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Triumph trotz schwerer Verletzung: Äthiopierin siegt in Berlin mit Sehnenriss

28.09.26
Quelle: Red. M4Y

Tigst Assefa zeigte beim Berlin-Marathon eine historische Leistung, als sie trotz massiver gesundheitlicher Probleme den Sieg einfuhr. Bis kurz vor dem Ende lag die Läuferin aus Äthiopien sogar noch auf Weltrekordkurs, bevor sie die Ziellinie schließlich sichtlich gezeichnet und humpelnd überquerte. Direkt nach dem Erfolg sackte sie erschöpft zusammen und weinte vor starken Schmerzen – eine Willensleistung, die unter diesen Bedingungen kaum für möglich gehalten wurde.

Obwohl die Beschwerden auf den letzten zwei Kilometern extrem wurden, rettete sich Assefa mit einer Zeit von 2:11:04 Stunden ins Ziel. Am darauffolgenden Tag wurde das ganze Ausmaß des Dramas bekannt: Die Athletin hatte sich noch auf der Strecke die Achillessehne gerissen. 

 

 

Offenbar setzten die ersten Schmerzen bereits bei Kilometer 31 ein und verschlimmerten sich ab Kilometer 40 drastisch.Dass Assefa dennoch das Ziel erreichte, noch dazu in der drittbesten je gelaufenen Zeit, ist eigentlich unglaublich. Aufgrund der Schwere der Verletzung musste die Äthiopierin sowohl die offizielle Ehrung als auch den Medientermin absagen und wurde stattdessen umgehend für medizinische Untersuchungen in ein Krankenhaus transportiert.

 

Lange Zwangspause für die Spitzenathletin

 

Am Montagvormittag folgte dann der chirurgische Eingriff an der Achillessehne in der BG Unfallklinik Murnau. Fest steht bereits, dass sie rund sechs Wochen lang nicht trainieren darf. Insgesamt rechnet ihr Umfeld mit einer Sportpause von mindestens sechs bis sieben Monaten. Ein mögliches Ziel für das Comeback der Olympia- und WM-Zweiten könnte der London-Marathon im kommenden April sein.

 


 
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