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Laufberichte

Da wird man gerne Stammläufer

11.07.09

Zum ersten Mal bin ich im Fichtelgebirge zum Laufen. Der Fichtelgebirgsmarathon von Weißenstadt nach Wunsiedel: Warum die Veranstaltung noch ein Geheimtipp ist, oder haben Interessenten „Muffe“ vor den Höhenmetern? Interessantes und Sportliches aus dem Sechsämterland.

In den letzten Jahren habe ich nur Gutes gehört vom Fichtelgebirgsmarathon, super Orga und Verpflegung, wunderbare Landschaft und für die Harten ein paar Höhenmeter auf den Schneeberg und um die Kösseine. Ein Jubiläum feiert das Orga Team um Peter Karl. Die zehnte Ausführung steht an.

Ich darf heuer als laufender Reporter ins Fichtelgebirge. Und ich bin nicht alleine, sondern ein Vereinskollege, der Daniel Reschke, kommt mit. Da seine Mutter in Leupoldsdorf wohnt, ist auch eine Unterkunft gesichert. Ja, der Daniel hat schon letztes Jahr vom Lauf geschwärmt, jedoch konnten wir seine Idee noch nicht umsetzen. Ursächlich für seine Teilnahme war die Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren des Fichtelgebirges, wo er von seinen Konferenzteilnehmern zum Lauf verpflichtet wurde. Ja, manchmal muss man halt einem zum Glück verhelfen.

Bilder von der Anmeldung am Vortag

 
© marathon4you.de 13 Bilder

Stützpunkt der Veranstaltung ist Wunsiedel. Das ganze Anmeldeprozedere geschieht in der Kantine der Firma Dronco am Vortag oder am Starttag. Hier trifft man sich auch für die Busfahrt zu beiden Startplätzen des Halbmarathons und Marathons.

Wunsiedel ist schnell über die A 9 oder die A 93 zu erreichen, von Hof etwa 30, von Weiden rund 90 und von Nürnberg gut 100 Kilometer entfernt. Bahnanschluss besteht in Wunsiedel-Hohlenbrunn (Nahverkehr).

Die Stadt mit rund 10000 Einwohnern ist bekannt für die Luisenburg-Festspiele. Der Name der Stadt kommt wahrscheinlich von wunne (Waldwiesenland) und sedel (Edelsitz). 1163 als Sitz eines Ministerialen wurde der Ort erstmals beurkundet. Die Stadtrechte wurden 1326 von Burggraf Friedrich III verliehen und zwei Jahre später vom Kaiser Ludwig dem Bayern bestätigt.

Touristisch interessant sind neben den Festspielen auf der Luisenburg (jeweils Juni bis August auf der ältesten Freilicht- und Naturbühne Deutschlands) der Bürgerpark Katharinenberg mit der Kirchenruine St. Katharina, das Rathaus (von 1835/1837), das Geburtshaus von Jean Paul und das Koppetentor (errichtet 1471), das einzig erhaltene Stadttor der ehemaligen Stadtbefestigung.

Wir reisen über die A 93 an, da die fast parallele A 9 einige Staus an diesem Freitagnachmittag aufweist. Gegen 19.30 Uhr kommen wir dann bei Firma Dronco an. Ich bin noch nicht ganz ausgestiegen und werde gleich von einer mir unbekannten Person als Laufreporter erkannt und angesprochen. Es ist einer der Organisatoren. Und bittet uns sogleich hinein, dass wir unsere Startunterlagen erhalten.

Im Eingang zur Kantine werde ich Zeuge, dass der Lauf bereits international ist. So wird einem, glaub ich, Japaner geholfen. Für ein paar Tschechen ist die Anreise nun auch sehr einfach. In der Kantine erhalten wir dann Startnummer, einen Chip braucht es hier nicht, einen Kleidersack, Funktionsshirt und ein Vollkornbrot. Wen es jetzt hungert, der kann in der geöffneten Kantine was dagegen unternehmen.

Wer mit der Firma Dronco nichts anfangen kann, der soll mal einen Hobbyhandwerker danach fragen. Hier werden Trenn-, Schleif-, Schruppscheiben und andere Präzisionswerkzeuge hergestellt.

Wir fahren dann zu unserer Unterkunft in Leupoldsdorf weiter. Dort spazieren wir noch zum Start des Halbmarathons, rund 400 Meter vom Ort am Waldrand entfernt. Da ist schon alles hergerichtet. Ja, für Daniel ist es einfach. Der braucht sprichwörtlich nur aus dem Bett zu fallen und schon steht oder liegt er an der Startlinie.

Der Abend vergeht dann mit Plaudern, Quasseln und Nudeln verdrücken ziemlich schnell. Am Morgen gehe ich dann alleine aus dem Haus und fahre dann nach Wunsiedel. Nach einer kleinen Wartezeit stehen dann ein paar Busse bereit, die uns in rund 20 Minuten Fahrzeit nach Weißenstadt bringen. Und damit keiner zum Marathon gezwungen wird, wird noch mal nachgefragt, ob hier nur Marathonis sitzen. Die Busse für die Kurzstreckler fahren nämlich 30 Minuten später, also um 08.00 Uhr.

Weißenstadt hat gut 3000 Einwohner und wurde erstmals 1299 als Weißenkirchen (Alba Ecclesia) erwähnt. Zur Stadt wurde der Ort 1368 von den Burggrafen Johann II und Albrecht dem Schönen von Nürnberg ernannt. Neben Wunsiedel war Weißenstadt die einzige Stadt mir Stadtmauer im Sechsämterland.

Als Sehenswürdigkeiten gelten die evangelische Stadtpfarrkirche, die Gottesackerkirche, die Burgruinen Rudolfstein und Waldstein und der Kurpark. Ein touristisches Ziel ist natürlich der Weißenstädter See mit seinen Möglichkeiten zum Baden, Segeln und Angeln. Immer Mitte September (heuer der 12.09.) wird hier ein Sechs-Stunden-Lauf veranstaltet. Und da geht es immer um den See herum (flacher Rundkurs von ca. 3,9 Kilometer). Infos unter www.wsv-weissenstadt.de.

Startvorbereitung

 
© marathon4you.de 14 Bilder

Die meisten Läufer stehen herum und ratschen, nur die ganz Ambitionierten laufen sich ein oder machen Steigerungen. Es ist kühl mit kaum 10 Grad. Wenigstens leidet Petrus jetzt an keiner Inkontinenz. Das haben wir in den vergangenen zwei Wochen schon anders in Erinnerung. Eine Garantie für einen trockenen Wettkampf möchte ich aber nicht geben.

 
 

Informationen: Fichtelgebirgsmarathon
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