Den Weg kenne ich auch schon zur genüge, da ich nach dem Oberstaufer und Immenstädter Marathon zum dritten Mal innerhalb 7 Wochen die Ällgäuer Bergwelt erkunden will und somit für heuer alle Allgäuer Marathons mit ordentlich Höhenmeter auf meiner Liste hätte. Leider abgesagt für 2010 ist ja der Voralpenmarathon in Kempten, den hatte ich mir auch noch vorgemerkt. So wird es bei den dreien bleiben. 

Kurz vor 5 Uhr treffen wir noch in stockdunkler Nacht vor dem Startplatz am Allgäu Outlet ein, wo seit 4:30 Uhr die Möglichkeit zur Nachmeldung und der Empfang der Startunterlagen eingerichtet ist. Natürlich geht’s zu so früher Stunde noch ruhig zu, aber es sind doch einige, die von dieser Möglichkeit noch Gebrauch machen und erst kurzfristig anreisen.

In unserem Startpaketen befinden sich aus Sicherheitsgründen für jeden Trailer eine Rettungsdecke und eine Trillerpfeife, die mitzuführen sind. Das sehr schöne Finishershirt gibt’s hier auch schon vorab.

Eine besonderen Tipp darf ich für diese Uhrzeit noch weitergeben, den ich mir auch erst nach dem Lesen des Vorjahresberichtes von m4y-Kollege Daniel verinnerlicht habe. Die Dixis auf dem Parkplatz nebenan stehen natürlich noch vollkommen im Dunklen und jeder Sportler weiß wie wichtig uns die Toilettenbesuche vor so einem Rennen sind, daher ist eine kleine Taschenlampe ein wertvolles Accessoire. Daniel hat seine letztes Jahr im Auto liegen lassen, ich hab meine jetzt dabei und bin überaus dankbar für den Ratschlag.

Einen Kilometer entfernt am Erlebnisbad Wonnemar liegt unsere Zielankunft und zugleich Parkmöglichkeit für unsere PKWs. Jan und ich haben jetzt noch eine stressfreie Stunde Zeit um umzuparken und uns zu präparieren und dann wieder hierher zum Startplatz zurückzukommen. Heute gilt es einiges mitzuführen. Außer der erwähnten Rettungsdecke und Pfeifchen ist jeder noch verpflichtet, ein funktionierendes Handy dabei zu haben und des weiteren wird dringend eine Getränkeflasche oder Trinkrucksack empfohlen. Bei vorhergesagten 30 Grad und VP-Abständen von bis zu 10 km in alpinem Gelände kann es sonst leicht zu Versorgungsproblemen kommen.

Um Punkt 6 Uhr ist der Start, frösteln braucht um diese Zeit keiner mehr im Shirt, es hat bereits angenehme 15 Grad und im Morgengrauen ist am Himmel kein einziges Wölkchen auszumachen. Es wird also noch richtig heiß werden.

Gemächlich setzten sich die meisten Trailer in Bewegung. Die Zeitmessung wird mit einem Leihchip mit Klettband um’s Fußgelenk durchgeführt und es gibt auch nur eine Bruttozeit, was hier, wie man sieht, den meisten ziemlich wurscht ist. Nach ein paar Metern sind wir raus aus Sonthofen und laufen erstmal zwei Kilometer an der Iller und am Sonthofener Baggersee entlang Richtung Bihlerdorf, kurz vorher geht’s links ab und das Einlaufen im Flachen ist beendet.

 
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Auf einer Teerstraße führt uns der nächste Kilometer moderat nach oben, aber nach einer Wiesenüberquerung vor Hüttenberg legt die Steilheit gleich spürbar zu, dafür gibt es aber beim Rückwärtsschauen einen wunderschönen Scherenschnitt auf den Wächter des Allgäus, den Grünten und ein paar Minuten später geht die Sonne genau hinter seinem Profil auf. Ein herrliches Bild. Ja, die frühe Startzeit hat schon so seine Vorzüge.

Erst am Hang entlang und dann durch teilweise wurzelige Waldabschnitte arbeiten wir uns nach oben. Überholen ist auf diesen Singletrails und in den Wiesen nicht ganz einfach, außer man will sich gleich nasse Füße im feuchten hohen Gras einhandeln. Prompt gibt es hinter mir schon einen ersten Motzer, dem das Tempo der Schlange zu langsam ist. Nach etwas mehr als 7 km erreichen wir einen Naturhochseilgarten, genau darunter sitzt der Schorsch und notiert von jedem die Startnummer. Es gäbe ja auch die Möglichkeit mit dem Auto hier rauf zu kommen und Mogler soll es ja überall geben.Etwas unterhalb der Weltcuphütte und der Bergstation der Ofterschwanger Skilifte (km 9) ist die erste Versorgungsstelle aufgebaut. Wasser und Iso stehen zur Auswahl.

 
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Der weitere Weg führt uns um das Sigiswanger Horn herum, ein Abschnitt den ich schon vom Vorjahr kenne und der mir besonders gut gefällt. Am steil abfallenden Hang geht es auf einem schmalen Trail im Wald über Wurzeln und Steine in herrlicher Vegetation immer leicht bergauf, im weiteren Verlauf auf schmalen Naturwegen Richtung Gipfel. Zwischendrin ist es schon mal etwas schmierig. Vor mir läuft der Steffen Rothe, mit richtigen Kampfspuren auf dem Allerwertesten und Schürfungen an Armen und Beinen. Er hat sich vorher mit dem Berg angelegt und dabei den kürzeren gezogen. Vorsicht ist also geboten auf der rutschigen Passage.

 
 

Informationen: Allgäu Panorama Marathon
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