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Laufberichte

Stadtbesichtigung im Dauerlauf

22.03.09

Via dei Fori Imperiali (Colosseo) – Start und Ziel am Kolosseum wo vor 2000 Jahren Gladiatoren kämpfen und die römischen Kaiser das Volk mit Brot und Spielen bei Laune hielten. Zugegeben, der Marathon in Rom hat schon ein einzigartiges Flair. Schon länger stand der Marathon in der Ewigen Stadt daher auf meiner Wunschliste ganz oben. Sightseeing, laufend durch Rom – 2009 war es endlich so weit.

Marathon als Stadtführung

Der Blick auf die Streckenführung war für mich noch nie so ansprechend und verlockend wie in der Ewigen Stadt. Hier die Höhepunkte in Kurzfassung:
Start vor dem Colosseo, Foro Romano, Foro di Traiano, Colonna di Traiano, Piazza Venezia, Teatro di Marcello, Circo Massimo, Piramide de Ciao Cestio, Bocca della Verita, Vatikan, Olympiastadion, Piazza Navona, Piazza del Popolo, Piazza di Spagna/Spanische Treppe, Fontana di Trevi, Zieleinlauf am Colosseo.
Von einer solchen Strecke können andere Marathonlaufveranstaltungen nur träumen. Rom hat ein wahrhaft einzigartiges Ambiente zu bieten. Daher musste ich Jens auch nicht lange überreden, mit nach Rom zu fliegen.

Auf zum Palazzo

Am Freitag flogen wir von Düsseldorf nach Rom. Vom Flughafen Fiumicino ging es mit der Bahn zum Hauptbahnhof – Roma Termini. Im Flieger waren wir nicht die einzigen Deutschen mit Ziel Maratona di Roma.

Unser Hotel lag günstig in der Nähe des Bahnhofs und war fußläufig zum Start- und Zielgelände am Kolosseum. Da wir bereits fast ein Jahr im Voraus gebucht hatten waren Flug und Hotel auch sehr preiswert.

In Rom war es bewölkt und kalt. Von Frühling und Sonne keine Spur. Wir machten uns daher nach dem Einchecken in unserem Hotel direkt auf den Weg zur Startnummernausgabe und Marathon-Messe im Palazzo dei Congressi. Mit der Metro Linie B fuhren wir Richtung Tiburtina und stiegen an der vorletzten Station aus. Dort wurde uns von freundlichen Helfern am Ausgang der Metro der Fußweg zum Palazzo dei Congressi erklärt und sogar ein Auszug aus dem Stadtplan verteilt. Ein schöner Service. Nachahmenswert.

Nach kurzem Fußweg standen wir vor dem Palazzo, einem Monumentalbau, der Größe des Rom-Marathons durchaus angemessen. Auf dem großen Platz vor dem Palazzo war für die Läufer eigens ein langer roter Teppich mit der Aufschrift „Maratona di Roma“ ausgelegt. Das Auge läuft halt mit.

An den Rucksäcken zu erkennen

Jens hatte vergessen, seine Anmeldebestätigung auszudrucken. Machte nix, am Schalter für die schwierigen Fälle wurde ihm geholfen. Eine freundliche Helferin druckte seine Anmeldebestätigung lächelnd aus und wir konnten unsere Startnummern ohne großes Gedränge in Empfang nehmen. Dem Briefumschlag mit den Startunterlagen lag ein Bon für ein Finisher-Shirt und einen Rucksack zum Maratona di Roma bei. Und das alles für 32 Euro Anmeldegebühr einschließlich Leihchip. Da können sich andere Veranstalter ein Beispiel nehmen.

 
© marathon4you.de 7 Bilder

Die Startnummernausgabe und die Marathon-Messe waren sehr gut organisiert. Alles ging ohne Hektik und ohne langes Anstehen. Die Messe bot interessante Angebote und auffallend viele andere Marathonveranstalter warben mit Ständen für ihre Veranstaltungen. Sogar für den Gold Coast Marathon in Australien wurde geworben.

Shirts und Rucksäcke waren beim samstäglichen Bummel durch Rom allerorten zu sehen. Auch beim Rückflug waren einige Rucksäcke nebst zugehörigen Läufern im Flieger vertreten. Die Rücksäcke dienten im Übrigen auch einem praktischen Zweck als Kleiderbeutel für die Abgabe der Wechselkleidung. Einfach das Blatt mit der Startnummer außen unter die Klarsichtfolie stecken und schon konnte der Rucksack an den LKWs in der Via di San Gregorio am Kolosseum abgegeben werden.

Beim Verlassen des Palazzo wartete noch eine nette Überraschung auf uns. Auf einem großen Bildschirm waren unsere Startnummern und Namen zu sehen. Chipkontrolle - auf der Rückseite der Startnummern war ein Leihchip befestigt der hier seine Funktionsfähigkeit demonstrierte.

Tipps und Tricks

Wer schon mal in Italien war kennt diesen praktischen Tipp: Nicht setzen – im Stehen trinken. Setzt man sich, wird es teurer. Mehr in jedem Reiseführer. Diese will ich hier nicht ersetzen, daher sei nur erwähnt, dass man mehr als nur einen Tag vor dem Marathon für alte Paläste, Kirchen, Museen, schöne Plätze, Brunnen, Parks oder Treppen in Rom verbringen kann.

Wir gönnten uns nach einem abschreckenden Blick auf die wartenden Menschenschlangen am Vatikan einen Besuch des Trajanforums und der Trajanmärkte gegenüber dem Forum Romanum und waren in einer Oase der Ruhe inmitten des hektischen Treiben Roms. Auf dem Dach des gewaltigen Monumento Nationale Vittorio Emmanuelle II an der Piazza Venezia genossen wir in 70m Höhe den Blick über die Ewige Stadt. Tipp: Ab 15 Personen kostet der Aufzug an der Rückseite des Monumentalbaus nur 3,50 € anstatt 7,00 €. Warten auf Gleichgesinnte lohnt sich.

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte diesen zur Belohnung einen Besuch des amerikanischen Feinschmeckerrestaurants an der Spanischen Treppe (Mc D….) versprechen. Hat zumindest bei meinen Töchtern bei früheren Rombesuchen Wirkung gezeigt. Hier noch ein weiterer Insidertipp zur Nahrungs- und Getränkeaufnahme:

Pizzera – Birreria „Alle Carrette“ in der Via della Madonna dei Monti (Nähe Forum Romanum/Trajanforum, Parallel Via Cavour). Pizza kostet hier um 7,00 €, Bier 0,4l 5,00 €. Achtung: Es gibt nur Pizza als Hauptgericht.

Brot und Spiele – Es wird ernst

Am Sonntag gingen wir nach einem typisch italienischen Frühstückchen entspannt um 8 Uhr vom Hotel zum Startgelände am Kolosseum. Um den Weg dorthin brauchten wir uns nicht zu kümmern. Wir mussten einfach nur den anderen Rucksäcken nachgehen. Schon der Weg zum Kolosseum und um dieses herum zur den LKWs für die Kleiderabgabe in der Via di San Gregorio war stimmungsvoll. So ähnlich mussten vor zweitausend Jahren die Menschenmassen zu den Gladiatorenkämpfen in die Arena geströmt sein.

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