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Grundstein zum Hattrick und ein Steigerungslauf

24.10.26
Quelle: Pressemitteilung / Anita Fuchs

Marco Wildhaber und Ann Zogg gewannen am Samstag den zwölften Transruinaulta mit Start in Ilanz und Ziel in Thusis. Während die Churerin das Lauf-Wochenende nach den 42 Kilometern beendete, geht der Summaprader auch am Sonntag beim 24. Transviamala an den Start. Auf den 19 Kilometern von Thusis nach Donat strebt er den dritten Schluchtenkönig-Titel an.

Jan Hafner oder Marco Wildhaber? Vor dem zwölften Schluchtenlauf-Wochenende war dies die am meisten gestellte Frage im Zusammenhang mit dem Gewinner des Schluchtenkönig-Titels. Nach der ersten Hälfte des Wochenend-Pensums scheint die Frage beantwortet zu sein. Marco Wildhaber weist eine komfortable Reserve von 7:27 Minuten auf seinen stärksten Widersacher auf. Den Transruinaulta, der nebst den 42 Kilometern mit 1800 Höhenmetern gespickt war, meisterte er in 3:09,11 Stunden. Diese Zeit bedeutete zugleich den Overall-Sieg und die zweitschnellste je gelaufene Zeit seit der Premiere des von Ilanz nach Thusis führenden Marathons im Jahr 2014.


Parallele zu 2024


«Eine Zeit unter 3:15 Stunden war mein Ziel», sagte Marco Wildhaber nach vollbrachter Leistung. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren, bei seinem ersten Triumph am Transruinaulta, benötigte er 3:23:19 Stunden. Auch damals hatte er mit dem Sieg am ersten Tag des Schluchtenlauf-Wochenendes den Grundstein für den Gewinn des Schluchtenkönig-Titels gelegt – den er notabene bereits 2023 geholt hatte. Nach seinem überlegenen Triumph am Samstag trennen Marco Wildhaber noch 19 Kilometer vom Hattrick. Auch diese haben es in sich – vor allem, wenn man schon einen anspruchsvollen Marathon in den Beinen hat. 

 

 

Die 19 Kilometer von Thusis nach Donat sind mit 1000 Steigungs- und 687 Gefällemetern gespickt. Marco Wildhaber, der bis im vergangenen Sommer in Thusis wohnte, kennt jeden Meter, jede Wurzel, jeden Stein. Er weiss auch, wie es sich anfühlt, auf dem obersten Podest stehen zu können – was er nicht nur 2023 und 2024, sondern auch 2025 tat. Vor zwölf Monaten gewann er an den beiden Läufen die jeweilige curta-Distanz (24 und 11,5 Kilometer) und als Folge den Schluchtenprinz-Titel.


Rollentausch der OK-Spitze


Gar zweimal (2022 und 2023) hatte sich diese Auszeichnung Gian-Luca Michael gesichert. Seit es den Transruinaulta gibt, stand er jedes Mal am Start – bis am Samstag. Neu amtet der in Zizers wohnhafte Zilliser als OK-Präsident des Transruinaulta und Transviamala. «Jetzt erlebe ich den Anlass von der anderen Seite», sagte er wenige Minuten, bevor der letztjährige Schluchtenkönig Jan Hafner aus Chur als erster Läufer vor dem Rathaus in Ilanz auf die Strecke geschickt wurde. Gian-Luca Michael tauschte quasi die Rolle mit Thomas Häusermann, welcher den Transruinaulta seinerzeit gründete, den Anlass seither orchestrierte und nun selber die Laufschuhe schnürte.

 

 

«Jetzt kann ich aus der Sicht des Läufers sagen: Der Transruinaulta ist ein grandioser Anlass und – trotz der Anstrengung – ein purer Genuss.» Die Strecke sei extrem abwechslungsreich und die Stimmung bombastisch. «Dem engagierten Organisationsteam und den vielen motivierten Helferinnen und Helfern gebührt ein riesengrosses Dankeschön.» Thomas Häusermann war bei weitem nicht der einzige Läufer, der dies – oder zumindest in ähnlichem Stil – sagte und damit Gian-Luca Michael und seinem Team eine grosse Freude bereitete.


Ex-Weltmeister auf Rang 5


Während der Zilliser am Transruinaulta gleich mit der anspruchsvollsten Aufgabe des Schluchtenlauf-Wochenendes startete, legte Ann Zogg einen Steigerungslauf hin. Letztes Jahr beteiligte sie sich an der Transruinaulta curta – die sie als Viertschnellste beendete –, heuer am Transruinaulta. Mit 3:58:51 Stunden lief die Churerin gleich die schnellste Zeit. Im Gegensatz zu ihrer stärksten Konkurrentin, Jana Seel aus Klosters – sie befindet sich in der Kombinations-Wertung in der Pole-Position – , beendete Ann Zogg mit dem ersten Teil das Schluchtenlauf-Wochenende.

 

 

Die Ranglistenspitze bei der Transruinaulta curta zierten Gratian Böhi (1:44:19/Horgen) und Carla Wohler (2:08:24/Spiez). Ihr Name steht auch im Schluchtenprinzessin-Klassement zuoberst, bei den Schluchtenprinzen ist es der am Samstag in der Overallrangliste drittklassierte Ruedi Becker (Bern). Den herausragenden Leistungsausweis im Feld der 849 Transruinaulta-Teilnehmenden präsentierte der Transruinaulta-Fünfte Andri Struzina. Bis im Frühling 2024 machte er als Leichtgewicht-Ruderer positiv auf sich aufmerksam: 2022 und 2023 gewann er jeweils Europameisterschafts-Bronze, 2023 wurde er sogar Weltmeister.

 

 

Auszug aus der Rangliste


Transruinaulta maraton (42 Kilometer/+/-1800 Höhenmeter/Ilanz–Thusis)

Männer:

1. Marco Wildhaber (Summaprada) 3:09:11.
2. Nino Janki (Lenzburg) 3:45 zurück.
3. Jan Hafner (Chur) 7:27. 
 

Frauen:

1. Ann Zogg (Chur) 3:58:51.
2. Jana Seel (Klosters) 17:36.
3. Loreana Eberle (Tomils) 20:00.


Transruinaulta curta (24 Kilometer/+/-780 Höhenmeter/Ilanz–Rhäzüns)

Männer:

1. Gratian Böhi (Horgen) 1:44:19.
2. Gerhard Schneider (Mels) 3:24.
3. Ruedi Becker (Bern) 6:00.

 
Zwischenklassemente Etappenwertungen

Schluchtenkönig:

1. Marco Wildhaber 3:09:11.
2. Jan Hafner 7:27.
3. Hannes Pongruber 29:14.


Schluchtenkönigin:

1. Jana Seel 4:16:27.
2. Janina Schiesser 23:06.
3. Maja Hügli 28:41.


Schluchtenprinz:

1. Ruedi Becker 1:50:19.
2. Andreas Martinson 7:04.
3. Daniel Scherz 15:00. 


Schluchtenprinzessin: 

1. Carla Wohler 2:08:24.
2. Nina Zoller 1:32.
3. Valérie Widmer 5:33. 
 

 

 

Informationen: Transruinaulta
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