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Laufberichte

So ist der Marathon in meiner Heimatstadt

22.05.11

5. Jahre E.ON Marathon in Kassel, ein kleines Jubiläum. 2007 hat Winfried Aufenanger den neuen Kassel Marathon aus der Taufe gehoben. Es sind 5 erfolgreiche Jahre, wenn auch die Zahl der Marathonfinisher rückläufig ist. Mit 10.021 Meldungen (offiziell lt. Davengo) auf allen Strecken gibt es dieses Jahr ein neues Rekord-Meldeergebnis.

Hinter Frankfurt ist Kassel damit die Nr. 2 in Hessen. Der „heimliche Höhepunkt“ ist auch dieses Jahr wieder der Mini-Marathon. 3.200 Schülerinnen und Schüler aus 64 Schulen aus Kassel und dem Landkreis haben sich angemeldet.

Der im letzten Jahr neu eingeführte Einrundenkurs wird auch in diesem Jahr gelaufen. Die Streckenführung für den Halbmarathon bleibt wie schon in den letzten Jahren bestehen und die Marathonis werden angelehnt an diesen Kurs an verschiedenen Stellen zusätzliche extra Schleifen laufen. Dazu mehr von der Strecke.

Die Alten Hasen in Sachen Marathon wissen noch, dass in der Zeit von 1972 – 1998 den KSV Hessen Kassel Marathon gab, mit der höchsten Finisherzahl von 157 in 1986. Hierbei ging es viermal rund um das Buga-Gelände und die Aue.

Dass das ganze Marathon-Wochenende ein voller Erfolg wird, dazu tragen auch 14 Marathon-Vorbereitungsstützpunkte bei. Hier werden unter Leitung ausgebildeter Lauftrainer in der Großregion Nordhessen, Osthessen, Südniedersachsen und Ostwestfalen Läuferinnen und Läufer auf die Wettbewerbe innerhalb des E.ON Mitte Kassel Marathon vorbereitet. Wie in den letzten Jahren waren auch in diesem Jahr wieder Zehntausende an der Strecke und haben die große Läuferschar angefeuert.

Kassel liegt in Nordhessen und das ist die Mitte Deutschlands. Wer bisher Kassel immer von den Kasseler Bergen und der Autobahn her kennt, sollte doch einmal in die alte Residenzstadt kommen und sich einmalige Dinge dieser Region ansehen, wie. z. B. die Wasserkünste im größten Bergpark Europas oder das Tapetenmuseum oder das Brüder Grimm Museum oder die Treppenstraße, die erste Fußgängerzone Europas.

Wer schon am Mittwoch in Kassel war, konnte die Wasserkünste im Bergpark besichtigen. Um 14:30 Uhr geht es los. Oberhalb der Kaskaden zu Füßen des Herkules stehen in einer Grotte „Triton und Zentaur“, die ein akustisches Signal zum Beginn der Wasserkünste geben. Dann kommt das schönste Schauspiel, wenn das Wasser die 250 Meter langen und 12 Meter breiten Kaskaden hinunterläuft. Am besten ist, man geht mit den Wasserspielen ab jetzt mit.

Wir gehen zum Steinhöfer Wasserfall, wo über einem fast senkrechten Hang, in dem ein Steinbruch eingebaut wurde, das Wasser herunterfällt. Weiter geht es zur Teufelsbrücke. Hier schießt das Wasser unter der Brücke in den 10 Meter tiefer gelegenen Höllenteich, beobachtet von Pluto, der in der Höhle daneben ist. Ein Stück weiter des Weges kommt die Nachahmung eines  römischen Aquädukts. Hier stürzt das Wasser 43 Meter in die Tiefe. Über die kleinen Kaskaden fließt das Wasser neben dem Jussowtempel dann in den Fontänenteich. Das besondere Schauspiel ist die Wasserfontäne im Teich, die 52 Meter hoch aufsteigt. Sie wird nur durch den Wasserdruck der fallenden Wasser aus den Wasserkünsten erzeugt. Ein sehenswertes Schauspiel das ungefähr eine Stunde dauert.

Der Countdown für das Marathonwochenende wird schon die Woche vor dem Großereignis eingeleitet durch den „Warm up mit Herkules“. Hier läuft eine große Gruppe in sieben Etappen auf ausgewählten Teilstücken der Strecke und stimmt die Bevölkerung auf den Marathon ein. Während der Läufe verteilen die Teilnehmer Handzettel in die Briefkästen an der Strecke, mit den wichtigsten Informationen für die Anwohner.

