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Laufen im Sommer – das sollte man beachten

09.05.18
Quelle: PM

Es wird Sommer. Die Menschen zieht es jetzt nach draußen um in der Sonne zu liegen, Freunde zu treffen, oder eben um Sport zu treiben. Auch Läufer zieht es jetzt umso mehr für intensive Trainingseinheiten und Wettkämpfe ins Freie. Aber Achtung, auch wenn schönes Wetter zu erhöhter Leistung motiviert, sollte man vorher unbedingt einige Dinge in die Planung einbeziehen.

 

Die Ozonbelastung


Bekanntermaßen ist die Ozonbelastung im Sommer besonders hoch. Vor allem dann, wenn die Sonne aus dem wolkenlosen Himmel scheint, sollte man das Thema Ozon nicht völlig ignorieren.

Der Landessportbund Nordrhein-Westphalen gibt als Grenzwert für Sport im Freien für ozonsensible Menschen den Wert von 150 µg/m3 an. Gesunde und nicht in besonderem Maße ozonsensible Menschen sollten ihre Sportlichen Aktivitäten ab 180 µg/m3 einschränken und insbesondere Ausdauertraining vermeiden. Dieser Wert gilt auch als Schwellenwert für eine Information der Behörden an die Bevölkerung. Ab einem Wert von 360 µg/m3 sollten Menschen dagegen generell auf Sport im Freien verzichten.

Zum Vergleich: Bereits im Mai 2018 wurde der Schwellenwert von 180 µg/m3 in den meisten Großstädten wie Stuttgart, Karlsruhe oder Freiburg bereits mindestens einmal angekratzt, so dass kritische Werte nicht nur im Hochsommer in die Trainingsplanung mit einbezogen werden sollten.

 


Die Sauerstoffsättigung


Jeder Läufer hat dieses Phänomen schon einmal erlebt: Man läuft nach einem Regenschauer los und freut sich über die abgekühlte frische Luft. Man hat das Gefühl, genau jetzt optimale Leistungen bringen zu können. In der trockenen, heißen Sommerluft dagegen kann sich von Zeit zu Zeit die Brust zuschnüren, oder man hat das Gefühl, beinahe eine heiße Suppe an Stelle der Luft zu atmen.

Dieses Phänomen lässt sich einfach erklären. Kühlere Luft weist eine höhere Dichte auf als warme oder sogar heiße Luft. Das bedeutet, dass kalte Luft bei gleichem Volumen mehr Sauerstoff beinhaltet, als warme Luft. Betrachtet man die durchschnittlichen Winter- und Sommertemperaturen bei uns in Deutschland, kann der Unterschied des Sauerstoffgehalts bis zu 10% betragen.

Was bedeutet das für uns als Läufer? Ganz einfach. Unter gleichen Bedingungen benötigt der Körper für die gleiche Leistung immer die gleiche Menge Sauerstoff. Beinhaltet die Luft aber weniger Sauerstoff, muss der Körper das durch eine intensivere Atmung ausgleichen. Das heißt, für die gleiche Leistung muss der Körper im Sommer bis zu 10% mehr Energie auf die Atmung aufwenden. Dazu kommt dann noch der Temperaturausgleich in Form des Schwitzens.

Fazit

Laufen im Sommer ist nicht unmöglich. Im Gegenteil, die Bewegung bei warmen Temperaturen hat einiges für sich. Doch steigt durch verschiedene Faktoren, wie etwa Ozon, die Belastung auf den Körper im Sommer deutlich an. Gesunde Läufer können diese zusätzlichen Belastungen zwar gut weg stecken. Aber wenn man bei der Trainingsplanung berücksichtigt, dass besonders die große Mittagshitze viele Stressfaktoren für den Körper bereit hält, kann man intensive Einheiten gut auf den Vormittag oder die frühen Abendstunden legen und so viele Belastungen deutlich reduzieren.

 

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