marathon4you.de

 

Meldungen

Spannende Rennen für Sonntag erwartet

25.09.26
Quelle: Pressemitteilung

Streckenrekord in Gefahr   •    Handbiker u. Rennrollstuhlfahrende   •    Inlineskating: Swings peilt Sieg an

Offene und spannende Rennen wie selten zuvor sind beim BMW BERLIN-MARATHON am Sonntag zu erwarten. Mindestens ein halbes Dutzend Athleten haben Chancen, den spektakulärsten deutschen Straßenlauf zu gewinnen, nachdem Weltrekordler Sabastian Sawe verletzungsbedingt passen musste.

Ohne den Kenianer, der aber als Ehrengast nach Berlin kommt, wird es zwar keine Jagd auf eine Zeit unter zwei Stunden geben, aber es ist trotzdem mit einem sehr schnellen Rennen zu rechnen. Der Streckenrekord von Eliud Kipchoge könnte dabei in Gefahr geraten. Kenias Superstar hatte den BMW BERLIN-MARATHON 2022 mit der damaligen Weltrekordzeit von 2:01:09 Stunden gewonnen. 

 

Liebäugeln mit dem Streckenrekord

 

Fünf Athleten auf der Startliste weisen hochklassige persönliche Rekorde von unter 2:05:00 Stunden auf. „Ich erwarte ein spannendes Rennen und wir liebäugeln mit dem Streckenrekord. Das Tempo wird auf eine 2:01er-Zeit hinauslaufen“, sagte Race-Direktor Mark Milde. Auch in der Breite der Spitze ist der BMW BERLIN-MARATHON ein weiteres Mal außerordentlich stark besetzt. Insgesamt 26 Starter sind schon unter 2:08:00 Stunden gelaufen - eine Zeit, die vor gut 25 Jahren noch Weltklasse war und in Berlin 1995 erstmals unterboten wurde. Drei deutsche Läufer gehen mit Bestzeiten im Bereich zwischen 2:07:00 und 2:09:00 Stunden ins Rennen: Sebastian Hendel, Haftom Welday und der Newcomer Aaron Bienenfeld. 

 

 

Gabriel Geay mit starken Ambitionen

 

Der schnellste Läufer auf der Startliste ist jetzt Gabriel Geay. Mit 2:03:00 hält er den nationalen Rekord von Tansania und steht mit dieser Zeit auf Platz 17 in der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten. „Ich bin froh, dass ich jetzt eine zweite Chance habe, in Berlin zu laufen“, sagte der 29-Jährige, der vor einem Jahr wie etliche andere Athleten aufgrund der hohen Temperaturen das Rennen aufgeben musste. „Ich bin in guter Form und hoffe auf eine sehr gute Zeit.“

 


Guye Adola in der Form seines Lebens

 

Stark einzuschätzen ist weiterhin eine Gruppe von äthiopischen Läufern. Guye Adola ist ein Athlet, der seine hochkarätige persönliche Bestzeit beim BMW BERLIN-MARATHON aufstellte und zudem das Rennen auch schon gewann. Adola war 2017 Zweiter hinter Kenias Ausnahmeläufer Eliud Kipchoge. Er lief damals mit 2:03:46 einen inoffiziellen Debüt-Weltrekord, der weiterhin seine Bestzeit ist. 2021 triumphierte Guye Adola beim BMW BERLIN-MARATHON in 2:05:45 und ließ dabei unter anderen Superstar Kenenisa Bekele hinter sich, der verletzungsbedingt am Sonntag nicht starten kann. „Ich bin sehr gut vorbereitet und in der besten Form meines Lebens“, sagte der 35-Jährige, der in diesem Frühjahr den Rotterdam-Marathon gewann und mit 2:03:54 so dicht an seine Bestzeit heran kam wie in keinem anderen Rennen.

