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Laufberichte

Sonne, Berge, Marathon und Meer

19.10.14

Nach dem verregneten Sommer 2014 brauche ich Sonne. Also fliege ich für 10 Tage nach Mallorca. Hier scheint sie offenbar immer und ich kann nebenbei noch den Marathon in der Inselhauptstadt Palma laufen. Mit Doris nehme ich Quartier in Port de Soller. Von hier aus können wir tolle Wanderungen im Tramuntana Gebirge machen und im Meer baden.

Nach zwei wunderschönen Wandertagen mit Sonne pur fahren am Freitag nach Palma. Wir nehmen den Schnellbus von Port de Soller und in 40 Minuten sind wir in Palma. Ab 14 Uhr gibt es die Startunterlagen. Bis dahin erkunden wir die Altstadt, besuchen die Kathedrale La Seu und genießen Sonne, Eis und andere Leckereien.
Punkt 14 Uhr stehen wir mit etlichen anderen Läufern unterhalb von La Seu vor der Startnummernausgabe im Parc de la Mer. Hier gibt es die Startunterlagen auch für die Halben, 10er und Nordic-Walking. Während es am Samstag in Palma mit den Kids-Run und der Pasta-Party hoch her geht,  machen wir eine weitere schöne Wanderung.

 

Das wird wieder heiß …


… denke ich mir, als wir am Sonntag früh nach Palma fahren. Wir parken am Rande der Altstadt und gehen zum Parc de la Mar. Es heißt Wechselkleidung abgeben und gute Stimmung vor dem Lauf aufnehmen. Man merkt, hier sind viele, die wie ich einen Marathon mit einem Urlaub in schöner Umgebung verbinden wollen. Viele Deutsche sind am Start, aber auch viele andere Nationen sind vertreten. Ich sehe Briten, Amerikaner, Polen, Dänen, Tschechen usw.

Der Start ist um 9 Uhr. Die Zehner dürfen 10 Minuten später los, die Halben müssen noch 20 Minuten warten. Die Sonne strahlt auf uns herab. Da ich entspannt laufen will, werde ich richtig Hitze abkriegen. Da muss und will ich durch.

Der Startbereich ist eine Wucht. Links die mächtige Kathedrale und rechts das Meer. Das hat was und steigert meine Vorfreude. Die wird mit der zu laufenden Strecke weiter gesteigert. Zunächst geht es Richtung Leuchtturm Torre de Pelaires. Hier wird  nach 6 Km gewendet und es geht auf gleicher Strecke am Hafen entlang zurück. Es folgt eine Runde durch die Altstadt von Palma, abbiegen nach Arenal und direkt an der Küste zurück zum Ziel unterhalb der Kathedrale. 

Pünktlich fällt der Startschuss und auf breiter Küstenstraße laufen wir los. Gestartet wird in Blocks. Block A 1 und  A ist den Marathonis reserviert, B und C den Zehnern und D den Halben.

 
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Wir laufen auf breiter Straße am Meer entlang. Links der Hafen mit Schiffen jeder Größe soweit das Auge reicht. Hier liegen schon einige Millionen vor Anker. Rechts die Hotelburgen mit Läden und Restaurants direkt an der Straße. Palma schläft jedoch noch. Außer den Marathonis ist keiner auf den Beinen. Halt,  die vielen Helfer an der Strecke sind ebenfalls hellwach.

Noch sind die fast 1600 Starter dicht beisammen. Das Feld zieht sich jedoch rasch auseinander. Kurz nach Km 1 tauchen rechts zwei verfallene und danach zwei erhaltene Windmühlen auf.

Kurz nach Km 3 wird die erste Verpflegung passiert. Noch beschränkt sich das Angebot auf Wasser in kleinen Flaschen. Erst denke ich, was für eine Verschwendung und unnötige Belastung für die Umwelt. Später allerdings werde ich es zu schätzen wissen.

