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Laufberichte

Ein voller Erfolg

14.05.06

Hollen-Party zum Abschluss

 

Bereits im Februar wurde der erste Bödefelder Hollenlauf als „Sauerländer Leckerbissen“ auf  marathon4you.de angepriesen. Damals Spekulation – heute Gewissheit! Soviel schon vorab: Mit diesem neuen Ultralandschaftslauf ist den Veranstaltern vom TuS Bödefeld und dem dortigen Verkehrsverein ein Volltreffer gelungen.

 

Die Ferienregion Bödefeld liegt im Hochsauerland am Fuß des Rothaargebirges nahe Winterberg.  Ausgedehnte Wälder und üppige grüne Wiesen prägen die Mittelgebirgslandschaft. Darin liegen malerische Dörfer mit wunderschönen Fachwerkhäusern mit Schieferdächern. Viele Wanderer und Mountainbiker sind hier anzutreffen. Alle Voraussetzungen für einen herrlichen Landschaftslauf sind damit gegeben.

 

Fehlt nur noch die passende Organisation. Aber auch da muss man den Machern des Hollenlaufs die Bestnote geben. Neben der ausgezeichneten Abwicklung der Laufveranstaltung insgesamt seien einige Punkte hervorgehoben: die ausgezeichnete Streckenmarkierung, bestehend aus farbig markierten Pfählen, Pfeilen (Kreide und farbig je nach Strecke) und Wimpeln aus Trassierband, das Bestreben nach Sicherheit (jeder Teilnehmer wurde bei allen Verpflegungsposten registriert, sodass niemand verloren gehen konnte) und natürlich der engagierte und herzliche Einsatz der vielen kompetenten Helfer!

 

 
Frühstück
© marathon4you.de

Der Lauftag beginnt um 4:30 h mit einem reichlich bestückten Frühstücksbuffet für alle Läufer und Mountainbikebegleiter. Nach einer Einweisung zum Ablauf und der Streckenmarkierung erfolgt die Registrierung aller Starter auf dem Weg zum Start. Um 6:40h erfolgt der Startschuss an der Schützenhalle in Bödefeld (470 m NN), die Langstreckenwanderer sind schon am Freitagabend um 18h auf gleicher Strecke gestartet. Ob man 57 km oder 101 km laufen will, kann man am Wendepunkt bei Kilometer 57 entscheiden, bei der Anmeldung wird kein Unterschied gemacht. Über 100 Läufer machen sich auf den Weg, einige mit Fahrradbegleitung. Nachdem der Lauf noch relativ kleine Teilnehmerzahlen hatte und die Bikebegleiter sehr umsichtig waren, funktionierte alles harmonisch. Eigentlich nicht erforderlich, da man einen Kleiderbeutel zum Wendepunkt schicken und unterwegs bestens verpflegt wurde. Jedoch ermutigte die erlaubte Begleitung einige Ultra-Erstläufer, sich in neue Dimensionen des Laufens vorzuwagen.

 

Die Strecke beginnt mit einer Runde um Bödefeld. Zunächst läuft man in südlicher Richtung los. Nach ca. 2,5 km beginnt der erste Anstieg mit etwa 200 Höhenmetern zum Aufwärmen. Wieder hinunter auf annähernd Ausgangsniveau und dann in wechselndem Auf und Ab wieder nach Bödefeld. Dabei ist eine kurze, schmale und sehr steil abfallende Passage vorbei an Stacheldraht zu überwinden.

 

Nach 13 km passiert man Bödefeld wieder, um es nun für längere Zeit zu verlassen, denn es folgt der große Anstieg mit 350Hm auf die Hunau auf knapp 800 m und nach 100 m Abstieg weitere 150 Höhenmeter auf den höchsten Punkt der Strecke, den Kahlen Asten (841 m NN). Damit hat man die längsten Anstiege der insgesamt 1.976 Höhenmeter bereits überwunden. Weiter geht es nun in stetem Wechsel von Auf und Ab zwischen 650m NN und 750 m NN bis zum Wendepunkt. Zumeist sind die Steigungen, bzw. Gefälle moderat, mit wenigen Ausnahmen, wo auch einmal eine Steigung von über 20% zu meistern ist. Schließlich führt dieser Abschnitt meist über Waldwege, kürzere Passagen auch asphaltiert an kleinen Ortschaften vorbei und zum Rhein-Weser-Turm (685 m NN). Die 57 km Finisher sind schon im Ziel! Das Zeitlimit zum Weiterlaufen liegt bei 7:30 h, für die Gesamtstrecke bei 15 h. Der Rückweg erfolgt auf gleicher Strecke zurück nach Bödefeld.
 
