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Laufberichte

Das gab’s noch nie

19.04.09
Autor: Klaus Duwe

Das Elitefeld des 26. Vienna City Marathon 2009 besteht ausschließlich aus Debütanten

Günther Weidlinger und Andrea Mayr sind die Hauptdarsteller aus dem österreichischen Lager. Weidlinger, der fast alle Landesrekorde Mittel- und Langstrecken hält (z.B. HM 61:42),  will sich gleich bei seinem Debüt auch den 23 Jahre alten Marathon-Rekord (Gerhard Hartmann, 2:12:22) holen. Andrea Mayr, die bisher als Bergläuferin für Furore sorgte, will unter 2:35 bleiben.

 
3000m-Hindernis-Olympiasieger Reuben Kosgei
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Gespannt ist man auf die Favoriten aus Kenia. Prominentester Starter ist der 29jährige 3000m-Hindernis-Olympiasieger (Sydney 2000) Reuben Kosgei, der nicht nur seinen ersten Marathon, sondern sein ersten Straßenrennen überhaupt bestreitet. Joseph Maregu (31) dagegen kann schon einige HM-Siege aufweisen. Sein schnellstes Rennen bestritt er 2007 in Lille (59:45). Zu beachten sein wird auf alle Fälle auch der erst 21 Jahre alte Jonathan Maiyo, der 2007 in Rotterdam mit 60:10 den 5. Platz belegt. Die Marschroute für Sonntag lautet: 2:07, eventuell darunter.

 
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Insgesamt gehen über 29.000 Meldungen aus 100 Ländern für die verschiedenen Wettbewerbe ein. Nur letztes Jahr beim Jubiläumsmarathon waren es mehr. Aber: den Marathon wollen „nur“ ungefähr 6.500 laufen. 5.008 davon werden schließlich als Finisher ausgewiesen. Gut 20 % davon kommen aus Deutschland. 18 Millionen Euro Umsatz soll der Marathon generieren - der VCM als Motor für Laufsport und Tourismus.

 
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Auch wenn es zusätzlich kostet, die Friendship-Party im Wiener Rathaus sollte man nicht verpassen. Nirgendwo sonst wird ein Ambiente wie im Großen Festsaal geboten. Zu dezenter Live-Musik gibt es Kaiserschmarrn und neuerdings auch Nudeln.

Jetzt von Sehenswürdigkeiten der Österreichischen Hauptstadt zu erzählen, möchte ich euch und mir ersparen. Zwei Tipps möchte ich aber geben.

Fast-Food-Pionier

Wien ist ja unter anderem für seine Kaffeehäuser bekannt. In der Dorotheergasse gibt es das „Hawelka“, das sich noch fast ganz so präsentiert, wie es Leopold Hawelka 1939 eingerichtet hat. In den 50er und 60er Jahren ist es Treffpunkt von Literaten und Künstlern und weit über die Grenzen Wiens und Österreichs hinaus bekannt. Warum? „Weil Herr Hawelka nicht renoviert“, weiß schon damals Heimito von Doderer.

 
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Schon etwas länger gibt es schräg gegenüber  das „Trzesniewski“. Trotz des unaussprechlichen Namens kennt den Fast-Food-Laden in Wien jedes Kind. Es gab ja schon einmal eine Wirtschaftskrise, in den 20er Jahren. Den Menschen ging es wirklich schlecht. Noch schlechter war es um die Geschäfte des Francisek Trzesniewski bestellt. Aber gerade in Krisenzeiten werden oft die besten Ideen geboren. Trzesniewski dachte sich verschiedene Brotaufstriche aus und bot diese auf kleinen Schnittchen (= Brötchen, ja nicht verwechseln mit einer Semmel) an. So klein wie diese Brötchen waren auch die Preise – und so konnte sich jeder ein Brötchen beim Trzesniewski leisten. Die Krise ging, die Idee blieb. Trzesniewski’s „unaussprechlich guten Brötchen“ für heute 1 Euro das Stück sind ein Millionengeschäft und die über 20 verschiedenen Aufstriche so lecker wie damals.

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