 

 


Starke äthiopische und japanische Athleten

 

Eine deutliche Steigerung ist Selemon Barega in Berlin zuzutrauen. Der 10.000-m-Olympiasieger von Tokio 2021 wird am Sonntag seinen dritten Marathon laufen und erreichte bisher 2:05:00. „Ich habe gut trainiert und will mich in Berlin weiter steigern“, sagte der 26-Jährige. Zwei äthiopische Landsleute gehören ebenfalls zum Favoritenkreis: Getaneh Molla und Shura Kitata haben mit 2:03:34 beziehungsweise 2:03:59 hochkarätige Bestzeiten. Gleich elf Japaner mit Bestzeiten zwischen rund 2:06 und 2:08 stehen auf der finalen Startliste. Es ist damit zu rechnen, dass diese starke Gruppe versuchen wird, den japanischen Rekord von 2:04:55 angreifen wird. 


Sebastian Hendel und Haftom Welday

 

Die Dichte in diesem Zeitbereich könnte auch einigen deutschen Läufern helfen. Zurückmelden will sich Sebastian Hendel (Marathon Team Berlin). Vor zwei Jahren überraschte er mit einer starken persönlichen Bestzeit von 2:07:33 Stunden. Doch danach stoppten ihn immer wieder gesundheitliche Probleme und Verletzungen. „Ich bin noch nicht in der Form für eine Bestzeit, mit einer 2:09er oder 2:08er Zeit wäre ich zufrieden“, sagte Sebastian Hendel. Haftom Welday (TB Hamburg Eilbeck) zeigte in diesem Jahr bereits viel versprechende Form, als er sich im März in Barcelona auf 2:08:13 verbesserte. „Ich bin fit und mein Ziel ist es, meine persönliche Bestzeit zu unterbieten“, sagte der 36-Jährige, der sich in Äthiopien auf das Rennen in Berlin vorbereitet hat. 


Aaron Bienenfeld als nationaler Favorit

 

Im Kampf um die Position des stärksten deutschen Läufers könnte Aaron Bienenfeld (Düsseldorf Athletics) der lachende Dritte sein. Er lief Ende April sein Marathon-Debüt in Hamburg und überzeugte auf Anhieb mit starken 2:08:47 Stunden. Damit erreichte Bienenfeld das schnellste Marathon-Debüt eines deutschen Läufers überhaupt. Jetzt will er sich weiter steigern und in den 2:06er- bis 2:08er-Bereich vordringen. „Ich habe besser trainiert als vor Hamburg, es war alles noch etwas professioneller“, sagte Aaron Bienenfeld, der rund drei Monate lang im Höhentraining in Flagstaff (USA) war.

 


FUTURE OF WOMEN* WHO RUN –
Panel mit starken Stimmen

 

Der Anteil der Frauen beim BMW BERLIN-MARATHON wächst: 36,2 Prozent der Startenden am Sonntag sind Frauen, bei den 26- bis 30-Jährigen liegt der Anteil bereits bei 40,2 Prozent. Wie kann die Zukunft von Frauen* im Laufsport positiv gestaltet werden? Dieser Frage widmete sich am gestrigen Tag das Panel „FUTURE OF WOMEN* WHO RUN“. Vertreterinnen aus Breiten- und Spitzensport, Medien und Wirtschaft diskutierten über Sichtbarkeit, Chancengleichheit und bessere Rahmenbedingungen.


Initiative von SCC EVENTS und Tagesspiegel

 

Mit dabei waren unter anderem Rosemary Wanjiru, Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON 2025, Esther Pfeiffer, Jennifer Thomas von adidas, Anna Hankings-Evans, Gründerin von Black Women Run, sowie Gladys Cherono, dreimalige Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON. Neben vielen positiven Entwicklungen wurde deutlich, dass insbesondere die Sicherheit von Frauen weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Mit „WOMEN WHO RUN in the Dark“ hat SCC EVENTS gemeinsam mit dem Tagesspiegel ein Laufangebot für Frauen in der dunklen Jahreszeit geschaffen, das im kommenden Winter fortgesetzt werden soll. Auch bei Trainingswissenschaft, Rennverpflegung und medizinischen Themen besteht weiterhin Bedarf an einer besseren Studienlage zu den spezifischen Bedürfnissen von Frauen. Im Spitzen- wie im Breitensport sind zudem weibliche Vorbilder und sichere Räume wichtig, in denen Mädchen und Frauen eigene Erfahrungen sammeln und ihre Möglichkeiten entdecken können.

 


 

 

 

 

 

 


 
Das marathon4you.de Jahrbuch 2026
NEWS MAGAZIN bestellen