Mir persönlich kommt das Streckenprofil sehr entgegen. Als über 14 h Läufer brauche ich zwischendurch sowieso Gehpausen. Die vielen kleinen Anstiege kann ich perfekt dafür einsetzen, kann mich erholen und bergab, bzw. flach, umso besser laufen. Mit relativ kühlen Temperaturen, ein wenig Regen und Wind und einigem Sonnenschein ist das Wetter ebenso gemischt. Insgesamt aber sehr gut verträglich für uns  LäuferInnen, für die Helfer manchmal eher weniger. Ich denke mir, wie gut, dass ich laufen kann und nicht stundenlang an einem Stand Dienst tun muss. Aber Gott sei Dank sind ausreichend Leute anderer Meinung und ziehen den Stand vor! Die Verpflegung ist läufergerecht, alles da, was man braucht an Getränken, Obst und belegten Broten. Ich liebe die gesalzenen Schmalzbrote auf langen Strecken. Für mich die ideale Nahrungsergänzung und ein ausgezeichneter Kontrast zu den süßen Iso-, Cola- und Malzbiergetränken. Und schließlich bei Kilometer 95 bekomme ich dann auch noch ein echtes Bier. Nur einen kleinen Schluck, aber der schmeckt richtig gut. Die letzten 6 km führen nur noch bergab ins Ziel. Ich fühle mich prima (den Umständen entsprechend eben) und weil es mir so gut gefallen hat, gelingt mir eine Verbesserung meiner 100 km Zeit um über 30 min auf unter 14 h.  

 

Mit mir haben 42 LäuferInnen die 101 km Distanz gewählt, 59 entschieden sich für die 57 km Strecke und 23 haben die 33 km gefinisht. Als ich kurz vor 21 h wieder beim Schützenhaus ankomme, ist die Hollenparty schon in vollem Gange. Läufer sieht man nicht mehr so viele, aber die Helfer erkenne ich alle wieder. Sie haben es sich wirklich verdient!

 

Den Bödefeldern ist hier ein Lauf gelungen, der das Potenzial zu etwas Größerem hat. Geniale Landschaft gepaart mit hervorragender Organisation garantieren ein echtes Lauferlebnis! Auch für Ultraanfänger mit Mut gut geeignet! Und wenn es nicht so toll läuft, kann man nach 57 km finishen und wird zum Startpunkt zurück gebracht.

 

Ich wünsche den Veranstaltern und uns Läufern, dass es im nächsten Jahr wieder einen Hollenlauf gibt. Und wenn’s passt, bin ich wieder dabei!

 

Ergebnisse:

 

101 km Männer

1. Mende, Uwe Team Frosch Sportreisen 8:39:32,00
2. Braun, Wolfgang LG Mützenich 8:55:01,00
3. Lorenz, Michael TV Huchem Stammeln 9:37:17,00

 

101 km Frauen

1. Bruder, Birgit PSV Pirmasens 10:06:58,00
2. von Kocemba, Rosemarie 100 Marathon Club 12:05:05,00
3. Hertz, Gisela Marathon Steinfurt 12:37:49,00

 

57 km Männer

1. Berndstrotmann, Karl TUS Sythen 4:37:18
2. Klauke, Ralf SC Wilzenberg 4:52:10
3. Pamp, Daniel LGO Bochum 5:10:04

 

57 km Frauen

1. Bach, Petra TSVE 1890 Bielefeld 5:51:43
1. Becker, Gabi TSVE 1890 Bielefeld 5:51:43
3. Fuhrmann, Kerstin DUV 6:35:37

 

Laufstrecken:

Es gibt 3 unterschiedliche Streckenlängen, die im Baukastensystem aufgebaut sind:

 

33 km:  13 km Schleife um Bödefeld (alle Laufstrecken) + 20 km Schleife (erste Hälfte wie längere Strecken), ±833 Höhenmeter


57 km:  13 km Schleife um Bödefeld + 44km Punkt-zu-Punkt-Strecke zum Rhein-Weser-Turm, +1.247 Hm  -1.037 Hm


101 km: wie 57 km-Strecke und auf gleichem Weg wieder zum Start zurück, ±1,976 Hm

 

Meistens auf Feld- und Waldwegen, teilweise asphaltiert durch kleiner Dörfer an der Strecke.

 

Wanderstrecken:

15 km, 25 km, 35 km, 45 km, 101 km (wie Hollenlauf, jedoch Start um 18 Uhr am Vorabend)

 

Rahmenprogramm:

Hollenparty

 

Auszeichnung:

Medaille, Plakette, Soforturkunde

 

Logistik:

Rücktransport vom Rhein-Weserturm nach Bödefeld für alle 57 km Finisher, Mountainbikebegleitung während des Laufs erlaubt


Verpflegung:

Läuferfrühstück vor dem Lauf, alle 3-7 km Verpflegungsstände mit Wasser und Elektrolytgetränken, ab 19 km Malzbier und Cola und in unterschiedlichen Zusammenstellungen Rosinen, Bananen, Äpfel, TUC - Kekse, Schmalzbrote, Belegte Brote, auf der Rücktour zusätzlich auch Schokolade, Hollensuppe und Bier (95km) 

 

Informationen: Bödefelder Hollenmarsch
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