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Laufberichte

Trail steht drauf und Trail ist drin

26.09.10
Autor: Olaf Ulmer

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr der Churfranken Ultratrail von Miltenberg nach Sulzbach statt. Das Churfrankenland ist am Main zwischen Wertheim und Aschaffenburg im Dreiländereck Hessen, Baden-Württemberg und Bayern gelegen. Zahlreiche Weinberge, der Spessart und der Odenwald umgeben diesen wunderschönen Abschnitt des Maintales.

War diese Veranstaltung ursprünglich als reiner Staffelwettbewerb geplant, so wurde auf Anregung eines ambitionierten Ultraläufers letztlich auch ein Einzelstart über die 73,8 Kilometer lange Distanz angeboten.

Die Ausgabe der Startnummern und die Läuferparty mit Streckenbriefing fanden am Vortag des Laufes im Veranstaltungssaal der Volksbank zu Miltenberg statt.
Zusammen mit der Startnummer erhielt jeder Teilnehmer ausführliches Kartenmaterial, ein Funktionsshirt und ein Laib Brot einer Bäckerei, die zu einem der Sponsoren des Laufes gehörte. Die ortsansässige Brauerei war ebenfalls zugegen und gab alkoholfreies Hefeweizen aus.

Nach den Begrüßungsworten des Geschäftsführers der Bank gingen die Organisatoren Paul und Marco auf die Besonderheiten der Strecke und die „Spielregeln“ ein. Schon bei der Streckenbeschreibung wurde es so manchem Trailläufer warm ums Herz, sollte es doch unter anderem über Stock und Stein, durch Brennnessel und knöcheltiefen Morast gehen.

Der Abend, zu dem mehr Personen als von den Veranstaltern erhofft anwesend waren, wurde durch zwei Vorträge über Leistungsdiagnostik und dem richtigen Einsatz von Bandagen und Einlagen abgerundet.

 
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Der nächste Morgen begann für mich bereits um drei Uhr morgens. Ich machte mich auf den Weg zum Zielort Sulzbach am Main und fuhr mit dem Zug der Westfrankenbahn, den man kostenlos benutzen konnte, zum Start nach Miltenberg. Der Start befand sich vor der Volksbank Miltenberg. Um einen Überblick zu bekommen, wer alles am Start und auf der Strecke ist, wurde vor dem Start jeder Läufer akribisch erfasst.

Punkt 7:15 Uhr erfolgte der Startschuss. Die ersten rund 700 Meter wurden neutralisiert hinter dem Führungsfahrzeug der Polizei zurückgelegt. Nach dem Überqueren des Main erwartete uns die erste Herausforderung des Tages. Es galt, auf etwa einem Kilometer Streckenlänge rund 100 Höhenmeter durch das Schnatterloch zu überwinden. Es wurde nun etwas flacher und der gut zu laufende Waldweg zog sich hoch bis zur ersten Verpflegungsstelle auf der Mosbrunner Höhe nach rund fünf Kilometern.  Leicht wellig und das erste Mal an diesem Tag trailmäßig  liefen wir weiter, als uns die ersten Staffelläufer, die 15 Minuten nach uns gestartet waren, überholten.

 
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Breite Waldwege brachten uns bergab zurück ins Maintal nach Klein-Heubach. Etwa zwei flache Kilometer brachten uns zum Fabrikgelände der Firma Erbacher, wo der erste Staffelwechsel nach insgesamt rund 10,6 Kilometern vollzogen wurde. Auch die Ultraläufer mussten durch das Etappenziel laufen, damit die Zwischenzeit erfasst werden konnte. Nach der Verpflegung ging es weiter in Richtung Collenberg. Wir überquerten abermals den Main und kamen mit Blick auf das alterwürdige Kloster Engelberg nach Großheubach.

Es ging nun auf dem Maria-Hilf-Weg zunächst leicht ansteigend an den Weinbergen entlang. Obwohl die nächste Verpflegungsstelle von Weingärten umringt war, gab es trotz Nachfrage keinen Wein. Dies war wahrscheinlich auch besser so, wurde der Weg doch nun immer steiler. Wir verließen den Wanderweg und begaben uns auf einen Singletrail, der uns steil nach oben in Richtung Schutzhütte führte. Oben angekommen, liefen wir auf dem Eselsweg über Waldwege, Pfade und weichem Waldboden zur Solhöhe, wo die nächste Verpflegungsstelle auf uns wartete.

 
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Apropos Verpflegungsstellen: Diese waren reichhaltig mit allem bestückt, was das Ultraläuferherz begehrt.

Nach der Verpflegung ging es in rasanter Fahrt talwärts in Richtung Kirschfurt.
Ein steiler Gegenhang bremste nach rund drei Kilometern jedoch den Vorwärtsdrang erheblich ab. Wir mussten rund 80 Höhenmeter innerhalb von einem knappen Kilometer bewältigen, bevor es endgültig ins Maintal in Richtung Kirschfurt ging.

Nach einer weiteren Verpflegung liefen wir entlang des Mains auf dem Radweg nach Collenberg, wo nach insgesamt rund 28 Kilometer die zweite Etappe zu Ende war und der dritte Staffelläufer auf die Reise geschickt wurde.

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Informationen: Churfranken-Lauf
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