Schlechte Luft bremst Läufer bei großen Stadtmarathons aus. Wie das Nachrichtenportal ORF.at unter Berufung auf eine im Fachmagazin Sports Medicine veröffentlichte Studie der Universität Leicester berichtet, verschlechtert eine hohe Stickstoffdioxid-Belastung (NO₂) die Zielzeiten von Marathonläufern messbar.
Für die Analyse wurden über 2,7 Millionen Finisher-Zeiten der sechs World Marathon Majors aus den Jahren 2010 bis 2024 untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
• Stickstoffdioxid als Hauptbremse: Während Feinstaub keine statistisch signifikante Rolle spielte, verlängerte jedes zusätzliche Mikrogramm NO₂ pro Kubikmeter Luft die Laufzeit bei Männern im Schnitt um 1,43 Minuten und bei Frauen um 1,56 Minuten.
• Freizeitsportler härter getroffen: Amateure reagieren rund sechsmal empfindlicher auf die Schadstoffe als Profis (2,12 statt 0,34 Minuten Zeitverlust).
• Jüngere sensibler als Ältere: In der Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen war der negative Effekt deutlich stärker ausgeprägt als bei Läufern über 60 Jahren.
Laut dem Forschungsteam unterstreichen diese Ergebnisse, dass die Luftqualität in Städten bei der Organisation von Sportevents und in der Gesundheitspolitik künftig eine deutlich größere Rolle spielen muss.