 
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Erster Gegenverkehr


Ein markanter Turm taucht rechts auf. Und noch einer. Nein, das ist Joe. Klar, diesen Marathonspaß lässt er sich nicht entgehen. Und da ist auch schon die Spitze auf der Gegenseite im Anflug. Drei Läufer haben vor einigen Verfolgern schon einen netten Vorsprung erlaufen. Ich konzentriere mich lieber auf meine Seite. Und auf die erste Steigung, die es zu bewältigen gilt. Der Gegenverkehr nimmt mehr und mehr zu. Na ja, ich bin noch lange nicht letzter und heute heißt es angesichts der zu erwartenden Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren. Den 4-Stunden Zugläufer lasse ich gegenüber passieren.

Es geht herunter. Links ist eine Art Militärmuseum, einige dicke Kanonen grüßen von oben herab. Vor uns taucht ein Riesenkreuzfahrtschiff auf. Mit Blick auf dieses und drei mächtige Kräne erreichen wir einen Wendepunkt und es geht zurück. Wieder vorbei an Porto Pi, am Hafen mit der Millionenflotte und den Hotels. Jetzt ist hier schon mehr los.

Als ich bei den beiden Trommlern bei Km 7 vorbeikomme, ist gerade eine Trommel frei und greife die Stöcke und schlage die Trommel. Rasch werde ich allerdings abgelöst und die Trommeln erklingen wieder im Takt.

Wir sind übrigens nicht mehr allein. Die Spitze der zwanzig Minuten nach uns gestarteten Halben läuft an mir vorbei. Und die werden immer mehr. Bei Km 10 wird eine Zeitmessmatte überlaufen und bald ist erstmal Schluss mit dem bequemen Laufen auf breiter Straße.

 
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Stimmungsnest


Richtig Stimmung kommt auf, als wir mit Blick auf Palast und La Seu von der Küstenstraße Richtung Altstadt abbiegen. Die bekannte Einkaufsstraße  Ramblas nimmt uns auf. Es geht wieder leicht aufwärts. Eine Verpflegung ist am Platz Rei Juan Carlesi.

In der Altstadt wird es in den Gassen enger. Mittlerweile sind Massen an Halben im Feld der Marathonis unterwegs. Das ist nicht optimal. Nach einer Runde laufen wir wieder am Plaza Rei Juan Carlesi vorbei. Es geht nochmals aufwärts. Bei Km 13 überqueren wir den Torrente Sa Riera und sind wieder auf einer breiteren Straße und umlaufen die Altstadt. Die Strasse teilen wir uns teilweise mit Autos.

Als wir den Torrente Sa Riera wieder Richtung Altstadt überqueren stürzt vor mir ein Läufer in der Kurve. Gottlob ist nix passiert. Ein Thermometer zeigt an, dass wir nach nunmehr 90 Minuten Laufzeit bereits 25 Grad haben. Das kann ja noch was werden.

 
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Vorsicht: Bananenglätte


Die Altstadt hat uns mit ihren engen Gassen wieder. Nach einer Verpflegung wird es schön matschig. Es gibt Bananen und die, bzw. die weggeworfenen Schalen, ergeben einen glitschigen Untergrund auf dem ohnehin teilweise recht glatten Boden. Vorsicht  ist geboten.

Ich komme unfallfrei durch die Passage. Es folgt der Plaza Major. Cheerleader links und rechts erfreuen das mitlaufende Auge. Das Ohr erfreut nach Km 16 eine Geigerin gegenüber dem Rathaus.

Über die Conquistador kommen wir zur La Seu. Wir laufen zwischen Palast und La Seu hindurch und biegen nach der Kathedrale links ab in eine erneute Runde durch die Altstadt. Wieder nehmen uns enge Gassen auf. Dem Auge wird weiterhin viel geboten.

Nach KM 18 heißt es jedoch Abschied von der Altstadt zu nehmen. Und auch von den Halben. Diese biegen ab und laufen ihrem Ziel entgegen. Wir Marathonis dürfen links ins weitere Vergnügen laufen.

Und es ist trotz der immer noch steigenden Temperaturen ein richtiges Vergnügen. Es geht mit Blick aufs Meer in Richtung Arenal. In einer Bucht liegen viele Boote. Sieht richtig gut aus.

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Informationen: Palma de Mallorca Marathon
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