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Laufberichte

Das ist der Gipfel!

24.03.12

Obwohl ich Marathonveranstaltungen in meiner näheren Umgebung bevorzuge, war ich bisher noch nicht beim Marathonlauf im Kölner Königsforst dabei. Meistens kollidierte der Termin mit dem Lauf in Steinfurt. Nun, der sollte  in diesem Jahr im November  gelaufen werden und wurde kürzlich abgesagt. Da kann ich nun endlich mal hier teilnehmen.

Der Lauf findet bereits zum 38. Mal statt und erfreut sich großer Beliebtheit.
Hier ist  traditionell die Gelegenheit, schon früh im Jahr seine Form zu testen. Neben Schülerläufen gibt es auch 5  km, 10 km, Halbmarathon, Halbmarathon light und natürlich die Marathonstrecke im Angebot. Moment, was bitte ist denn Halbmarathon light. Nun,  darunter versteht man hier einen Halbmarathon ohne Zeitnahme und Urkunde. Also praktisch einen Trainingslauf mit Verpflegung. 

Köln Königsforst kannte ich bisher nur aus den Verkehrsnachrichten. Die A4 führt direkt am Naturschutzgebiet vorbei. Hier vor den Toren Kölns ist eines der schönsten und größten geschlossenen Waldgebiete der Niederrheinischen Bucht. Also ideale Vorraussetzungen für einen schönen Landschafslauf.

Da der Start erst um 14 Uhr erfolgt, kann ich mich ganz entspannt mit Inge und Christiane auf den Weg machen. Die Beiden freuen sich auch,  mal etwas Neues kennenzulernen. Schnell und problemlos erreichen wir die Abfahrt Bensberg und folgen der Beschilderung zur  „Bundesanstalt für Straßenwesen“, denn dort an der Brüderstraße ist heute der Start/Zielbereich. Die Parkplatzsuche ist etwas chaotisch. Erst werden wir in die Brüderstraße eingewiesen, um bald darauf wieder zur Umkehr aufgefordert zu werden. Auch im anliegenden Industriegebiet sind schon viele Parkplätze besetzt und wir finden nur mit Mühe einen Firmenparkplatz. Von dort führt uns die Beschilderung zur Autobahnmeisterei, wo in einer der großen Hallen sich das Organisationsteam eingerichtet hat.

 
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Hier kann man sich noch nachmelden. Die Anmeldegebühr für den Marathon beträgt 30 Euro. Frühbucherrabatt sucht man genauso vergeblich wie eine Nachmeldegebühr. Als Voranmelder bekamen wir die Startnummer mit einem integrierten Mikrochip und zwei Blankourkunden bereits im Vorfeld per Post zugesandt. Ein Verfahren,  welches ich bisher noch nicht kannte. Teilnehmershirts erhält man hier auch, allerdings muss man diese für 10 Euro noch zusätzlich erwerben.

In der Halle gibt es einige Verkaufsstände und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Das freut  meine beiden Fans, denn sie müssen ja lange warten, bis ich auf der Strecke wieder auftauche und in der Nähe gibt es sonst kaum Möglichkeiten zur Einkehr. Bald treffen wir Joe. Er sucht heute im Königsforst neue Abenteuer. Als Seewolf, Braveheart und Wüstenfuchs kann ihn ja nichts mehr schocken.

Auch Dirk und Sven von der LG Donatus sind heute hier dabei. Dirk erzählt, dass es im Vorfeld in diesem Jahr heftige Diskussionen mit einigen Naturschützern gab. Angeblich würde die Veranstaltung die Singvögel beim Brüten stören. Wie bitte? Hier ist direkt nebenan die A4 und sendet 24 Stunden eine dröhnende Lärmkulisse. Und nachts übt die Bundeswehr Tiefflüge direkt über dem Königsforst. Aber Autofahrer und Bundeswehr haben wohl die bessere Lobby. Wollen wir hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzt und der Marathon auch in Zukunft stattfinden kann.  Der WDR ist mit einigen Kamerateams im Einsatz und wird wohl darüber in Sport im Westen berichten.

