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Laufberichte

Es geht wieder los!

09.01.11

Im Monat Dezember war marathonmäßig nicht viel los in Deutschland, und manche Veranstaltung fiel auch noch witterungsbedingt aus. Die Marathonszene war anscheinend in den Winterschlaf gefallen und ich hörte in den letzten Wochen oft den Satz „Bei diesem Wetter kann man doch nicht laufen“ Nun ja, es gab auch bei uns im Ruhrgebiet viel Schnee und die Temperaturen waren ständig unter Null, aber laufen konnte ich doch immer. Wenn es nicht im Wald möglich war, lief ich halt auf den geräumten Gehwegen.

Natürlich hatte ich auch eine gute Motivation, denn ich wollte beim Marathon in Kevelaer wieder dabei sein. In Kevelaer gibt es nur 400 Startplätze und diese sind schnell ausgebucht. Also hatte ich mich schon im August angemeldet, und das war gut so. Ab 19. November waren nämlich mal wieder  alle Startplätze vergeben. Wer jetzt noch eine Startnummer wollte, musste es  im Gästebuch versuchen. Hier kann man mit etwas Glück noch die Startberechtigung eines erkrankten Läufers bekommen.

Der Kevelaer-Marathon findet seit 2003 statt. Organisator und Ausrichter des Laufes ist die LLG Laufsport Kevelaer e.V., deren Mitglieder selbst erfahrene Marathon- und Ultraläufer sind. Das Team um Peter Wasser leistet hier seit Jahren eine tolle Arbeit und wird auch mit schwierigen Wetterbedingungen fertig.
So hat man sich einen treuen Teilnehmerstamm  erarbeitet, welcher gerne die frühe Gelegenheit im Jahr nutzt,  wieder einen Marathon zu laufen. Geschätzt werden von den Teilnehmern vor allem die persönliche Betreuung und die familiäre Atmosphäre. Der Lauf findet etwas außerhalb von Kevelaer in der Schravelener Heide statt.

Die Jugendherberge Kevelaer dient als logistisches Zentrum der Veranstaltung. Nur wenige Schritte sind es von hier aus zum Start/Zielbereich. Hier kann man die Startnummer bekommen und auch Umkleidemöglichkeiten und Duschen sind vorhanden. Wer von weiter herkommt findet hier auch eine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit.

So mache ich mich voller Tatendrang auf den kurzen Weg von Oberhausen nach Kevelaer. Meine Frau und ihre Freundin Christiane sind wieder dabei und freuen sich schon auf den traditionellen Honigkuchen. Problemlos erreichen wir den Parkplatz an der Jugendherberge und parken genau neben Volker Berka, welcher auch mit seiner Frau angereist ist. Es gibt ja kaum ein Wochenende ohne Marathon für ihn.

 
© marathon4you.de 11 Bilder

Wir können in der Eingangshalle die Startunterlagen entgegennehmen. Dabei erhält man gleich noch ein Funktionsshirt und das bei einer Startgebühr von 25 Euro.

In der Starterliste habe ich schon viele bekannte Namen entdeckt. Die Läufer des LC Duisburg, SUS Schalke und vom 100er MC sind alle zahlreich vertreten. Einige Läufer kommen auch aus den Niederlanden, Belgien und sogar aus Polen.
Bald treffe ich Bernhard und Birgit. Bernhard ist einer der wenigen Läufer, die bisher immer hier in Kevelaer dabei waren und scheut auch die weite Anreise nicht. Das Jahr 2010 ist für ihn nicht optimal gelaufen aber jetzt 2011 will er sogar selbst unter die Veranstalter gehen. Hans Drexler ist heute auch dabei und fotografiert eifrig. Mit munterem Plaudern vergeht die Zeit wieder sehr schnell und wir müssen uns bereits für den Start fertig machen.

Nach den heftigen Schneefällen zum Weihnachtsfest und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, hat  Petrus seit Donnerstag rechtzeitig die Temperaturen wieder steigen lassen. Bei 6 Grad  ist es heute trocken und es schaut sogar die Sonne heraus. Das ist schon ein kleines Wunder und vielleicht hat Kevelaer ja seine guten Beziehungen nach oben als Wallfahrtsort genutzt.

 
© marathon4you.de 25 Bilder

Auf einem schmalen Weg versammeln sich die Läufer und um 10 Uhr fällt der Startschuss. Zuerst geht es für anderthalb Kilometer am Waldrand entlang und wir laufen gleich an dem Moderator vorbei. Er hat eine LKW Ladefläche zur Bühne umfunktioniert und ihm fällt zu jedem Läufer eine nette Bemerkung ein. Dieser erste Abschnitt ist nicht asphaltiert und man hat ihn mit Split bestreut. Trotzdem ist hier der Boden aufgeweicht und etwas rutschig. Bevor wir nach rechts abbiegen gibt es schon die erste Verpflegungsstelle, die jetzt aber kaum genutzt wird.
Nun geht es auf Asphalt weiter und es gibt  überhaupt keine Probleme mehr.

Die nächsten 3 km geht es übers freie Feld zuerst Richtung Winekendonk. Dort erwartet uns in einer Kurve eine  Zuschauergruppe, die die Läufer anfeuert.  Jetzt müssen sie sich erst noch ein wenig warm  klatschen. Wir biegen links ab und laufen weiter über das offene Feld  wieder zurück. Die letzten anderthalb km sind mit den ersten identisch und uns begegnen nun schon die Führenden.

Die Zeitnahme erfolgt mit dem ChampionChip und bei jeder Runde überquert man die Zeiterfassungsmatte. Hier am Wendepunkt stehen eine Menge Zuschauer, welche sich bei flotter Musik vom Moderator über den Rennverlauf informieren lassen. Unter ihnen sind auch Inge und Christiane und halten wieder alles fotografisch fest.

Sieben Runden sind zu laufen und ich kann nun auf der Begegnungsstrecke die Läufer hinter mir beobachten. Weltrekordler Horst Preisler ist auch hier. Der agile 75jährige hat schon über 1700 Marathons geschafft  und sammelt noch fleißig weiter.

Die Strecke ist flach und jeder Kilometer ausgeschildert. Man muss nur wissen, in welcher Runde man sich befindet, aber das ist bei 7 Runden ja kein Problem. Das war auf der Weseler Rheinbrücke mit 44 Runden schon schwieriger.  Mit zwei Verpflegungsstellen wird man während des gesamten Laufs bestens versorgt. Das Wasser ist angewärmt und es gibt auch Tee, Cola, Bananen und als Besonderheit Honigkuchenstücke.

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Informationen: LLG Kevelaer-Marathon
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