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Laufberichte

Evergreen im Westzipfel

02.07.06

„Du bist bei uns herzlich willkommen."

 

Bereits zum 33. Mal fand in Wegberg die Marathonmeisterschaft des LVN-Kreises Heinsberg statt ("LVN" ist die Abkürzung für den Leichtathletik-Landesverband Nordrhein). Diese jeweils am 1. Sonntag im Juli vom VSV Grenzland Wegberg vorbildlich durchgeführte Veranstaltung ist auch offen für Teilnehmer/innen, die nicht einem Verein im LVN-Kreis Heinsberg angehören oder die vereinslos sind. Neben dem Wettbewerb für Einzelläufer/innen wird zudem ein Marathon-Staffellauf ausgetragen.

 

Umsichtige Regie in einem routinierten Organisationsteam, dem mehrere aktuelle und ehemalige Marathon- und Ultraläufer/innen mit Bestleistungen auf hohem Niveau angehören, führte auch in diesem Jahr wieder Manfred Schmidt (er gehört, man kann es kaum glauben, inzwischen der Altersklasse M55 an, ist derzeit aufgrund einer langwierigen Muskelfaserrissverletzung "außer Gefecht gesetzt" und kann in gesundem und trainiertem Zustand den Marathon immer noch unter 3 Stunden laufen). In der Marathonszene ist die Veranstaltung eher unter der Benennung "Deutschlands West-Zipfel-Marathon" bekannt. Diese Bezeichnung ist durchaus berechtigt, denn Wegberg, das auf der Landkarte südwestlich von Mönchengladbach zu finden ist, liegt ca. 10 km von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt und dürfte ohne Konkurrenz der westlichste Ort in Deutschland sein, in dem ein Marathonlauf ausgerichtet wird.

 

Organisationszentrum ist das Schul- und Sportzentrum an der Maaseiker Straße. Der Start befindet sich etwa 400 m davon entfernt auf einem parallel zu einem Sportplatz verlaufenden Weg. Zunächst ist eine kleine Runde von 2.271,8 m zu absolvieren, an deren Ende man erstmals die vor der Sporthalle platzierte Zeitnahmestelle passiert. Dann sind noch 8 große Runden von jeweils 4.990,4 m zurückzulegen, nach denen in der gewohnten Sorgfalt die von den Teilnehmerinnen/Teilnehmern erzielten Zwischenzeiten lückenlos notiert werden. Dass die Strecke amtlich vermessen ist und die erzielten Ergebnisse bestenlistenfähig sind, versteht sich von selbst.

 

Der ausschließlich über befestigte Radwege und Nebenstraßen führende Kurs hat keine nennenswerten Steigungen oder Gefälle und kann als "flach" eingestuft werden. Kurz nach der Zeitnahmestelle (an der nach der 8. großen Runde der Zieleinlauf ist) befindet sich eine Verpflegungsstelle mit dem üblichen Angebot. Etwa bei der Mitte der 4.990,4-m-Runde ist zusätzlich eine Wasserstelle eingerichtet. Ein Zeitlimit ist nicht vorgegeben. Dennoch will man ja als "lahme Ente", wie ich sie inzwischen geworden bin, nicht "den ganzen Betrieb aufhalten". Deshalb wiederholt sich in jedem Jahr dieselbe Prozedur: Ich nenne bei meiner Voranmeldung stets mein derzeitiges Leistungsvermögen und bitte um ungeschminkte, ehrliche Mitteilung, falls meine Teilnahme den Zeitrahmen sprengen würde. Und stets erhalte ich dieselbe erfreuliche Antwort: "Selbstverständlich kannst Du teilnehmen. Du bist bei uns herzlich willkommen."

 

Im Übrigen wird allen Einzelläuferinnen/-läufern schon vor dem Start ein hochwertiges Teilnahme-T-Shirt ausgehändigt. Alle Zielankömmlinge erhalten zudem eine Urkunde mit Zeit- und Platzierungsangabe. Außerdem stehen viele Pokale und Ehrenpreise zur Verfügung, die in der Reihenfolge des Einlaufes vergeben werden. Das Startgeld für die Einzelläuferinnen/-läufer beträgt dennoch lediglich 13 €, woraus ersichtlich ist, dass die Veranstaltung nicht des Erzielens von Einnahmen wegen durchgeführt wird.

 Zu meiner diesjährigen "Wegberger Vorstellung" gibt es Folgendes zu berichten: Ganz offensichtlich haben meine seit dem 10. Mai 2006 fast täglich durchgeführten Radtouren eine Verbesserung meiner körperlichen Verfassung bewirkt. Denn obwohl die Temperatur bereits zur Startzeit um 8.00 Uhr bei wolkenlosem Himmel ziemlich hoch war und im Verlauf des Wettkampfes auf über +30° Celsius anstieg, kam ich ohne besondere Probleme über die Distanz.

 

Bereits die von mir erzielte Halbmarathon-Zwischenzeit von 2:38 Stunden war in Anbetracht der mir verbliebenen Möglichkeiten nach einer Bypass-Operation (1996) und Stent-Einpflanzung (2004) ganz akzeptabel. Natürlich war mir bewusst, dass nun ein Nachlassen kommen würde. Ich brach aber trotz geringer werdender Schattenstellen nicht ein und lief zu meiner eigenen Verwunderung ziemlich konstante Rundenzeiten. Und so gelangte ich schließlich nach 5:28:16 Stunden zwar als Letzter (2005 hatte ich noch 1 Frau und 3 Männer hinter mir), aber dennoch in der Nähe meines vorjährigen Ergebnisses von 5:27:11 Stunden ins Ziel. Hiermit war ich durchaus zufrieden.

 

Hier die Ergebnisliste der Erstplazierten:

 

1. Frau und zugleich 1. W50  

Kullnick, Ulrike, VSV Grenzland Wegberg   3:53:57


1. Mann und zugleich 1. M45 

Königs, Raimund, SC Myhl  3:02:06

 

 

Informationen: Westzipfel Marathon
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