Um 12:30 Uhr  starten dann die Läufer der 10 Kilometerstrecke und anschließend geht es gleich mit den Schülerläufen über 1 und 2 Kilometer weiter. So kommt man  sogar insgesamt auf über 1100 Teilnehmer. Durch die angenehmen Temperaturen der letzten Tage gab es heute noch zahlreiche Nachmeldungen. Mit 21 Grad ist heute schon fast ein Sommertag.

Um 13:55 Uhr geht es noch für die 5 Kilometerläufer auf die Strecke, und dann wird endlich der Marathon zusammen mit dem Halbmarathon um 14 Uhr gestartet. Im Startbereich hängen Hinweistafeln mit den geplanten Laufzeiten. Hier sollte man sich nach seinem Leistungsvermögen einordnen. Zusammen mit den Halbmarathonläufern haben sich jetzt fast 900 Teilnehmer eingefunden, darunter sind mehr als 250 Marathonläufer. Hier treffe ich auch Ulli und Burga. Die Beiden wollen hier heute die Halbmarathonstrecke als Testlauf bestreiten. Test wofür? Da weichen die Damen noch vorsichtig aus.

 
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Pünktlich erfolgt der Startschuss und wir benötigen 2 Minuten, bis wir die Startlinie überqueren. Kein Problem, die Nettozeit wird ja festgehalten. Bereits nach 200 Metern geht es durch einen Tunnel in den Wald hinein. Ich habe mir schon das Höhenprofil der Strecke angeschaut. Gleich auf den ersten 4 Kilometern geht es ständig leicht bergan, also sollte man vorsichtig beginnen. Nach einem Kilometer haben wir eine Landstraße erreicht und laufen nun  auf dem Radweg für 3 Kilometer Richtung Forsbach. Hier gibt es die erste Verpflegungsstelle mit Mineral-Drink und stillem Wasser.

Jetzt geht es wieder direkt  in den Wald. Die nächsten drei Kilometer führen uns über den Wolfsweg leicht bergab zum Monte Troodelöh, der höchsten tektonischen Erhebung Kölns. So etwas kann es nur in Köln geben. Ein Gipfel, den man nicht bergan sondern bergab erreicht. Immerhin stolze 118,04 Meter ragt der „Berg“ über Normal-Null und hat statt eines Gipfelkreuzes einen Felsstein. Das ist auch gut so, denn sonst hätte ich ihn gar nicht bemerkt. Immerhin kann man sich in einem Gipfelbuch eintragen. Also ein Gipfel,  der gut zum närrischen Köln passt. 

Auf der immer noch leichten Gefällstrecke kann ich es gut rollen lassen. Bei Kilometer 9 erreichen wir die nächste Verpflegungsstelle. Hier ist eine Kreuzung, die wir nach weiteren 10 Kilometern wiedersehen werden. Jetzt laufen wir zwei Kilometer weiter in den Wald hinein und bei Kilometer 11 müssen wir noch zusätzlich eine kleine Runde schaffen. In der Kurve kommen uns bereits Läufer entgegen. Sie haben fast drei Kilometer Vorsprung.

Hier gibt es Natur  pur und die nahe Großstadt kann man nur ahnen. Die Vögel zwitschern aus voller Brust. Ich glaube nicht, dass die sich beim Brüten von uns stören lassen.

Die nächste Verpflegungsstelle taucht bei Kilometer 15 auf. Wieder ist nur Mineralwasser im Angebot. Erst in der zweiten Runde werden noch Bananen und Müsli-Kekse dazukommen. Joe hat extra einen kleinen Halt eingelegt und bricht jetzt aus dem Dickicht hervor. Da ist der Fototermin natürlich Pflicht.

Der plötzliche Temperaturanstieg bringt wohl manche Läufer in Schwierigkeiten. Bereits jetzt müssen schon einige gehen. Meistens sind es Halbmarathonläufer. Weiter führt uns der Weg auf einer langen Geraden wieder Richtung Autobahn. Dann sind es noch 3 Kilometer bis zum Ausgangspunkt. Die Halbmarathonläufer ziehen nochmals zum Endspurt an. Inge und Christiane sind uns entgegen gegangen und schießen nun bei Kilometer 19 die Fotos. Zum Glück haben sie auch einen Becher Cola im Angebot. Das tut hier echt gut. Mit mir sind sie zufrieden und wünschen viel Glück für die zweite Runde.

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Informationen: Königsforst-Marathon
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