Das Veranstaltungszentrum für dieses Wochenende ist auf dem Messegelände an der Fulda-Aue. Ab Freitag 14 Uhr geht es hier los mit der Messe und der Startunterlagenausgabe sowie Nachmeldungen. Um diese Zeit läuft auch der „Herkules“ mit der großen Gruppe auf dem Messegelände ein.

Schon am Samstagmorgen um 10 Uhr findet der Frühstückslauf statt. Karin Severin-Lenz von der Laufschule Kassel leitet den beliebten Lauf durch die Kasseler Auelandschaft. Am Nachmittag sind dann die Nordic-Walker und Walker auf einer 8km Runde unterwegs. Kurz danach startet von hier aus auch der Minimarathon über 4,2 km.

Auch für meinen Laufverein die LG Vellmar war dies wieder ein besonderes Datum, denn es waren über 50 Helfer/Innen im Einsatz (gleicher Versorgungspunkt schon seit dem 1. Marathon). Der erste Verpflegungspunkt bei km 5 für die Halben und ca. 11,5 für die Marathonis wurde betreut und alle die laufen wissen, der ist immer der schlimmste und schwierigste für alle Teilnehmer. Aber auch auf die Laufstrecke gingen dieses Jahr wieder einige Vereinsmitglieder.

 
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Sonntag Marathontag: Heute Morgen muss ich früh aufstehen, um den Startplatz ohne Probleme zu erreichen, denn es sind viele Zufahrtstraßen schon früh gesperrt, um den Läufern einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Aber durch die gute Ortskenntnis und eine frühe Fahrtzeit gelingt dies bestens. Da ich gestern erst den Rennsteig-Marathon gelaufen bin, bin ich heute mit dem Fahrrad unterwegs. Ich kenne die Strecke ganz gut und werde Euch einige Dinge auch am Straßenrand hinweisen.

Gestern Mittag während des Mini-Marathons ging ein kräftiger Regen nieder und auch in der Nacht hat es noch einmal geregnet. Das Wetter heute Morgen ist schon recht warm. Die Temperaturen haben so um die 13 Grad, aber der Blick zum Himmel verspricht mehr, viel mehr. Es werden in den Mittagsstunden 28 Grad gemessen.

Von der Halle zum Startpunkt sind es ca. 200 Meter. In den letzten Jahren wurde es hier immer sehr eng. Heute wird es am Start nicht so sein durch die entzerrten Startzeiten von Marathon und Halbmarathon. So um die 1000 Läufer nehmen Aufstellung auf der Strasse zwischen Bugasee und Eisenbahn. Die Inline-Skater waren schon um 8.00 Uhr auf ihren Halbmarathon gestartet, für die es dieses Jahr um die Deutschen Meisterschaften geht. Das größte Lauffeld, die Halbmarathonis und die Power-Walker, sind schon seit 8:30 Uhr auf der bekannten und altbewährten Strecke. Auch für die Halbmarathonis gibt es BUZL (Brems- und Zugläufer) für unter 1:30, 1:45, 2:00 und 2:15.

Jetzt sind hier alle Marathonis und Staffelläufer versammelt. Die Stimmung ist wie jedes Jahr super. Man merkt aber an der Nervosität und Unsicherheit einiger Teilnehmer, dass sie heute ihren ersten Marathon laufen werden. Gerade für die Marathoneinsteiger ist es von Vorteil, wenn es Zug- und Bremsläufer gibt wie hier in Kassel. Das schon eingespielte Team begleitet Läufer auf ihre Wunschzeiten, 2:59, 3:14, 3:29, 3:44, 3:59 und 4:29 Stunden. Der Zielschluss für die Marathonis ist heute um 14:30 Uhr nach 5 ½ Stunden. Auf der gesamten Laufstrecke ist jeder Kilometer markiert.

 
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Ca. 800 Marathonis (rote Startnummern) und ca. 450 Staffelläufer (grüne Nummern) rennen los. Es geht parallel dem Bugasee entlang durch die Fuldaaue. Für die Bundesgartenschau 1981 wurden hier nahe der Fulda eine große Seenlandschaft auf über 200 ha Fläche angelegt, die heute das Freizeitparadies der Kasseler ist.

 
 

Informationen: EAM Kassel Marathon
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