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Laufberichte

Herbstbeginn im Bibertgrund

23.09.07

Bei prächtigem Wetter wurde am Sonntag, dem 23. September 2007, von der Biberttal-Marathon-Interessengemeinschaft der "1. Ammerndorfer Landschaftsmarathon" durchgeführt. Es handelte sich hierbei aber nicht um das Erstlingswerk des Organisatorenteams. Nein, ganz und gar nicht! Schon seit dem Jahr 2000 wurde nämlich alljährlich in Ammerndorf unter der Bezeichnung "Bieberttal-Marathon" eine Laufveranstaltung mit unterschiedlichen Wettbewerben ausgerichtet. Deren Strecken führten weitgehend über die zu einem Radwanderweg umgestaltete Trasse der 1986 stillgelegten Bibertbahn, waren flache Pendelkurse und galten als geeignet, persönliche Bestzeit zu erzielen.

 

Nach der 7. Auflage der bisherigen Marathon-Version im Jahr 2006 kam der Gedanke auf, die hübschen Waldgebiete, die an mehreren Stellen das Tal des ca. 40 km langen mittelfränkischen Flüsschens Bibert säumen, in größerem Maße in die Streckenführung einzubeziehen. Dies bedeutete zwar den Verzicht auf ein völlig flaches Geläuf. Im Gegenzug wurden jedoch hübsches Hinterland und herrliche Waldabschnitte in den neuen Kurs integriert, sodass die bemerkenswerte Schönheit der dortigen Region nun viel mehr zur Geltung kommt und die jetzige Bezeichnung "Landschaftsmarathon" volle Berechtigung hat.

 

Start und Ziel der sportlichen Wettbewerbe befanden sich auf dem Gelände an der "Alten Turnhalle" von Ammerndorf. Dieser etwas mehr als 2.000 Einwohner zählende Ort liegt im mittelfränkischen Landkreis Fürth und ist auf der Landkarte ca. 15 km westlich von Nürnberg bzw. südwestlich von Fürth zu finden. Ammerndorf wurde bereits 1246 in einer Urkunde erwähnt, in der Herrschaftsrechte auf Güter und Personen des Klosters Heilsbronn bestätigt wurden, und kann auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurückblicken.

 

Folgendes Wettkampfangebot konnte am 23.09.2007 genutzt werden:

 

[1] Marathon-, Halbmarathon- und 10-km-Lauf sowie 10-km-Walking/Nordic-Walking mit gemeinsamem Start um 9.00 Uhr

[2] Marathon-Staffellauf mit Start um 9.20 Uhr

[3] Kinder- und Jugendläufe über verschiedene Distanzen mit gemeinsamem Start um 14.00 Uhr

 

Die Laufstrecke hatte in etwa die Form einer "8". Sie musste von den "Marathonis" zweimal bewältigt werden, wobei sie beim zweiten Mal in umgekehrter Richtung zu durchlaufen war und einige Änderungen aufwies. Als Marathonläufer/in passierte man also dreimal das Gelände an der "Alten Turnhalle", beim vierten Erreichen desselben gelangte man dann ins Ziel.

 

Das Streckenprofil wurde in der Ausschreibung als "leicht wellig" bezeichnet. Na ja, manche Steigungen waren schon etwas mehr als nur leichte Wellen. So "richtig giftig" empfand ich jedoch nur den Anstieg zwischen den km 25 und 26. Das in der Streckenbeschreibung angekündigte Laufen durch "wunderschöne Natur" traf in vollem Umfang zu. Und man konnte es auch so richtig genießen, weil die asphaltierten Ortspassagen/Radwege einen ebenen, griffigen Belag besaßen und die überwiegend zu belaufenden "befestigten Wege" in ordentlichem Zustand waren oder eine offensichtlich frisch festgewalzte Schotterdecke aufzuweisen hatten.

 

Besonders zu erwähnen ist auch die vorbildliche Streckenmarkierung. Langgezogene, eindeutige Bodenpfeile, Begrenzungslinien an Wegeinmündungen, schon von weitem sichtbare Richtungsschilder, rot-weiße Flatterbänder an den Ästen von Bäumen und Sträuchern, Tafeln an den Lauf-km-Marken sowie Streckenposten an neuralgischen Punkten ließen selbst für mich als Schlusslicht nie eine Unsicherheit aufkommen.

 

Und auch die vielfältige Ausstattung der alle 5 km anzutreffenden Verpflegungsstellen verdient große Anerkennung. Am meisten erfreute mich aber Folgendes: Dass man von den oft zahlreichen Helferinnen und Helfern zuvorkommend und freundlich behandelt wird, ist ja bei Marathon- und Ultralaufveranstaltungen meist üblich. Beim Ammerndorfer Landschaftsmarathon waren jedoch ungewöhnlich viele Jugendliche im Einsatz. Was diese an Engagement, Hilfsbereitschaft und aufmunternden Zuspruch auch für mich als den Letzten des Teilnehmer/innenfeldes aufzubringen vermochten, dies war schon sehr beeindruckend. Bei solch einer Jugend muss einem nicht bange sein.

 

Erstplatzierte Männer: 

1. Stefan Endres - SC Roth - M 35 - 2:53:59,5 Stunden
2. Horst Jedamzik - M 45 - 2:54:14,2 Stunden
3. Dominik Mages - M 20 - 2:57:29,1 Stunden

 

Erstplatzierte Frauen:

1. Sabine Pullins - Würzburg - W 30 - 3:10:45,6 Stunden
2. Brigitte Bogendörfer - W 40 - 3:42:59,0 Stunden
3. Eva Ripp - W 35 - 3:57:36,4 Stunden

 

Informationen: Ammerndorfer Landschaftsmarathon
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